Konjunkturpaket verabschiedet: Die wichtigsten Punkte im Überblick
Die Bundesregierung hat das Programm zur Beschäftigungssicherung durch Wachstumsstärkung beschlossen. Es bringt direkte Zuschüsse, Investitionshilfen, Steuerermäßigungen und Entlastungen bei den Arbeitskosten.

Das Programm bringt auch Vorteile für mittelständische Unternehmen. Geschäftsführer von mittelständischen GmbHs in den Bereichen Bau/Handwerk, Verkehr, Automobil-Zulieferer und Forschung und Entwicklung können von den beschlossenen Maßnahmen profitieren.


Die wichtigsten Punkte des Förderprogramms sind:

Rund 3 Mrd. € für verbilligte Kredite oder Zuschüsse für die Sanierung von Wohngebäuden mit dem Ziel,
  den Energieverbrauch zu senken.

Wer die eigenen vier Wände renovieren lässt, erhält einen höheren Steuerbonus für die
  Handwerkerrechnung: Statt 600 € können bis zu 1.200 € mit der Steuer verrechnet werden.

Ca. 5 Mrd. € Direktzuschüsse für Kommunen zur Investitionen in die Infrastruktur und zur Verbesserung
  der Verkehrswege

Für Neuwagen wird die Kfz-Steuer für ein Jahr entfallen, bei besonders schadstoffarmen Autos sogar für
  zwei Jahre. Ab 2011 wird dann die Steuer grundsätzlich nach CO2-Werten ausgerichtet.
Rund 10 Mrd. für die Forschung und Entwicklung neuer Motoren
Kfw-Programm über 15 Mrd. € für zusätzliche Sicherheiten für Unternehmenskredite
Die Bundesregierung wird zeitlich befristet für zwei Jahre eine degressive Abschreibung für bewegliche
  Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens in Höhe von 25% zum 01.01.2009 einführen (Kfz, Maschinen).
Zusätzlich zur degressiven Abschreibung wird die Bundesregierung befristet für zwei Jahre die
  Möglichkeit von Sonderabschreibungen für kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) erweitern
  (durch Erhöhung der dafür relevanten Betriebsvermögens- und Gewinngrenzen auf 335.000 € bzw.
  200.000 €).
Kurzarbeitergeld über 18 statt bisher 12 Monate.

6 Tipps für Unternehmer:
Als Geschäftsführer einer mittelständischen GmbH sollten Sie die neuen Rahmenbedingungen ab sofort in Ihre Planungen einbeziehen.

Prüfen Sie, ob es vorteilhaft ist, Anschaffungen (Fahrzeuge, Maschinen usw.) zu verschieben.
Prüfen Sie, ob Investitionen an Gebäuden mit Energieeinspar-Effekt anders geplant werden müssen.
Handwerks-Betriebe können mit der besseren Steuerförderung offensiv für sich werben und
  damit neue Aufträge z. B. für innovative Produkte erhalten (Heizungsanlagen, Isolierstoffe usw.).
Nehmen Sie frühzeitig mit Ihrer Hausbank Kontakt auf, um das Vorgehen und die Antragstellung für die
  Inanspruchnahme von Bürgschaften und Kapitalhilfen aus bestehenden Förderprogrammen rechtzeitig festzulegen.
Geschäftsführer sollten prüfen, ob neue und zusätzliche Geschäftsfelder aus Fördermitteln für
  Unternehmens-Neugründungen finanziert werden können.
Prüfen Sie auch, ob und an welchen Ausschreibungen um öffentliche Aufträge Ihre GmbH teilnehmen
  wird und wie Sie Ihr Unternehmen dabei noch besser darstellen können (Form, CI, ev. persönliche Kontaktaufnahme).
(Dip.-Vw. Lothar Volkelt)

Mehr Informationen zum Konjunkturpaket finden Sie hier: http://www.bundesregierung.de