Mit wenig Aufwand lassen
sich von jedem Euro, der für das Heizen bezahlt wird,
20 Cent sparen. Bei jährlichen Heizkosten von rund
3.600 Euro* für ein unsaniertes Einfamilienhaus können
das jedes Jahr rund 710 Euro sein. Wer in Zeiten gestiegener
Energiepreise mit einfachen Methoden Energie sparen will,
ist deshalb gut beraten, das eigene Verhalten zu hinterfragen.
"Allein durch richtiges Lüften können die
Heizkosten um 260 Euro reduziert werden", sagt Thomas
Kwapich, Bereichsleiter bei der Deutschen Energie-Agentur
GmbH (dena).
Neben Tipps, die beim Umdenken anfangen
und keine Kosten verursachen,
hat die dena auch einige Maßnahmen zusammengestellt,
die mit wenig Geld umgesetzt werden können und sich
schnell bezahlt machen:
|
Quelle: obs/Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) |
1. Richtige Raumtemperatur wählen: Die optimale und
angenehme Raumtemperatur liegt in Wohnräumen bei 19
bis 20 Grad. Jedes Grad darüber erhöht die Heizkosten
um bis zu sechs Prozent - Geld, das sich problemlos sparen
lässt. Die Temperatur sollte in der Nacht um vier Grad
abgesenkt werden. Schlafzimmer und Flure können kühler
sein - jedoch nicht unter 16 Grad, sonst könnte Feuchtigkeit
an den Außenwänden kondensieren. Tagsüber
sollten die Türen zwischen warmen und kühlen Räumen
geschlossen gehalten werden. Beim Verlassen der Wohnung
sollte die Heizung nur runter geregelt, aber nicht komplett
ausgeschaltet werden.
2. Stoßlüften: Beim Dauerlüften über
gekippte Fenster geht viel Energie verloren. Besser mehrmals
täglich stoßlüften - im Winter 5 bis 10
Minuten und dabei die Heizkörperventile schließen.
Geschlossene Gardinen oder Rollläden verringern Wärmeverluste
in der Nacht.
3. Wärmestau vermeiden: Heizkörper müssen
die Wärme frei an die Raumluft abgeben können.
Deshalb dürfen sie nicht durch Vorhänge oder Möbel
verstellt werden. Eine zusätzliche Dämmung der
Wand hinter dem Heizkörper ist in vielen Fällen
sinnvoll. Entsprechende Dämmplatten gibt es im Baumarkt.
4. Heizkörper entlüften: Heizkörper können
nicht optimal funktionieren, wenn sich Luft in ihnen angesammelt
hat. Mit einem Entlüftungsschlüssel aus Baumarkt
oder Fachhandel lässt sich der Heizkörper schnell
und einfach entlüften.
5. Fenster und Türen abdichten: Durch undichte Türen
und Fenster entweicht kontinuierlich warme Luft aus der
Wohnung. Einfache und effektive Abhilfe gegen feuchte Zugluft
bieten selbstklebende Dichtungen zum Abdichten von Fenstern
und Türen, die man im Baumarkt bekommt.
6. Elektronische Heizkörperventile einsetzen: Mit elektronischen
Heizkörperreglern wird die Raumtemperatur nach einmaliger
Einstellung automatisch geregelt. So ist das Bad morgens
zum Duschen bereits warm, kühlt aber tagsüber
- wenn es nicht gebraucht wird - auf sparsame 16 Grad herunter.
Ein unnötiges Durchheizen nicht benutzter Räume
wird so ganz automatisch vermieden.
7. Heizung richtig einstellen und Heizungspumpe überprüfen:
Wenn Heizkörper rauschen oder ungleichmäßig
warm sind, ist meist die Heizungsanlage falsch eingestellt.
Ein Fachmann sollte die Heizung gründlich überprüfen:
Mit einem sogenannten "hydraulischen Abgleich"
sorgt er dafür, dass sich das Heizungswasser gleichmäßig
verteilt und alle Räume bedarfsgerecht mit Wärme
versorgt werden. Dabei sollte auch die Heizungspumpe überprüft
werden. Denn viele Pumpen können sich den Bedürfnissen
der Heizungsanlage nicht sinnvoll anpassen. Selbst wenn
eine geringe Pumpenleistung ausreichen würde, pumpen
Sie mit Hochdruck weiter und verschwenden dabei Strom. Effiziente
- also geregelte - Heizungspumpen schalten dagegen automatisch
hoch und runter.
8. Rohrleitungen dämmen: Laufen Heizungs- und Warmwasserrohre
durch kalte Räume - zum Beispiel im Keller - verlieren
sie einen Teil der zuvor erzeugten Wärme. Eine Dämmung
der Rohre im Keller sorgt dafür, dass die Wärme
möglichst verlustfrei die Heizkörper erreicht.
9. Oberste Geschoss- und Kellerdecke dämmen: Sind der
Dachboden oder der Keller weder ausgebaut noch beheizt,
sollten die oberste Geschossdecke und die Kellerdecke auf
jeden Fall gedämmt werden. So entweicht die Wärme
nicht länger aus beheizten Räumen. Das lässt
sich ab 25 Euro pro Quadratmeter realisieren.
Eine ausführliche Beschreibung der Tipps finden Verbraucher
in der aktuellen dena-Broschüre "Machen Sie dicht:
Energiesparen in Gebäuden". Weitere Informationen
über kleine und große Sanierungen finden Interessierte
im "Modernisierungsratgeber Energie". Die Broschüren
können unter www.zukunft-haus.info
bestellt werden.
* Berechnung der Heizkosten basierend auf: Einfamilienhaus,
150m², unsaniert, 4-Personen-Haushalt bei einem Heizölpreis
von 0,8 Euro/Liter (Durchschnitt Oktober 2007 bis September
2008) und angenommenen Heizkosten von 3.600 EUR/Jahr.
Quelle: ots
|
|