Die Nachfrage nach mobilem
Internet hält sich unter deutschsprachigen Internetnutzern
noch in Grenzen. Dies geht aus den Ergebnissen einer Umfrage
der Consulting-Firma Fittkau & Maaß www.fittkaumaass.de,
bei der über 120.000 Personen befragt wurden, hervor.
Demzufolge verfügen
zwar immerhin 44 Prozent der deutschsprachigen Internetnutzer
auch auf ihrem Mobiltelefon über einen Internetzugang.
Allerdings stellte sich heraus, dass nur ein sehr kleiner
Anteil der Nicht-Nutzer (fünf Prozent) in den kommenden
sechs Monaten vor hat, sich einen mobilen Internetzugang auf
dem Handy zuzulegen. |
Internet am Handy wird als teuer und unkomfortabel eingestuft
(Foto: pixelio.de, Niko Korte)
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Laut dem Report spielt die Online-Nutzung via Mobiltelefon
für viele Handybesitzer derzeit nur eine Nebenrolle.
Demnach werde das Senden und Empfangen von SMS-Nachrichten
von zwei Dritteln der Nutzer täglich genutzt, ins Web
wählt sich via Mobiltelefon allerdings nur jeder Vierte
ein - und das nur einmal pro Woche.
Manfred Breul, Telekommunikationsexperte beim Bundesverband
Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien
e.V. www.bitkom.org,
beobachtet im Gespräch mit pressetext jedoch einen gegenteiligen
Trend auf dem deutschen Markt: "Die Entwicklung geht
ganz eindeutig in die Richtung, dass die Internetnutzung am
Mobilgerät deutlich zunimmt." Der Experte argumentiert,
dass viele Nutzer bei der Inanspruchnahme von Diensten am
Handy, wie etwa Fahrplanauskünfte oder Abruf von E-Mails,
gar nicht realisieren würden, dass sie darauf über
das Internet zugreifen.
Im Zuge der Studie wurden von den Befragten zudem mangelnder
Komfort und hohe Kosten als Hauptgründe dafür angegeben,
nicht via Handy ins Internet einzusteigen. "Die mobile
Internetnutzung unterscheidet sich natürlich von jener
zuhause am Computer. Viele Dienstanbieter optimieren ihre
Angebote mehr und mehr für die Darstellung am Mobilgerät.
So erschließt sich der Charme der mobilen Internetnutzung
erst richtig", erklärt Breul. In puncto Kosten rät
der Bitkom-Experte, sich von alten Mobilfunkverträgen,
die ursprünglich gar nicht für die mobile Internetnutzung
vorgesehen waren und dadurch zu höheren Kosten führen
können, zu trennen und auf günstigere Angebote umzusteigen
oder um einen Optionstarif für die mobile Internetnutzung
zu erweitern.
In Deutschland und Österreich gebe es bereits einige
günstige Flat-Rate-Angebote für Internet am Handy,
so Breul.
Besitzer von benutzerfreundlichen Smartphones sind häufig
Gutverdiener und verwenden diese Geräte sehr häufig
für den mobilen Zugriff auf das Internet. Im Gegensatz
dazu halten sich laut Studie die Besitzer von herkömmlichen
internetfähigen Handys in diesem Bereich noch deutlich
zurück. Damit die Nutzung von mobilem Internet in Zukunft
nicht den Smartphone-Besitzern überlassen bleibt, stellen
die Studienautoren einige Forderungen. Einerseits sollten
die Telekommunikationsdienstleister neue, attraktive Tarife
einführen, andererseits appelliert man auch an die
Handy-Hersteller, einen nutzerfreundlicheren, komfortablen
Abruf von Internetseiten zu ermöglichen. Breul erklärt
gegenüber pressetext, dass heutzutage kaum mehr ein
Mobilgerät ausgeliefert werde, das überhaupt keine
Möglichkeit biete, sich mit dem Internet zu verbinden.
Viele Standards von Smartphones gingen im Laufe der Zeit
auch auf die herkömmlichen Handys über, zum Beispiel
MP3-Player oder eine integrierte Kamera. "Dies wird
sich auch in Zukunft fortsetzen, da sich auch die Nachfrage
in diese Richtung entwickelt", stellt Breul abschließend
fest.
Quelle: pte |
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