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Ausbau von erneuerbaren Energien steht vor Herausforderungen

10.12.2021

Der Plan: seinen Strom soll Deutschland bis zum Jahr 2030 zu 80 Prozent aus erneuerbaren Energien gewinnen. Doch dies findet die Bau-Expertin Lamia Messari-Becker, gerade wegen des Fachkräftemangels, nur schwer umsetzbar.

Die große Hürde in dieser Zeit ist der schwerwiegende Mangel an Fachkräften, so Messari-Becker. „Zigtausende neue Solardächer und Windkrafträder stehen schon jetzt mangelnden Kapazitäten und einem eklatanten Fachkräftemangel im Baugewerbe gegenüber“, sagte die Bau-Ingenieurin, die seit Jahren die Bundesregierung zum Bausektor berät.

Die Baubranche sei „überaltert“ und viele Facharbeiter haben in den letzten Jahren ihre Jobs beendet und sind in Rente gegangen. Die Expertin warnt davor, dass der ökologische Wandel in der Baubranche ohne langfristige Investitionen in Personal nicht gelingen wird.

Die neuen Koalitionspartner von SPD, Grünen und FDP planen einen Ausbau der Wind- und Solarenergie. Laut dem Koalitionsvertrag soll Deutschland bis Ende des Jahrzehnts 80 % seiner Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien beziehen. Auch der Gebäudesektor soll deutlich grüner werden, unter anderem weil Solardächer künftig zum Standard für private Neubauten werden.

Die Expertin warnt hier vor Fehlinvestitionen und empfiehlt, nur in Solaranlagen zu investieren, „wo es sich auch rechnet“. Ein Photovoltaik-Dach sei „weder überall möglich, noch überall sinnvoll“, sagt sie. „Pauschale Lösungen mit der Gießkanne kosten den Steuerzahler nur unnötig Geld.“

  Quelle: www.saarbruecker-zeitung.de


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