Bundesbauminister Wolfgang
Tiefensee hat gemeinsam mit KfW und dena die neuen Förderprogramme
zum energieeffizienten Bauen vorgestellt. Die Programme wurden
zur Umsetzung der 1,5 Milliarden Euro aus dem ersten Konjunkturpaket
verbraucherfreundlich umstrukturiert und starten zum 1. April.
"Die CO2 - Gebäudesanierung ist eine Erfolgsgeschichte.
Jetzt kommt eine neue, zielgenaue und verbraucherfreundliche
Generation von Förderprogrammen auf den Markt. Damit
motivieren wir noch mehr Eigentümer dazu, das Einsparpotenzial
ihrer Häuser auszuschöpfen", sagte Tiefensee.
Neben der Straffung der bestehenden Programme für die
Sanierung und den Neubau von Wohnbauten werden zum 1. April
zwei neue Programme starten.
"Das Programm "Altersgerecht Umbauen" zielt
auf die Bewältigung des demografischen Wandels. Mit Krediten
zu besonders billigen Zinsen können die Wohnungen so
umgebaut werden, dass ein unbeschwertes Leben im Alter möglich
ist", so Tiefensee.
"Mit dem zweiten neuen Programm "Investitionsoffensive
Infrastruktur" helfen wir finanzschwachen Kommunen, den
Eigenanteil zu finanzieren, der für die Sanierung der
öffentlichen Gebäude aufgebracht werden muss."
Wie das energieeffiziente Bauen in der Praxis wirtschaftlich,
attraktiv und marktgerecht aussehen kann, wurde in einem Altbau
in Berlin-Treptow illustriert. Mit der umfassenden Sanierung
eines Miethauses aus der Gründerzeit konnte der Niedrigenergiestandard
erreicht werden. Der Energieverbrauch einer Wohnung konnte
um 85 Prozent reduziert werden. Durch die dadurch erreichte
Einsparung von Heizkosten rechnet sich die Investition mit
KfW-Förderung für die Bauherren innerhalb von zehn
Jahren.
Wolfgang Kroh, Vorstand der KfW Bankengruppe erläuterte:
"Die Förderung von energieeffizientem Wohnbau wird
jetzt für Neubau und Altbausanierung in zwei KfW-Programmen
gebündelt. Das macht die Programme übersichtlicher
und die Förderkriterien vergleichbar. Es gilt die einfache
Formel: Je höher die Energieeffizienz des Gebäudes,
umso attraktiver ist die Förderung."
Einheitlicher Förderstandard für Neubau und Sanierung
wird zukünftig das neue "Effizienzhaus" sein.
Diese Marke knüpft an das erfolgreiche KfW-Energiesparhaus
im Neubau an und erweitert es um den Bereich der Sanierung.
Stephan Kohler, Geschäftsführer der dena, erläutert:
"Mit der neuen Marke 'Effizienzhaus' wird das energieeffiziente
Bauen und Sanieren einfacher und transparenter gemacht. Es
ist ein Qualitätslabel, das Häuser auszeichnet,
deren Energieeffizienz besser ist, als der Gesetzgeber in
der Energieeinsparverordnung fordert - egal ob im Neubau oder
bei sanierten Häusern. Effizienzhäuser spielen also
auf dem Immobilienmarkt in der ersten Liga. Mit dem neuen
Gütesiegel wird der Markt der hocheffizienten Häuser
besser überschaubar, denn es sorgt für einen verlässlichen
Standard. Das ist auch dringend nötig."
Das "Effizienzhaus"-Label setzt die gleichen Qualitätsmaßstäbe
wie die Förderprogramme der KfW. Es soll mit dem Inkrafttreten
der neuen Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) im Herbst auf
den Markt gebracht werden. Bauträger oder Fertighaushersteller
können ihre Häuser mit diesem Label bewerben, Eigentümer
können das Label auch nach Bau- oder Sanierungsabschluss
für ihr Haus erhalten. |
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