Zusätzliche
Mittel für Bundesbauten und erleichterte Vergabeverfahren
Tiefensee: Bildung, Forschung und Kultur profitieren |
Die Bundesregierung stellt
mit dem zweiten Konjunkturpaket insgesamt zusätzliche
750 Millionen Euro für Investitionen in Liegenschaften
des Bundes bereit. Ein Drittel dieser Gelder erhalten Institutionen,
die auf Grund ihrer Bedeutung vom Bund gefördert werden:
Dazu gehören Forschungseinrichtungen wie die Helmholtz-Gemeinschaft,
die Max-Planck- und die Fraunhofer-Gesellschaft sowie Kultur-
und Bildungseinrichtungen wie die Stiftungen Preußischer
Kulturbesitz, Preußische Schlösser und Gärten,
Weimarer Klassik und viele andere wichtige Institutionen in
unterschiedlichsten Bereichen.
Tiefensee: "Wir können jetzt wichtige Bauaufgaben
in Angriff nehmen, die ansonsten noch Jahre in der Warteschleife
wären. Gesellschaftlich wichtige Projekte kommen voran,
Betriebskosten und Energiebedarf werden reduziert. Damit stärken
wir Bildung, Forschung und Kultur, sichern Arbeitsplätze
und entlasten gleichzeitig die Haushalte der zukünftigen
Generation."
Je ein Drittel der Mittel gehen in militärische und zivile
Bundesliegenschaften. Schwerpunkt ist die Verbesserung der
Energieeffizienz. Außerdem hat der Bundesbauminister
auf zwei Jahre befristet das Vergaberecht vereinfacht, um
die Maßnahmen zu beschleunigen. Seit Anfang Februar
können Aufträge für Baumaßnahmen bis
100.000 Euro ohne Ausschreibung vergeben werden, bis zu 1
Million Euro im beschränkten Bewerberverfahren. Damit
werden für über 90 Prozent der öffentlichen
Bauaufträge kürzere Vergabeverfahren ermöglicht.
Gleichzeitig werden die für Baumaßnahmen des Bundes
geltenden internen Verfahren entbürokratisiert. Durch
die Anhebung der Schwellenwerte für "kleine Baumaßnahmen"
von 1 auf 5 Millionen Euro können rund 80 Prozent der
Projekte um bis zu sechs Monate früher vergeben werden.
Bundesbauminister Tiefensee forderte die Länder und Kommunen
auf, diese Regeln im eigenen Zuständigkeitsbereich zu
übernehmen: "Nur ein kleiner Teil des Bauvolumens
der öffentlichen Hand liegt beim Bund. Der überwiegende
Teil liegt bei den Ländern und Kommunen. Die Wirksamkeit
dieser Maßnahmen kann deshalb wesentlich verbessert
werden, wenn die Regelungen auch für die Länder
und Kommunen eingeführt werden", so Tiefensee. |
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