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Anstieg der Schwarzarbeit im Baugewerbe

Zunahme der Verdachtsbaustellen um 5 Prozentpunkte;
Erfolgsquote beim Zoll: 76 %;
Aufnahme der Soka-Bescheinigung in das Vergabegesetz gefordert
Im Kampf gegen Schwarzarbeit in der Bauwirtschaft kann die Fachgemeinschaft Bau für das vergangene Jahr eine positive Bilanz verzeichnen. Die Baustellenläufer des Verbandes haben in Berlin 428 Baustellen genauer überprüft und in knapp der Hälfte der Fälle Anzeichen für illegale Beschäftigung festgestellt. Im Vergleich zu den Jahren 2009 und 2010 hat sich die Quote der verdächtig geprüften Baustellen somit jeweils um fünf Prozentpunkte erhöht. "Schwarzarbeit am Bau ist damit nach wie vor ein zentrales Thema der Branche. Es ist und bleibt das Hauptproblem", kommentiert Hauptgeschäftsführer Reinhold Dellmann das Ergebnis. "Wir müssen der Schwarzarbeit weiterhin verstärkt unsere Aufmerksamkeit schenken." Aus der Statistik der Fachgemeinschaft Bau geht zudem hervor, dass alle verdächtig geführten Baustellen an den Zoll gemeldet wurden. Ging dieser den Hinweisen des Verbandes nach, konnte er in 76 % der von ihm geprüften Fälle Schwarzarbeit am Bau ausfindig machen. Erfahrungsgemäß wird sich die Quote noch etwas erhöhen, da vom Zoll bislang nicht alle Baustellen ausgewertet werden konnten. Vor allem auf den Baustellen des Hochbaus tritt illegale Beschäftigung häufig auf. 96 % aller von der Fachgemeinschaft Bau untersuchten Baustellen lagen in diesem Tätigkeitsbereich.
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