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Bauakteure erwarten Süd-Ost-Gefälle beim Einsatz von Fertigbauteilen

14.09.2016

Der Einsatz von vorgefertigten Gebäudeteilen hat im Nichtwohnungsbau traditionell einen gehobenen Stellenwert. Dies ist wenig verwunderlich, da sich mit Hilfe von Fertigteilen insbesondere Fabrik- und Werkstattgebäude vergleichsweise schnell und kostengünstig errichten lassen. Gerade bei Fabrik- und Werkstattgebäuden – wo weniger auf Komfort und Ästhetik geachtet werden muss – ist der Gebrauch von industriell vorproduzierten Gebäudesegmenten beliebt. Doch wie entwickelt sich dieses spezielle Segment in der Zukunft? Wie die aktuelle BauInfoConsult Jahresanalyse zeigt, ist jeder fünfte deutsche Architekt und Bauunternehmer der Ansicht, dass der Einsatz von Fertigbauteilen im Fabrik- und Werkstattbau in den kommenden 5 Jahren nochmals zunehmen wird. Regional betrachtet gibt es sogar merkliche Unterschiede, was die Einschätzung der zukünftigen positiven Entwicklung angeht. Hier deutet sich nämlich ein Süd-Ost-Gefälle an.

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Das Düsseldorfer Marktforschungsinstitut BauInfoConsult hat insgesamt 180 Architekten und 181 Bauunternehmer nach ihren Erwartungen gefragt, wie sich der Einsatz von Fertigbauteilen bei Fabrik- und Werkstattgebäuden in den kommenden 5 Jahren entwickeln wird. Deutschlandweit ist demnach jeder fünfte befragte Bauakteur der Meinung, dass sich der Anteil von industriell vorgefertigten Gebäudeteilen zukünftig erhöhen wird.

Betrachtet man die Ergebnisse nach Regionen, deutet sich in dieser Frage ein Süd-Ost-Gefälle an: Im Süden gehen vergleichsweise die meisten Bauakteure (28 %) davon aus, dass es in 5 Jahren zu einer verstärkten Verwendung von Fertigteilen kommen wird. Im Osten Deutschlands gibt es hingegen vergleichsweise die meisten Zweifler, was den Einsatz von Fertigteilen im Bauprozess betrifft, denn knapp ein Drittel (32 %) erwartet hier einen Rückgang des Einsatzes von vorgefertigten Gebäudebauteilen. Dies dürfte auch mit der Tatsache zusammenhängen, dass dieses Gebäudesegment im Osten der Republik nicht so stark vertreten ist wie im industriestarken Süden, wo man generell eine steigende Bautätigkeit in diesem Bereich erwartet.

Über die Studie
Die Ergebnisse stammen aus der Jahresanalyse 2016/2017 von BauInfoConsult. In der mittlerweile zehnten Ausgabe der alljährlichen Marktstudie zur deutschen Bauwirtschaft werden die Potenziale im Fertigteilebau auch für weitere Gebäudesegmente aus dem Wohn- und Nichtwohnungsbau dargelegt. Zudem wird in der Studie auf Basis von über 1.300 Interviews unter Branchenakteuren und Herstellern unter anderem behandelt:

• Baustoff- und Bauweisen 2020 (regional/bundesweit)
• Hochbauprognose 2017 und 2018 (regional/bundesweit)
• Lieblingsmarken und Markenpräferenzen
• Flüchtlingskrise und Bauwirtschaft
• IT und Digitalisierung am Bau (BIM/CAD/AVA etc.)
• Einkaufsverhalten von Bauakteuren/Online-Distribution
• Nachhaltigkeit in der Baubranche
• EnEV und Co: Segen oder Fluch?
• und vieles mehr...

  Quelle: www.bauinfoconsult.de


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