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2 Millionen für Industrie-4.0-Startup

13.11.2019

Das Münchner Startup remberg hat eine Software entwickelt, die es Herstellern, Dienstleistern und Betreibern von industriellen Maschinen ermöglicht, alle relevanten Serviceprozesse in einer Plattform abzubilden. Fly Ventures und Speedinvest führen die Seed-Finanzierungsrunde an.

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Durch die internationale Konkurrenz und die Konjunkturschwankungen sinken die Preise und Absatzzahlen für industrielle Maschinen. Das Geschäft bewegt sich verstärkt in Richtung Services. Damit steigt der Druck auf die Hersteller, da aktuell die wenigsten die Ressourcen haben, ihr Servicegeschäft vollumfänglich zu digitalisieren. Das Unternehmen remberg hat hierfür eine cloud-basierte Software entwickelt, die es ermöglicht, alle wichtigen Serviceprozesse wie Wartung- und Instandhaltung rund um die Maschine zu digitalisieren und dem Hersteller so die Möglichkeit zu geben, seinen Kunden Dokumentation, Serviceanfragen und Ersatzteilbestellungen digital anzubieten. After-Sales Umsätze beinhalten im Schnitt 2,5-mal so viel Marge wie Neuverkäufe von Maschinen.

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Das Münchner Startup remberg digitalisiert mit seiner cloud-basierten Software alle wichtigen Serviceprozesse rund um industrielle Maschinen.

Fotos: © remberg

Für die weitere Entwicklung ihrer sogenannten Asset-Relationship-Management Software haben die vier Münchner Gründer David Hahn, Julian Madrzak, Hagen Schmidtchen und Cecil Wöbker nun eine Seed-Finanzierung von 2 Millionen Euro von den VC-Fonds Fly Ventures und Speedinvest sowie weiteren Business Angels erhalten. „Die Lösung von remberg bringt das Servicegeschäft im Maschinenbau auf eine neue Stufe und hat damit das Potenzial vielen Herstellern zu helfen, sich langfristig im Wettbewerb auch digital zu behaupten“, erklärt Marie-Helene Ametsreiter, Partnerin bei Speedinvest. Bereits 2018 wurde remberg vom Bundesministerium für Wirtschaft mit dem Hauptpreis für digitale Innovationen ausgezeichnet.

Über 25 Prozent der Umsätze im Maschinenbau sind After-Sales-Services
Mit dem Asset-Relationship-Management (ARM) System von remberg können Maschinenhersteller Serviceprozesse über den gesamten Lebenszyklus, auch nach dem Verkauf der Maschine zentral abbilden. Das ARM-System ist eine cloud-basierte Softwarelösung, die alle relevanten Daten aus existierenden IT-Systemen wie ERP, CRM oder PDM sammelt, um einen Überblick über die eigenen Maschinen zu bekommen. Anschließend kann der Hersteller in remberg analysieren, welcher Kunde Ersatzteile, Wartungen, Überholungen oder digitale Services für seine Maschinen benötigt.

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Die Gründer von remberg sind Cecil Wöbker, Julian Madrzak, Hagen Schmidtchen und David Hahn (von links nach rechts).

Foto: ©SIMONMALIK

Der Vertrieb hat so die Möglichkeit, seine Produkte und Services frühzeitig beim Kunden zu platzieren. Darüber hinaus können Hersteller im eigenen Design ihren Kunden mit einem Klick Zugriff zu wichtigen Informationen wie zum Beispiel Dokumentation, Ersatzteillisten oder Servicefälle rund um ihre Maschinen freischalten und damit die Kollaboration mit Dienstleistern und Betreibern fördern. Je nach Digitalisierungsgrad der installierten Maschinen können z. B. Bestellungen von Ersatzteilen auch mit Hilfe einer IoT-Datenverbindung automatisiert angestoßen werden. „Unser Ziel ist es, Serviceprozesse von Maschinen effizienter zu gestalten, sodass man in Zukunft auch im industriellen Umfeld mit wenigen Klicks findet, was man braucht und dann auch direkt zu den besten Konditionen bestellen kann”, erklärt David Hahn, Geschäftsführer von remberg. Aktuell setzen bereits sieben Maschinenhersteller auf remberg. Mit dem Investment sollen vor allem die Bereiche Vertrieb und Entwicklung weiter ausgebaut werden.

  Quelle: www.startup-communication.de


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