Wer 2009 ein Haus bauen
oder eine Immobilie kaufen möchte, kann mit günstigen
Zinsen rechnen. "Die Konditionen für Immobilienkredite
liegen bei etwa 4,3 Prozent. Kurz und mittelfristig ist mit
Blick auf die Wirtschafts- und Inflationsentwicklung nicht
mit steigenden Zinsen zu rechnen", sagt Kai Oppel vom
Baugeldvermittler HypothekenDiscount. Der Experte rät,
die Zinsersparnis in eine erhöhte Anfangstilgung von
mehr als zwei Prozent zu investieren. Wer sich eine Anfangstilgung
von fünf Prozent leisten kann, ist bereits nach 15 Jahren
komplett schuldenfrei.
Seit Mitte 2008 sind die Preise für Hypothekendarlehen
massiv gesunken. Für eine Erst- oder Anschlussfinanzierung
mit bis zu zehn Jahren fester Zinsbindung zahlen Kunden derzeit
nur noch knapp über vier Prozent - laut HypothekenDiscount
fast ein Prozentpunkt weniger als Mitte 2008. Fünfjährige
Darlehen können im Januar sogar ab 3,7 Prozent aufgenommen
werden.
Nicht nur künftige Eigenheimer sollten das Zinstief nutzen.
HypothekenDiscount rät auch Immobilienbesitzern mit laufenden
Krediten, jetzt Forwarddarlehen zu prüfen. "Wer
in einigen Jahren eine Anschlussfinanzierung benötigt,
kann sich mit einem Vorratsdarlehen jetzt die aktuellen Zinsen
sichern."
Die günstigen Finanzierungsbedingungen sind auf die
Finanzkrise zurückzuführen. "Schlechte Konjunkturnachrichten
verunsichern die Märkte. In Deutschland meldet die
Exportwirtschaft gerade den stärksten Einbruch seit
17 Jahren", sagt Oppel. Auch der Auftragseingang der
deutschen Industrie brach im Vormonatsvergleich um sechs
Prozent ein. Der Rückgang übertrifft bisherige
Befürchtungen. Volkswirte rechnen heuer mit einem Schrumpfen
der deutschen Wirtschaftsleistung um bis zu drei Prozent.
Noch immer sind die Finanz- und Kapitalmärkte laut
HypothekenDiscount nicht voll funktionsfähig. Die größten
Hoffnungen liegen weiterhin auf der Geldpolitik der internationalen
Notenbanken und den staatlichen Hilfen. Die zweite Runde
der Konjunkturprogramme läuft in Asien, Amerika und
Europa bereits auf Hochtouren.
"Nachdem bereits seit Dezember die amerikanische und
die japanische Notenbanken eine Nullzins-Politik praktizieren,
um die Kreditmärkte zu beleben, bewegt sich inzwischen
auch die britische Notenbank auf die Null vor dem Komma zu",
sagt Oppel. Wegen der düsteren Konjunkturaussichten senkte
die Bank of England in der zweiten Januarwoche den Leitzins
auf 1,5 Prozent. Die erneute Zinssenkungsrunde setzt laut
HypothekenDiscount die Notenbankchefs in der Eurozone unter
Druck.
Wie stark sich die lockere Geldpolitik und staatliche Konjunkturhilfen
auf die Preise langfristiger Kredite auswirken, ist nicht
eindeutig vorherzusagen. Vieles spricht aber dafür, dass
die Renditen sicherer Staatsanleihen in den kommenden Wochen
tendenziell weiter fallen: erstens weil sich die Inflationserwartungen
weiter abflauen, und zweitens weil die Anleger ihre Flucht
in sichere Staatspapiere fortsetzen. Das treibt die Kurse
hoch und die Renditen in Keller. Hypothekenkredite sollten
vor diesem Hintergrund weiterhin günstig bleiben.
Mehr Infos unter www.hypothekendiscount.de
Quelle: ots |
|