Deutsche Bauindustrie zur Präqualifikation:
Erlass des Bundesbauministeriums Schritt in die richtige Richtung!
"Die Bauindustrie begrüßt den Erlass des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS), mit dem die Vergabestellen des Bundeshochbaus aufgefordert werden, bei freihändigen Vergaben und beschränkten Ausschreibungen ohne öffentlichen Teilnahmewettbewerb nur noch solche Unternehmen zur Abgabe eines Angebots aufzufordern, die ihre Eignung durch eine Eintragung in die Liste der präqualifizierten Unternehmen nachgewiesen haben". Dies erklärte der Leiter des Kompetenzzentrums Präqualifikation des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, RA Eckart Drosse, am 15.02.2008 in Wiesbaden.

"Dieser Erlass, der ab dem 1. Oktober in Kraft tritt, stellt einen Schritt in die richtige Richtung zur Vereinfachung von Vergabeverfahren und zur Verbesserung der Qualität dar", so Drosse. Allerdings dürfe man hier nicht stehen bleiben. Drosse appelliert an die übrigen Bundesbehörden, insbesondere den Bundesstraßenbau, und auch die Länder und Kommunen, dem Vorbild des Bundeshochbaus zu folgen. Nur wenn alle öffentlichen Auftraggeber das Instrument der Präqualifikation nutzen würden, könne auch ein hinreichendes Interesse der Bieter geweckt werden, sich zu präqualifizieren. Dies sei jedoch Voraussetzung, dass der gewünschte ordnungspolitische Erfolg eintrete.

Gleichzeitig fordert er auch die Unternehmen der Bauwirtschaft auf, von der Möglichkeit der Präqualifikation Gebrauch zu machen und sich in die Liste präqualifizierter Unternehmen, die seit Januar 2006 vom Verein für die Präqualifikation von Unternehmen e.V. geführt wird, eintragen zu lassen. Die Vorteile seien offensichtlich. Neben einer deutlichen Reduzierung der Belastung beim Einholen der verschiedenen Eignungsnachweise dokumentiere das Unternehmen damit seine Zuverlässigkeit und vermeide den Ausschluss des Angebotes aus formellen Gründen wegen unvollständiger oder nicht aktueller Eignungsnachweise.

Weitere Informationen zur Präqualifikation sind abrufbar unter www.pq-verein.de.
(Quelle: Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V.)