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Fachkräfte-Lücke in der Baubranche deutlich erkennbar

11.04.2012

Ausbildung als entscheidendes Mittel zur Fachkräftesicherung / Schulabgänger für Bauberufe vorqualifizieren / Schulen und öffentliche Hand müssen ebenfalls Beitrag zur Fachkräftesicherung leisten

Berlin, 04.04.2012. Der demografische Wandel ist am Bau in Berlin und Brandenburg immer mehr spürbar. Während die Unternehmen seit einiger Zeit nicht mehr genügend geeignete Auszubildende finden, ist diese Lücke nun bei den Fachkräften bemerkbar. 42 Prozent der Betriebe in Berlin und 45 Prozent der Unternehmen in Brandenburg halten den Fachkräftemangel laut einer aktuellen Branchenumfrage für eines der größten Probleme der Bauwirtschaft. „Das Ergebnis ist ein alarmierendes Zeichen. Damit sich die Zahlen nicht über Jahre fortschreiben, setzen wir frühzeitig an, um unsere Branche für junge Leute wieder attraktiver zu machen“, sagte Michael Schrobsdorff, Präsident der Fachgemeinschaft Bau.

Als entscheidendes Mittel zur Fachkräftesicherung sieht der Verband die Ausbildung. Hier sind neue Wege gefragt. In der Vergangenheit war eine Lehre auf dem Bau nicht immer Erstwunsch der jungen Leute. Die Fachgemeinschaft Bau beschreitet daher neue Pfade. Neben den klassischen Angeboten konzentriert sie sich auf junge Leute mit Schulabschluss, die aber noch nicht über die benötigte Ausbildungsreife verfügen. Damit diesen Jugendlichen eine Lehre ermöglicht wird, sollen sie unter anderem in Berufsintegrationsmaßnahmen für das Baugewerbe vorqualifiziert werden. „Mit einem ähnlichen Kurs haben wir im vergangenen Jahr im Berufsförderungswerk unseres Verbandes sehr gute Erfahrungen gemacht. 45 Prozent der Teilnehmer konnten auf diesem Weg in ein reguläres Ausbildungsverhältnis übernommen werden“, berichtete Michael Schrobsdorff auf der Jahrespressekonferenz der Fachgemeinschaft Bau. Unternehmen, die zuvor keine Auszubildenden gefunden hätten, konnten durch dieses Projekt ihre Lehrstellen wieder besetzen.

Der Rückgang der Ausbildungszahlen im Berliner und Brandenburger Baugewerbe ist extrem. Im Jahr 2000 lernten 4.288 junge Leute in der Branche. 2011 waren es nur noch 1.240 Auszubildende. Damit die Zahl nicht noch weiter sinkt, fordert der Verband auch die Politik auf, dem Fachkräftemangel entschieden entgegenzutreten. Um junge Leute auf eine praxisnahe Ausbildung vorzubereiten, muss in der Schule die Vermittlung von elementaren Grundfertigkeiten im mathematischen Bereich stärker in den Vordergrund rücken. Zudem benötigt die Bauwirtschaft die Unterstützung der öffentlichen Hand. „Durch eine Konzentration der öffentlichen Mittel auf Integrationsmaßnahmen für Schulabgänger können wir dem Fachkräftemangel gemeinsam und verstärkt entgegnen. Der demografische Wandel stellt nicht nur eine wirtschaftliche, sondern eine gesellschaftliche Herausforderung dar“, so Präsident Michael Schrobsdorff.

Die Fachgemeinschaft Bau Berlin und Brandenburg e.V. vertritt die Interessen der mittelständischen Bauwirtschaft in Berlin und Brandenburg. Mit ihren rund 900 Mitgliedern ist sie der größte Bauarbeitgeber- und Bauwirtschaftsverband in der Region. Als Mitglied ist die Fachgemeinschaft Bau zudem im Zweckverbund Ostdeutscher Bauverbände (ZVOB) organisiert, der mit seinen ca. 2.600 Mitgliedern als größter ostdeutscher Spitzenverband die Anliegen der ostdeutschen Bauwirtschaft gegenüber Bundes- und Landespolitik vertritt.

 

  Quelle: Quelle: www.fg-bau.de


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