Mit Beginn der nächsten Heizperiode
werden alle Gasheizungen in Hamburgs Schulen, Kindergärten
oder Verwaltungsgebäuden mit modernster Brennwerttechnik
ausgerüstet sein.
Ein mehrjähriges Kesselaustauschprogramm für die
öffentlichen Gebäude kommt jetzt mit der Vergabe
einer letzten Tranche von 40 Kesseln zum Abschluss. In sechs
Tranchen wurden rd. 600 veraltete Heizkessel durch energieeffiziente
Brennwertgeräte ersetzt. Bei dieser Technik wird zusätzlich
ein Teil der im Abgas enthaltenen latenten Wärme nutzbar
gemacht. Dies erhöht den Wirkungsgrad und der Energieverbrauch
sinkt. Die zusätzlich eingebaute zeitgemäße
Regelungstechnik ermöglicht eine optimierte Betriebsweise
und erhöht so die Einsparquote.
Das Programm wurde mit der ambitionierten Zielsetzung begonnen,
in möglichst kurzer Zeit die alten Heizkessel zu erneuern,
um die Energiekosten zu senken und den CO2-Ausstoß zu
reduzieren. Dabei sollten auch die früher üblicherweise
viel zu groß ausgelegten Kessel dem tatsächlichen
Bedarf entsprechend verkleinert werden und es sollten nicht
zuletzt auch möglichst viele Heizzentralen mit den knappen
Haushaltsmitteln saniert werden.
Die Ergebnisse können sich sehen lassen. Durch ein ausgefeiltes
Logistikkonzept und Auftragsbündelung konnten die Investitionskosten
niedrig gehalten werden. Standardisierte technische Konzepte
erleichtern künftig Betrieb und Wartung.
Die eingesparte Jahres-Brennstoffmenge beträgt rund 46.000
MWh pro Jahr. Der Ausstoß des Klimagases CO2 verringert
sich so um mehr als 9.000 Tonnen pro Jahr. Diese Menge entspricht
den CO2 – Emissionen von rund 3.200 Erdgas beheizten
Wohnungen von 70 m² Größe und 200 kWh/m²a
spezifischem Verbrauch. Um diese Ergebnisse zu erreichen,
hat die Stadt insgesamt rund 18 Mio. Euro investiert. Dem
steht allerdings auch die stattliche Gaskostenreduzierung
um jährlich rund 2,13 Mio. Euro gegenüber.
Senator Gunnar Uldall: „Hamburg senkt seine Betriebskosten
und den CO2-Ausstoß. Regionale Unternehmen konnten sich
über zusätzliche Aufträge freuen. Das Kesseltauschprogramm
ist für das Klima und Hamburg ein voller Erfolg.“ |
|