| Kürzlich haben die Europäische Kommission
und die Europäische Umweltagentur den jährlichen Bericht über
die Qualität der Badegewässer vorgestellt. Aus dem Bericht
geht hervor, dass die überwiegende Mehrzahl der Badeorte in
der EU 2008 den Hygienestandards entsprachen.
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Während dieser Badesaison erfüllten etwa 96 % der
Badegewässer an der Küste und 92 % der Badegewässer
in Flüssen und Seen die Mindestanforderungen. Der Bericht
gibt den Millionen von Besuchern, die jeden Sommer an die
europäischen Strände kommen, nützliche Informationen
zur Wasserqualität an die Hand.
Hierzu erklärte EU-Umweltkommissar Stavros Dimas:
"Gute Badegewässerqualität ist eine wesentliche
Voraussetzung für das Wohlergehen der europäische
Bürger und für die Umwelt - und dies gilt auch
für alle anderen Gewässer. Ich freue mich festzustellen,
dass sich die Qualität aller Badegewässer in der
EU verbessert."
Frau Prof. Jacqueline McGlade, Leiterin der Europäischen
Umweltagentur, ergänzte: "Mit Informationsquellen
wie dem jetzigen Bericht und unseren Internet-Suchfunktionen
können die Bürger nicht nur die Qualität
der Badegewässer in ihrer Gemeinde oder an ihrem Ferienziel
feststellen, sondern auch selbst stärker in den Schutz
ihrer Umwelt einbezogen werden."
Anhaltende Verbesserung der Badegewässerqualität
Jeden Sommer fahren Millionen EU-Bürger an die Strände,
um die Sonne zu geniessen und sich im erfrischenden, sauberen
Wasser abzukühlen. Damit die Verbraucher ihre Strände
in Kenntnis der Sachlage auswählen können, veröffentlicht
die Kommission anhand der Angaben, die ihr die Mitgliedstaaten
zur Gewässerqualität in ihren Gebieten übermitteln,
alljährlich einen Bericht über die Qualität
der Küsten- und Binnengewässer. Dieses Jahr wurde
der Bericht von der Europäischen Umweltagentur EEA
erstellt, die auf ihrer Website auch Karten und Tabellen
mit genauen Daten zu den einzelnen Badegewässern veröffentlicht.
2008 wurden 75 Badeorte mehr als im Vorjahr überwacht.
Von den 21 400 EU-weit überwachten Gebieten lagen zwei
Drittel an der Küste und der Rest an Flüssen und
Seen. Die grösste Zahl der Küstengewässer
befindet sich in Italien, Griechenland, Frankreich, Spanien
und Dänemark; in Frankreich und Deutschland liegen
die meisten Binnen-Badegewässer.
Seit 1990 hat sich die Qualität der Badegewässer
insgesamt deutlich verbessert. Zwischen 1990 und 2008 ist
die Zahl der Badegewässer, bei denen die verbindlichen
Werte (Mindestqualitätsanforderungen) eingehalten sind,
von 80 % auf 96 % (Küstengewässer) bzw. von 52
% auf 92 % (Binnengewässer) gestiegen. Zwischen 2007
bis 2008 hat sich die Einhaltung der Werte sowohl bei Binnen-
als auch bei Küstengewässern um weitere 1,1 bzw.
3,3 Prozentpunkte verbessert.
Überwachung nach der neuen Badegewässer-Richtlinie
in zwölf Mitgliedstaaten
Als Badegewässer gelten Gebiete, in denen das Baden
ausdrücklich erlaubt ist oder in denen traditionell
viele Menschen baden, ohne dass dies verboten ist.
Zur Feststellung der Qualität werden Badegewässer
anhand einer Reihe von physikalischen, chemischen und mikrobiologischen
Parametern getestet, für die in der Badegewässer-Richtlinie[1]
verbindliche Werte vorgeschrieben sind. Die Mitgliedstaaten
müssen die verbindlichen Werte einhalten, können
aber auch strengere Vorschriften oder unverbindliche Richtwerte
festlegen.
2006 trat die neue Badegewässer-Richtlinie[2] in Kraft,
bei der die Parameter und Überwachungsvorschriften
auf der Grundlage der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse
überarbeitet wurden. In der neuen Richtlinie wird mehr
Wert darauf gelegt, die Öffentlichkeit über die
Qualität der Badegebiete zu informieren. Die Mitgliedstaaten
haben bis 2015 Zeit, um die neue Richtlinie vollständig
umzusetzen, aber in zwölf Mitgliedstaaten (Zypern,
Dänemark, Estland, Finnland, Deutschland, Ungarn, Lettland,
Litauen, Luxemburg, die Slowakei, Spanien und Schweden)
wurden die Badegebiete schon während der Badesaison
2008 nach den Parametern der neuen Richtlinie überwacht.
Über die Europäische Umweltagentur (EUA)
Die EUA hat ihren Sitz in Kopenhagen. Die Agentur hat sich
zum Ziel gesetzt, durch die zeitnahe Übermittlung von
zielgerichteten, wichtigen und zuverlässigen Informationen
an Entscheidungsträger und die Öffentlichkeit
zu einer massgeblichen und messbaren Verbesserung der Umwelt
Europas beizutragen.
Infos auch unter: www.eea.europa.eu/de
Quelle: ots |
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