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Arbeiten am Wurzelraum von Bäumen immer detailliert dokumentieren!

07.12.2015

GaLaBau-Forum in Thüringen:

Das GaLaBau-Forum Thüringen lockte rund 120 Experten und Praktiker der Grünen Branche an die Fachhochschule Erfurt. In diesem Jahr stand das Thema „Baum und Wurzelraum & ZTV-Wegebau“ im Mittelpunkt.

Gesunde Bäume in der Stadt schützen das Klima, sorgen für Artenvielfalt und diesen als Erholungsfaktor für Alt und Jung. Auf dem GaLaBau-Forum hatten die Teilnehmer die Gelegenheit, neue Erkenntnisse zum Umgang mit Bäumen zu gewinnen und Erfahrungen auszutauschen. „Wir sind alle gefordert, die Pflanze und ihre Ansprüche weiter in den Fokus unseres Tuns zu stellen“, eröffnete Thorsten Perlich die Veranstaltung.

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Forstassessor Mark Pommnitz und Thorsten Perlich, FGL-Regionalpräsident Thüringen (v. l.)

Foto: FGL

Mit dem Vortrag zu „Wenn Bäume plötzlich stürzen“ eröffnete Forstassessor Mark Pommnitz die Vortragsreihe. „Wir müssen den Schutz von Bäumen vor Schäden im Wurzelbereich ernst nehmen“ stellte Pommnitz fest. Die Auswirkungen zum Beispiel durch Bauarbeiten im Wurzelraum seien durch die visuelle Begutachtung im Nachhinein nur sehr eingeschränkt festzustellen. Haftungsrechtlich werde aber vorausgesetzt, dass klar sein muss: Wer eine Wurzel abschneidet, kann die Standfestigkeit des Baumes beeinflussen. So blieben als einzige Lösung in der Praxis sogenannte Zugversuche. Um diese Kosten zu vermeiden, sollten Arbeiten im Wurzelraum immer umfangreich dokumentiert und fachgerecht ausgeführt werden. Baumbesitzer können sich dabei an den Regelwerken DIN 18920 und RAS LP 4 orientieren. Den Landschaftsgärtnern empfiehlt Pommnitz, die Baumwurzelschutzmaßnahmen notfalls einzufordern. Ansonsten drohen allen Beteiligten mittelfristig unkalkulierbare Kosten durch die Nachsorge oder im schlimmsten Fall durch Schäden umstürzender Bäume.

Dipl.-Biologe Dr. Markus Streckenbach untersuchte die Wachstumsreaktionen von Baumwurzeln und wie sich diese auf die Praxis auswirken. „Nach meinen Erfahrungen ist das Wissen über Wurzeln zwar grundsätzlich vorhanden, es wird jedoch zu wenig nutzbringend eingesetzt. Im Ergebnis entstehen dadurch zahlreiche Konflikte und Problemsituationen, vor allem zu Lasten unserer innerstädtischen Baumpflanzungen“, so Streckenbach. Er geht davon aus, dass die Anforderungen an Baumpflanzungen in den kommenden Jahren weiter steigen werden.

Die Vorträge von Dr. Frank Laux und ZTV-Experte Wolf Meyer-Ricks rundeten das GaLaBau-Forum ab. „Auch in diesem Jahr war es eine gelungene Veranstaltung“, resümiert abschließend FGL-Regionalpräsident Thorsten Perlich. Neben den hochwertigen Fachvorträgen hatten die Teilnehmer die Gelegenheit, sich bei 17 Ausstellern über neue Produkte und Dienstleistungen zu informieren. Dabei reichte das Spektrum von Software-Unternehmen, über Arbeitsbekleidung bis zu Kleingeräten und Hubsteigern.

  Quelle: www.galabau-ht.de


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