"All überall auf
den Tannenspitzen... sah ich goldene Lichtlein blitzen".
Denn erst die Lichter machen den Weihnachtsbaum richtig weihnachtlich,
ihr Schein bringt die bunten Glaskugeln und das Lametta zum
glänzen und funkeln. Den Baum kann man entweder mit einer
Lichterkette oder mit echten Kerzen beleuchten, wobei das
warme, wohlig flackernde Licht einer Kerzenflamme die Atmosphäre
erst richtig weihnachtlich macht.
Der Überlieferung nach wurde 1611 erstmals
ein Weihnachtsbaum von der Herzogin Dorothea Sibylle von Schlesien
mit Kerzen geschmückt. Wenn einige Sicherheitshinweise beachtet
werden, ist der Gebrauch von echten Weihnachtsbaum-Kerzen
völlig ungefährlich: Brennende Kerzen dürfen nie unbeaufsichtigt
gelassen werden. Die Kerzen sollten darüber hinaus nicht direkt
übereinander, sondern immer versetzt und mit mindestens 15
cm Abstand voneinander befestigt werden. Ein Feuerlöscher
oder ein mit Wasser gefüllter Eimer sollten für den Notfall
in der Nähe des Baums bereitstehen.
Die Weihnachtsbaumkerzen sind in den aktuellen Trendfarben
sowie in klassischem Weiß erhältlich. Kerzen aus bzw. mit
Bienenwachs duften wunderbar nach Honig und lassen Kindheitserinnerungen
wach werden. Gerade zu Weihnachten, wenn viele Kerzen gleichzeitig
brennen, gilt: auf Kerzen mit dem RAL-Gütezeichen achten,
denn sie brennen ruß- und raucharm ab und enthalten keine
gesundheitsgefährdenden Stoffe. |

Kinderaugen strahlen beim Anblick dieses nostalgischen Weihnachtsbaumes,
der über und über mit selbst gebasteltem Schmuck
dekoriert wurde und von vielen Baumkerzen mit dem RAL-Gütezeichen
in warmes Licht getaucht wird.
Foto: Gütegemeinschaft Kerzen
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Die Geschichte des Weihnachtsbaums
Immergrüne Pflanzen sind schon seit vielen Jahrhunderten in
verschiedenen heidnischen Kulturen ein Symbol von Fruchtbarkeit
und Lebenskraft. So war das Grün der Blätter im strengen Winter
ein Zeichen der Hoffnung auf den bald wiederkehrenden Frühling.
Im antiken Rom schmückte man die Häuser mit Lorbeerkränzen.
In weiter nördlich liegenden Gegenden hingen in der kalten
Jahreszeit Tannenzweige im Haus, um bösen Geistern das Eindringen
zu erschweren. Im Mittelalter wurde ein geschmückter Baum
erstmals schriftlich erwähnt: In Freiburg stellten die Bäcker
zu Weihnachten 1419 einen Baum auf, der mit Süßigkeiten behängt
war. An Neujahr durften die Kinder ihn dann schütteln und
plündern.
Bereits zu Anfang des 17. Jahrhunderts war das Aufstellen
eines geschmückten Christbaumes eine verbreitete Tradition,
wobei sich anfangs nur die obere Bevölkerungsschicht einen
Weihnachtsbaum leisten konnte, da Tannenbäume in Mitteleuropa
recht selten und dementsprechend teuer waren. Um 1830 entstanden
die ersten Weihnachtsbaumkugeln aus Glas, Lametta wurde um
1878 entwickelt. Vor der Mitte des 19. Jahrhunderts an wurden
verstärkt Tannen- und Fichtenwäldchen angelegt, um die gestiegene
Nachfrage nach den Bäumen zu decken. Der Weihnachtsbaum setzte
seinen Siegeszug um die Welt fort: Ein deutscher Auswanderer
brachte die Tradition 1848 mit in die Vereinigten Staaten.
Im Jahr 1882 wurde, ebenfalls in den USA, der erste Baum mit
elektrischen Lichtern beleuchtet, und 1891 bekam auch der
amerikanische Präsident einen eigenen Weihnachtsbaum in seinem
Amtssitz. |
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