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Malta
und Zypern: Willkommen im Euroland!
Seit 1. Januar 2008 gilt auf Malta und Zypern der Euro
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| Seit ersten Januar dieses Jahres ist
die Europäische Währungsunion weiter gewachsen.
Münzensammler dürfen sich über den Beitritt
der EU-Mitgliedsländer Malta und Zypern zur Euro-Zone
freuen. Ab sofort bereichern die beiden Mittelmeerstaaten
unsere gemeinsame Euro-Währung mit gelungenen Motiven
ihrer Landesgeschichte. |
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Mit einer Fläche von ca. 316 Quadratkilometern
ist Malta zwar der kleinste eigenständige EU-Staat, doch
finden sich auf den drei Hauptinseln der Republik viele Spuren
und Zeugnisse einer Jahrtausende alten Kulturgeschichte. Diese
spiegeln sich nun teilweise auch auf den nationalen Seiten
der frisch geprägten neuen Landeswährung wider.
So zeigen die Zwei- und Ein-Euro-Münzen ein typisches
achtstrahliges Malteserkreuz.
Es erinnert an die über 250-jährige Herrschaft des
mächtigen Ritterordens, dessen Festungsanlagen noch heute
zum Bild der Hauptstadt Valetta gehören. Die Malteser
waren ab 1530 Besitzer der 100 Kilometer vor Sizilien gelegenen
Insel, deren Name sich vom punischen Wort „malet“
für Zufluchtsort ableitet. |
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Nach der Eroberung durch Napoleon besetzten
im Jahr 1800 die Briten die Inselgruppe und prägten in
der folgenden Kolonialzeit entscheidend das heutige Malta.
1964 erlangte das Land dann seine völlige Unabhängigkeit,
welche nun auch auf den zweistelligen Cent-Münzen stolz
dokumentiert wird. Das hier gezeigte Landeswappen zeigt einen
geteilten Schild mit einer Krone als Zeichen der Souveränität.
Die drei kleinsten Werte, die kupferplattierten Münzen
von 1 bis 3 Cent, gehen am weitesten in der Geschichte zurück.
Sie zeigen den berühmten Altar des Mnajdra-Tempels,
Teil einer prähistorischen Megalithanlage, die um 3500
v. Chr. entstanden und somit älter als die ägyptischen
Pyramiden ist. Die Bauten, die als Vorgänger der englischen
Kultstätte Stonehenge gelten, sind so ausgerichtet,
dass bei Tag- und Nachtgleiche der erste Sonnenstrahl auf
eine Steinplatte des Altar-Kultraums fällt.
Aus der gleichen Epoche stammt eine Kultfigur, die einige
tausend Seemeilen weiter östlich ausgegraben wurde
und auf den neuen Ein- und Zwei-Euro-Stücken Zyperns
zu sehen ist - dem zweitem Land, das an Neujahr 2008 zum
Euro-Raum hinzugestoßen ist. Die prähistorische
Skulptur stellt das „Idol von Pomos“ dar, eine
Frau mit weit geöffneten Armen und galt vor 5.000 Jahren
vermutlich als Symbol der Fruchtbarkeit.
Zypern, rund 70 Kilometer südlich des türkischen
Festlands gelegen, gilt als Heimat der Schönheitsgöttin
Aphrodite und kann ebenfalls auf eine höchst bewegte
Historie zurückblicken. Ägypter und Perser herrschten
hier ebenso wie die Römer, Venezianer oder Kreuzritter.
Die deutet nicht zuletzt auf die strategische Bedeutung
Zyperns hin, das lange Zeit als wichtiger Handelsknotenpunkt
und Seefahrernation galt. So ist auf den mittleren Cent-Werten
das antike Schiff „Kyrenia“ abgebildet, das
ca. 300 v. Chr. vor der Nordküste der Insel versunken
ist. Das geborgene Schiff ist heute im Museum der Burg von
Kyrenia zu besichtigen.
1925 wurde Zypern britische Kronkolonie und erlangte 1960
seine Unabhängigkeit. Aufgrund von Spannungen zwischen
den griechischen und türkischen Volksgruppen kommt
die nach Sizilien und Sardinien drittgrößten
Mittelmeerinsel auch in jüngster Zeit nicht zur Ruhe
und wurde 2004 als geteiltes Land EU-Mitglied. Deshalb zeigen
die neuen Euro-Münzen den Landesnamen in griechischer
und türkischer Schrift - auch die kleineren Cent-Werte,
die sich der Natur des Landes widmen. Sie zeigen so genannte
Mufflons. Diese - heute leider vom Aussterben bedrohten
Wildschafe - gelten als besonders charakteristische Tierart
der Insel.
Die Münzen Zyperns und Maltas zeigen ein höchst
interessantes landeskundliches Spektrum der beiden neuen
Euro-Mitgliedsländer. Für Münzensammler sind
sie schon deshalb von besonderer Bedeutung, da es ja gerade
die kleinen Ländersind, die mit schönen Motiven,
aber geringen Auflagen das Euro-Sammelgebiet numismatisch
besonders begehrenswert machen.
(Quelle: pdn)
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