200 bekannte Virenarten
können eine Erkältung auslösen, indem sie die
Zellen der Nasen- und Rachenschleimhaut befallen und sich
dort vermehren. Spezialisierte Abwehrzellen setzen chemische
Botenstoffe frei, die zu den typischen Erkältungssymptomen,
wie Halsschmerzen mit Schluckbeschwerden, Husten, Schnupfen
und Gliederschmerzen führen. Das Immunsystem wird mit
dem banalen Infekt zwar leicht fertig, allerdings sind die
typischen Symptome lästig. Doch gegen viele Erkältungssymptome
schaffen einfache Hausmittel Abhilfe.
Pflanzen selbst produzieren Abwehrstoffe um sich vor Pilzen,
Bakterien und Viren zu schützen und können somit
antibakteriell, schmerzstillend und entzündungshemmend
wirken.
Als Hausmittel gegen die einsetzende Erkältung der harmloseren
Art hilft unter anderem ein Holunderblütentee. Heiß
getrunken, am besten mit Honig gesüßt, bringt er
den Körper dazu, kräftig zu schwitzen und sich so
gegen die drohende Erkrankung zu wehren. Selbst Fußbäder
mit Salz wärmen den Körper richtig durch und helfen
ebenfalls, einer Erkältung zuvor zu kommen.
Wen der Schnupfen plagt, der sollte die Nase mit Kochsalz
(Natriumchlorid) spülen. So können Bakterien und
Viren von den Schleimhäuten gespült werden, die
Nase wird befreit und das Sekret kann abfließen. Ätherische
Öle, vor allem Eukalyptus und Minze können bei
verstopfter Nase auch Erleichterung bringen, da sie den
Schleim lösen und so helfen, den Schnupfen schneller
zu besiegen. Kopfdampfbäder mit Salz oder Thymian halten
die Atemwege feucht und die Schnupfennase kann wieder besser
durchatmen.
Gegen Husten sind viele Kräuter gewachsen. Pflanzenextrakte,
die den Husten lindern finden sich zum Beispiel in Thymian,
Lindenblüten oder Spitzwegerich. Da Zwiebeln schleimlösende
und antimikrobiell wirkende Substanzen enthalten, hilft gegen
den lästigen Husten ebenfalls ein Zwiebelsirup sowie
ein ?aufguss. Ein altes Hausmittel, das den Hustenreiz lindert
und zur Nachtruhe verhilft, ist ein Hustenbier, bestehend
aus warmem Bier und flüssigem Honig. Hustensäfte,
-tropfen oder ?bonbons mit Wirkstoffen aus Efeublättern,
Anis, Eukalyptus, Eibisch, Fenchel und Thymian erleichtern
das Abhusten. Erkältungsbalsam oder Kapseln, die ätherische
Öle aus Eukalyptus und Thymian enthalten, dienen ebenfalls
diesem Zweck.
Fieber ist ein Ausdruck einer Immunreaktion des Körpers
und unterstützt die Heilung. Erst ab etwa 39° oder
bei länger andauerndem Fieber kann die Temperatur mit
Holunderblüten- und Lindenblütentee ebenso wie durch
die Anwendung von Wadenwickeln gesenkt werden.
Erkältungsbäder dienen gleich mehreren Zwecken:
Sie erhöhen künstlich die Körpertemperatur
und aktivieren so das Immunsystem. Darüber hinaus fördern
sie die Durchblutung der entzündeten Bereiche, was die
Schleimlösung begünstigt. Badezusätze wie Heublumenextrakt
können den Effekt unterstützen und die den Bädern
zugesetzten ätherischen Öle verdampfen und werden
inhaliert.
Gegen Schmerzen in Rachen und Hals hilft nicht nur ein warmer
Hals- oder Kartoffelwickel, der die Durchblutung fördert
und somit die lokale Abwehr stärkt, sondern auch das
Gurgeln mit Salbei-, Kamillen- oder Salzwasserlösungen.
Die Substanzen wirken desinfizierend und entzündungshemmend.
Fencheltee hingegen beruhigt den Hals, vor allem, wenn er
mit Honig gesüßt ist. Honig hat von Natur aus ein
antibakterielles Potenzial, das im Erkältungsfall helfen
kann.
Selbst eine kräftige Hühnerbrühe hat sich inzwischen
als heilsames Hausmittel bewährt.
Dauert ein Schnupfen oder Husten aber länger als eine
Woche, steigt das Fieber hoch oder fühlt sich der Patient
sehr schlecht, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.
Quelle: www.Gesundheit-
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