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Architektur des urbanen Dialogs

19.01.2018

Neue Unternehmenszentrale der DVAG:

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Nicht nur das Innenleben des Gebäudes wurde auf den modernsten Stand gebracht, auch die Fassade erhielt eine neue Optik.

Die Geschichte des Vorzeige-Bürokomplex begann frühzeitig: Zuerst sollten Umstrukturierungs-Szenarien für das einst zur Dresdner Bank gehörende „Bürohaus Windmühlstraße“ in Frankfurts Gutleutviertel entwickelt werden. Die Deutsche Vermögensberatung, Deutschlands größte eigenständige Finanzberatung mit aktuell rund sechs Millionen Kunden, erwarb den mehrstöckigen Komplex aus den 90er Jahren und engagierte meyerschmitzmorkramer, um den Umbau zur neuen Firmenzentrale für über 1000 Arbeitsplätze zu übernehmen.

Umwandlung in das „Bürohaus Wilhelm-Leuschner-Straße“
Das mit etwa 130 Metern äußerst lang gestreckte Eck-Bürogebäude aus den 90er Jahren entsprach dem Stand damaliger, technischer Ausstattung, war aber nicht urban gestaltet. Der Haupteingang lag an der Windmühlstraße, an der kurzen Seite des Objekts. „Eine zentrale Maßnahme war, den Haupteingang auf die lange Seite zu verlegen und somit zur Stadt hin zu öffnen. Das verbindende Element der neuen Zentrale wurde ein großzügiges, zweigeschossiges Foyer aus Glas“, beschreibt Architekt Holger Meyer, Gründer und Inhaber von meyerschmitzmorkramer.

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Das Herzstück bildet ein Atrium, in dem bis zu 250 Personen bei Tagungen und Veranstaltungen Platz finden.

Radikale Entkernung
Mit einem neuen Eingangsportal war es nicht getan. Die DVAG ist ein offenes und modernes Unternehmen, das nach einem zeitgemäßen, dialogorientierten Bürogrundriss mit Open Spaces verlangte. Das alte Gebäude konnte das mit seiner Drei-Bund-Struktur, kleinen Räumen ohne Sichtbezug und dunklen Flursituationen nicht mehr leisten. Nach Entkernung des Areals wurde ein hochmoderner Schulungs- und Konferenzbereich angelegt. Sein Herzstück bildet ein Atrium, in dem bis zu 250 Personen bei Tagungen und Veranstaltungen Platz finden. Zugleich sind mehrere, begrünte Innenhöfe für Pausenzeiten entstanden.

Moderne, großzügige Architektur
Ein weiteres Highlight befindet sich im Erdgeschoss: Die Mitarbeiter erwartet keine typische Kantine, sondern Restaurant-Atmosphäre mit gehobener Gastronomie. Von dort aus kann man zu einem Espresso nach „Bella Italia“ weiter ziehen. Die Eisbar mit dem Namen „Aroma“ serviert feinste, italienische Kreationen und ist auch für die Öffentlichkeit zugänglich, eine dialogorientierte Idee. „Bürohäuser sollten nicht isoliert wie ein Monolith in der Innenstadt stehen. Unternehmen können hier einen entscheidenden Beitrag zur urbanen Vitalität im Quartier leisten, indem sie sich zum Stadtleben öffnen“, erklärt Holger Meyer diesen bewussten Schritt der Öffnung.

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Das Foyer: Hell und offen als Thema für eine moderne, urbane Unternehmensarchitektur.

In der neuen Firmenzentrale dominiert heute die Architektur der Open Spaces und spontaner Kommunikation. Die neue Qualität bedeutet, dass in vielen Bereichen der Durchblick von Fassade zu Fassade gewährleistet wird, auch in den Arbeitszonen dank eingezogener Glaswände. Die neue Innenraumstruktur erforderte auch herausragende akustische Lösungen. Überall wurden neue Heiz-Kühl-Decken mit fein perforierten Metallblechen eingesetzt, die eine spezielle Akustikauflage haben und so in Verbindung mit Teppich und Mobiliar optimale Akustikwerte erzielen.

Werte spiegeln sich im Interieur
„Leistungsorientiert, menschlich, stark“ – das sind die Werte der DVAG, die sich auch in Architektur, Materialien und Farbcodes widerspiegeln. Zum Beispiel in dem hellen, aus Muschelkalk ausgearbeiteten, Empfangstresen mit leicht geschwungener Form. Um die Orientierung in dem großflächigen Gebäude zu gewährleisten, hat meyerschmitzmorkramer ein übergeordnetes Farbkonzept umgesetzt: Jeder Trakt erhielt eine eigene Leitfarbe. Zugleich setzen anthrazitfarbene Teppichfliesen mit heller Graumusterung in den Bürozonen elegante Akzente.

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Die Mitarbeiter erwartet keine typische Kantine, sondern Restaurant-Atmosphäre mit gehobener Gastronomie.

Kleines Fassaden-Lifting, große Wirkung
Nicht nur das Innenleben des Gebäudes wurde auf den modernsten Stand gebracht, auch die Fassade erhielt eine neue Optik. Die Natursteinfassade wurde zwar beibehalten, der ursprüngliche Farbcode mit seiner typischen, postmodernen Optik der 90er Jahre jedoch durch graue Folierungen auf den Fensterprofilen überarbeitet. Als diese mit einem Beschichter in überzeugender Qualität umgesetzt wurden, zeigte das Gebäude neue Eleganz.

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Die Eisbar mit dem Namen „Aroma“ serviert feinste, italienische Kreationen und ist auch für die Öffentlichkeit zugänglich, eine dialogorientierte Idee.

Lars Knackstedt, Mitglied des DVAG Vorstands: „Wir sind konsequent auf Wachstumskurs. Dazu bietet uns die neue Zentrale als Symbol der Zukunftsorientierung beste Bedingungen und ist zugleich ein Bekenntnis zu Frankfurt und unserem Unternehmen.“

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Ein Vorstandsbüro mit hohem Anspruch an Technik, Innenarchitektur und Design.

Fotos: HGEsch, Hennef

  Quelle: www.grosz-herzig.de


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