Konjunkturpaket
für Wohneigentümer
Wer jetzt saniert, spart doppelt |
Eigenheimbesitzer profitieren
bei der energetischen Sanierung ihres Hauses ganz besonders
vom Konjunkturpaket: Sie sparen nicht nur Heizkosten, sondern
genießen zudem Vorteile durch zinsvergünstigte
Kredite, Zulagen aus dem CO2-Gebäudesanierungsprogramm
und eine bessere steuerliche Absetzbarkeit von Handwerkerrechnungen.
Die schlechte Nachricht zuerst: Rund jedes zweite Wohngebäude
in Deutschland ist zwischen 30 und 60 Jahre alt und damit
in absehbarer Zeit sanierungsbedürftig. So rechnet man
bei Fassaden mit einer durchschnittlichen Lebensdauer von
30 bis 45 Jahren - dann besteht jedoch dringender Handlungsbedarf,
um die Außenhülle des Hauses zu erhalten. Damit
das verschönte Heim auch zum Sparmodell wird, kombiniert
man die Renovierung am Besten mit einer energetischen Modernisierung.
Allein ein Wärmedämmverbundsystem zur Isolierung
der Außenwände senkt den Heizenergieverbrauch um
bis zu 50 Prozent. In Kombination mit weiteren Maßnahmen
wie Bodendämmung, Fenstererneuerung und Heizungsmodernisierung
lassen sich nach Angaben der Deutschen Energie-Agentur (dena)
sogar Einsparungen von bis zu 80 Prozent realisieren.
Weiterer Vorteil: Der Staat hilft jetzt beim Energiesparen
mit.
"Hausbesitzer sollten deshalb eine anstehende Renovierung
langfristig planen und sich möglichst im Vorfeld Rat
bei einem Fachhandwerker oder Energieberater holen",
empfiehlt Dr. Wolfgang Setzler, Geschäftsführer
des Fachverbands Wärmedämmverbundsysteme. "Muss
ohnehin der Putz erneuert werden, dann schlägt eine fachgerechte
Wärmedämmung je nach Objekt nur mit Mehrkosten von
rund 25 bis 50 Euro pro Quadratmeter zu Buche." Während
ein ungedämmtes Einfamilienhaus von 100 Quadratmetern
Wohnfläche leicht 2.000 bis 2.500 Liter Heizöl pro
Jahr verbraucht, sinkt der Bedarf nach der Sanierung oftmals
unter 1.000 Liter. "Damit wären die Mehrkosten für
die Dämmung - je nach Heizölpreis, der perspektivisch
weiter steigen wird - nach etwa zehn Jahren amortisiert",
so Setzler.
Klimaschutz mit Steuerbonus, Zuschuss oder Zinsrabatt
Weil ein niedriger Energieverbrauch neben dem eigenen Geldbeutel
auch die Umwelt schont, wird die energetische Sanierung zusätzlich
vom Staat belohnt: Im Rahmen des CO2-Gebäudesanierungsprogramms
können Hauseigentümer bei der Kreditanstalt für
Wiederaufbau zinsgünstige Kredite oder einen Zuschuss
beantragen. Das bereits seit 2006 bestehende Programm wurde
durch das Konjunkturpaket im Januar 2009 noch einmal deutlich
aufgestockt: So werden bei Ein- und Zweifamilienhäusern
jetzt auch Einzelmaßnahmen wie die Außenwanddämmung
gefördert. Die Hauseigentümer können dafür
einen günstigen Kredit über die KfW-Förderbank
in Anspruch nehmen: Die Zinsvergünstigungen für
bis zu 50.000 Euro sind für zehn Jahre festgeschrieben,
sogar eine 100-Prozent-Finanzierung ist möglich. Wenn
genügend Eigenkapital vorhanden ist, wird auf Antrag
auch ein Investitionszuschuss von bis zu 2.500 Euro gewährt.
Neben der direkten Förderung wurden auch die steuerlichen
Rahmenbedingungen verbessert: Bei Handwerkerrechnungen können
jetzt 20 Prozent der Arbeitskosten von der Steuer abgesetzt
werden. Maximal werden dabei Rechnungen von 6.000 Euro pro
Jahr berücksichtigt, sodass man bis zu 1.200 Euro von
der Steuerschuld abziehen kann.
Über den Fachverband Wärmedämmverbundsysteme
Der Fachverband Wärmedämmverbundsysteme ist ein
Zusammenschluss führender Hersteller von Wärmedämmverbundsystemen,
auf die zusammen etwa 90 Prozent des bundesdeutschen Absatzes
entfallen.
Kontakt: Fachverband Wärmedämm-Verbundsysteme E.V.
Dr. Wolfgang Setzler/Carmen Franke
Fremersbergstraße 33, 76530 Baden-Baden,
Tel.: 07221 / 3009890, Fax: 07221 / 3009899.
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