Messenachlese
Abschlussbericht:
DEUBAU - Freundlich-optimistischer Auftakt des Baujahres 2008
Auf die Deubau ist Verlass! Auch die 23. Internationale Baufachmesse erwies sich als wichtiges Parkett für gute Geschäftskontakte und bescherte dem Baujahr 2008 einen freundlich-optimistischen Auftakt. Aufbruch-stimmung kennzeichnete die fünf Messetage, an denen sich 71.200 Besucher auf hohem fachlichen Niveau über das aktuelle Angebot der insgesamt 780 Aussteller informierten. Gehen 40 Prozent der Fachbesucher von einer stabilen Branchenkonjunktur aus, so erwarten 42 Prozent eine steigende Tendenz.

„Die Deubau 2008 hat ihre Position als bedeutendste Baufachmesse des Jahres in Deutschland und als ‚feste Größe’ im Terminkalender der Bauwirtschaft unterstrichen“, betonte Dr. Joachim Henneke, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Essen. Bei einem von 80 auf über 90 Prozent gewachsenen Fachbesucheranteil habe sich die Deubau – wie von der Branche gewünscht – zu einer reinen Fachmesse entwickelt. Dazu, so Henneke, habe u.a. der mit knapp 4.000 Teilnehmern größte Architekturkongress der westlichen Welt beigetragen. Die erneut gestiegene Qualität und Kompetenz der Besucher wurde von den Ausstellern besonders positiv vermerkt.

Aufbruch und Umbruch – diese zwei Begriffe waren Kennzeichen der Deubau 2008. „Essen erlebte fünf Tag lang ein regelrechtes Innovations-feuerwerk“, so Egon Galinnis, Geschäftsführer der Messe Essen. „Die Ideen, die Kreativität der Unternehmen haben einen neuen Höhepunkt erreicht. Immer mehr Hightech-Produkte erobern die Baubranche.“ So jung, so modern, so innovativ habe sich die Deubau noch nie präsentiert. Galinnis: “Mit neuen Produkten und Verfahren erschließen sich den Unternehmen auch neue Betätigungsfelder und Märkte.“

„Bauen im Bestand“ und Energiethemen im Mittelpunkt des Interesses
Neben dem Neubau war das „Bauen im Bestand“ eines der großen Deubau-Themen 2008. Unter den Stichworten Sanieren, Renovieren und Modernisieren stellte die Industrie auf der Messe eine Vielzahl an neuen Produkten und Verfahren vor, um Häuser und Wohnungen auf „aktuellen Stand“ zu bringen.

Empfehlen sich neue Baustoffe wie beispielsweise Steine mit integrierter Wärmedämmung für den Neubau, versprechen nachträgliche Wärme-dämmsysteme eine Steigerung der Energie-Effizienz im Altbau. Neue Materialien erlauben hier zum Beispiel dank verbesserter Wärmedämmeigenschaften geringere Dicken der Dämmstoffschicht. Neue Farben verhindern dank Nano-Technologie Schimmelbefall. Ganz besonders für die Nachrüstung im Altbau eignen sich Bodenelememte, die zugleich Trockenestrich und Fußbodenheizung sind. Praktikable Lösungen für die Innendämmung stehen vor allem bei Besitzern von historischen Gebäuden im Blickpunkt.

Neue Produkte für Energiekostensenkung und Klimaschutz
Wie ein roter Faden zog sich das Thema Energieeffizienz durch die Deubau. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“, so Dr. Rüdiger Vogel, Vorsitzender des Deubau-Messebeirates und Sprecher der Aussteller der Pilotmesse 2008. „Jetzt liegt es an Bauherren und Immobilienbesitzern, die vorgestellten Produkte und Verfahren im Sinne von Klimaschutz und Kosteneinsparung zu nutzen“, unterstreicht Vogel. Der wie Christa Thoben, NRW-Ministerin für Wirtschaft, Mittelstand und Energie, hierin auch arbeitsmarktpolitisch eine wichtige Aufgabe sieht. Thoben bei ihrem Besuch auf der Deubau: „Wir müssen die Sanierungsrate bei Altbauten von derzeit ein Prozent auf drei Prozent steigern. Dadurch könnten 100.000 neue Arbeitsplätze in der Baubranche entstehen.“ Breiten Raum nahmen auf der Messe auch Technologien zur Energiegewinnung – von der Photovoltaik bis zur Wärmepumpe – ein.

Deubau war gefragter Know-How-Pool für Fachleute und Bauherren

Wie und mit welchen Produkten Gebäude fachgerecht modernisiert werden, darüber informierten Experten auf dem „Marktplatz Altbau“ des BAKA- Bundesarbeitskreises Altbausanierung e.V. in über 50 Foren mit rund 5.000 Teilnehmern. Fachleute, aber auch Bauherren nutzten die Chance, sich persönlich beraten zu lassen. Auch in den Sonderevents „Dach- und Holzbau“ sowie „Ausbau & Fassade“ standen neben der Präsentation praktischer Detail-Lösungen Beratungsgespräche im Mittelpunkt. Am Gemeinschaftsstand „Wald und Holz NRW“ stellte Eckhard Uhlenberg, NRW-Minister für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Fachleuten aus Holzwirtschaft, Holzhandwerk und Forstwirtschaft, Architektur und Wissenschaft den „Pakt für Wald und Holz - Ein forst- und holzwirtschaftliches Basisprogramm für NRW“ vor.

Umfassendes Rahmenprogramm:
Fachwelt stellt Weichen für die „Zukunft Bau“

Das Rahmenprogramm der Deubau mit Kongressen, Konferenzen, Symposien und Preisverleihungen war in diesem Jahr umfangreicher als je zuvor. So berichtete die Forschungsinitiative Zukunft Bau über Ergebnisse verschiedener Forschungsprojekte. Diskutiert wurde auf der Messe über eine breite Themenpalette – von der Baukultur über das neue „Leitbild Bauwirtschaft“ bis hin zu technischen Innovationen im Wohnungsbau.

„Sensationell“: Knapp 4.000 Architekten auf größtem Architektur-Kongress
Ein besonderes Glanzlicht setzte der größte Architekturkongress der westlichen Welt: Knapp 4.000 Architekten verfolgten in der Grugahalle begeistert die Vorträge der sieben eingeladenen internationalen Star-Architekten zum Thema „Neues Bauen mit Stahl in der Öffentlichkeit“. „Das ist sensationell,“ so der nordrhein-westfälische Bau- und Verkehrsminister Oliver Wittke, “so viele Experten zusätzlich nach Essen zu holen. Das zeigt die Dynamik, die in dieser Messe steckt.“

24. Deubau vom 12. bis 16. Januar 2010

Von der auch die Aussteller und Besucher überzeugt sind. Über 90 Prozent der Aussteller erklärten aufgrund ihres Messeerfolges bereits: In zwei Jahren sind wir wieder dabei. Mehr als 80 Prozent der Besucher planen, auch die 24. Internationale Baufachmesse Deubau zu besuchen. Sie findet vom 12. bis 16. Januar 2010 in der Messe Essen statt.

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