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Bauen am Berg

20.07.2016

Neue Sesselbahn Kanzlersgrund in Oberhof

Für den Bau der neuen Sesselbahn in Oberhof im Thüringer Wald, pumpte Heidelberger Beton den Beton für die massiven Fundamente über weite Strecken in unzugänglichem Gelände.

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Die Stadt Oberhof im Thüringer Wald ist legendärer Wintersportort. Bereits 1906 ermöglichte dort eine erste Schanze den kühnen Sprung in die verschneite Mittelgebirgslandschaft. Heute ist die moderne Schanzenanlage rund ums Jahr in Betrieb. Grüne, bewässerte Matten sorgen im Sommer für die nötige Gleitfähigkeit und ergänzen den Anlauf aus Keramikmaterial, der im Winter gekühlt werden kann und dann über eine Eisspur verfügt. Damit die Trainingsintensität erhöht und eine rasche Abfolge von Sprüngen möglich ist, werden Skispringer heute mittels Sessellift nach oben transportiert. Doch der alte Sessellift war in die Jahre gekommen und so ist unter der Regie von Jörg Peter, dem Baukoordinator im Zweckverband Thüringer Wintersportzentrum Oberhof, als Ersatz ein moderner Zweiersessellift entstanden. Er verläuft über eine Distanz von über 300 Metern parallel zu den Sprungschanzen und zu den Ausläufen am Aufsprunghang. Der Sessellift des Typs 2-CLF fährt von der Talstation, die auf 738 Metern liegt, zur Bergstation auf 842 Metern.

Das gesamte Bauvorhaben verantwortet eine der wenigen Spezialfirmen, die im Seilbahnbau versiert sind: die Doppelmayr Seilbahnen GmbH aus dem österreichischen Wolfurt. Für die Gründungsarbeiten und Oberflächenbefestigung, die Stützmauer und Pflasterarbeiten konnte das Unternehmen WBB Bau & Beton GmbH aus Umpferstedt gewonnen werden. Ein Sessellift ist keine alltägliche Aufgabe. Und so war es für das eigentlich auf Hochbau spezialisierte Unternehmen eine Herausforderung, die Betonfundamente im unwegsamen und bergigen Gelände mit wenigen Zufahrten zu realisieren.

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Keine alltägliche Aufgabe: Die Betonfundamente für den Sessellift mussten im unwegsamen und bergigen Gelände parallel zu den Sprungschanzen und den Ausläufen erbaut werden.

Fotos: HeidelbergCement AG / Steffen Fuchs

Thomas Endisch, Bauleiter bei WBB, musste mit seinem Team per Schreitbagger oder zu Fuß zu den Standorten der drei Zwischenstützen gelangen, die zwischen der Tal- und Bergstation die Seile der Sesselliftanlage tragen. In die Systemschalungen für die Betonfundamente wurde der Beton mit Großmastpumpen des Heidelberger Pumpendienstes gefördert, mit einem Ausleger von 52 sowie 42 Metern. Über weitere Strecken mussten teilweise auch Schläuche angesetzt werden. Die Güte eines Standardbetons der Heidelberger Beton GmbH, Werk Gotha, reichte für diese logistisch anspruchsvolle Baumaßnahme über eine weite Streckenführung aus.

In wenigen Minuten führt nun die neue Sesselbahn die Skispringer hinauf zur sanierten Schanzenanlage. Damit bietet die legendäre Doppelschanze den Sportlern sommers wie winters ideale Übungsbedingungen.

  Quelle: www.heidelbergcement.de


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