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Bauindustrie zeigt sich bislang unbeeindruckt von TTIP

04.05.2016

Laut einer Studie der Heinze Marktforschung sehen sich die Bauprodukthersteller kaum als Profiteure des Abkommens.

Auch den Hannover-Besuch Obamas nutzten der amerikanische Präsident und Kanzlerin Merkel, um für das gemeinsam geplante Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU zu werben. Mindestens 35.000 Menschen demonstrierten zeitgleich dagegen. Sie befürchten einen Preisverfall in der Landwirtschaft, sinkende Standards bei Lebensmittelqualität und Verbraucherschutz sowie eine Vergrößerung der Ungleichheit in der Welt.

Wie aber schätzen die deutschen Produzenten von Bau-, Ausstattungs- und Einrichtungsprodukten die Bedeutung der vergrößerten Freihandelszone für ihr Unternehmen ein? Der Export in die USA würde erleichtert, zugleich gäbe es vermehrte US-Konkurrenz auf dem europäischen Markt.

Im Rahmen des quartalsweise untersuchten Baukonjunktur-Klimas stieß die Heinze Marktforschung dazu auf ein ernüchterndes Ergebnis: Zwei Drittel der Befragten gaben an, nur geringe oder gar keine Auswirkungen von TTIP zu erwarten. Lediglich 7 % messen dem Abkommen eine große Bedeutung bei.

Welche Bedeutung hat die Einführung des Freihandelsabkommens „TTIP“ für Ihr Unternehmen?

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Trotz lauten Trommelns der Befürworter und Gegner des Freihandelsabkommens: TTIP ist zumindest für die Bauindustrie derzeit kein entscheidender Erfolgsfaktor.

Quelle: © Heinze GmbH

In der Rangliste verschiedener untersuchter Rahmenbedingungen landete das Thema damit nur auf dem vorletzten Platz. Viel mehr beschäftigen sich die Unternehmen dagegen mit dem Fachkräfte-Mangel sowohl im eigenen Unternehmen sowie auf Seiten der Bauausführenden. Auch Themen wie die Auswirkungen der Flüchtlingskrise und die Umsetzung neuer Energiestandards werden momentan als relevanter eingestuft.

Insgesamt ist die Stimmung unter den Herstellern aber sehr gut: Die Einschätzungen der aktuellen Geschäftslage sowie die Aussichten auf das zweite Quartal erreichten einen neuen Höhepunkt. Die positive Stimmung äußert sich unter anderem in einer wachsenden Investitionsbereitschaft in den Bereichen Personal, Produktionskapazität und Verwaltungsgebäude.

Quelle: Unter dem Begriff „Heinze Baukonjunktur-Klima“ führt die Heinze Marktforschung seit August 2015 vierteljährliche Befragungen zum Geschäftsklima unter Herstellern im Bereich Bau, Einrichtung und Ausstattung durch. Der Bericht dient Führungskräften als konjunktureller Frühindikator sowie als Möglichkeit Meinungen auszutauschen. An dem Online-Access-Panel nehmen mehr als 700 Entscheider aus der Industrie teil (Stand April 2016). Das Ergebnis der oben genannten Umfrage stammt aus dem 1. Quartal 2016 (Basis: 434 Personen).

  Quelle: www.heinze.de


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