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Baumaschinen - Neue Technik verbessert den DSK-Schichtenverbund und entlastet das Stadtsäckel

22.11.2012

Straßen stellen die Lebensadern auch unseres Landes dar. Auf Grund häufig leerer Kassen sparen Bund, Länder und Gemeinden meistens an der Unterhaltung unseres Straßennetzes, was schnell zu sog. Verkehrsinfarkten führen kann.

Um dem vorzubeugen, sind moderne Straßenunterhaltungsbauweisen gefragt, die wachsenden Ansprüchen gerecht werden müssen:

Sie sollen kurzfristig und schnell durchführbar sein und so wenig wie möglich den fließenden Verkehr beeinträchtigen.

Sie sollen die bestehende Oberfläche optimal versiegeln und die erforderliche Textur aufweisen. Sie sollen als Wesentlichstes jedoch – neben einem kostengünstigen Preis - eine Verlängerung der Lebensdauer der zu sanierenden Straße über Jahre garantieren!

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Fotos: VSI / Kaiserslautern / D

DSK kann unter fließendem Verkehr eingebaut werden.

Diesen Ansprüchen entspricht am ehesten die DSK, d.h. Dünne Asphaltdeckschichten in Kaltbauweise. Hierbei wird das Asphaltmischgut direkt auf der Baustelle in eigens dafür konzipierten Verlegemaschinen hergestellt und mittels Verteilerkästen bedarfsgerecht ein- oder zweilagig eingebaut. Den Anforderungen und der Beschaffenheit der alten Oberfläche entsprechend werden Mischgutsorten unterschiedlicher Gesteinskörnung 0/3, 0/5 oder 0/8 angewendet.

Ein wesentlicher Vorteil dieses Verfahrens liegt darin, dass DSK unter fließendem Verkehr eingebaut werden kann. Die Freigabe der erneuerten Oberfläche für den Verkehr erfolgt meist innerhalb kürzester Zeit.

So hatte z.B. der Landesbetrieb für Mobilität in Kaiserslautern im Mai 2012 einen 16.000 m2 großen Streckenabschnitt auf der viel befahrenen B 423 zwischen Schönenberg-Kübelberg und Brücken instandzusetzen. Dabei wurde gefordert, eine Versiegelung der offenporigen Deckschicht aus Asphaltbeton AC 11 mittels eines zweischichtigen DSK 5-Belag von insgesamt 25 Kg/ m2 durchzuführen.

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Die neue von Fa. VSI eingesetzte DSK-Maschine mit integriertem Spritzbalken stammt aus dem Hause Schäfer-technic GmbH in Fellbach.

Die auf diese Arbeiten spezialisierte Fachfirma Verkehrsflächen Sanierungs- und Instandhaltungsgesellschaft mbH - kurz VSI - aus Kaiserslautern wurde mit der Durchführung dieser Maßnahme beauftragt, die wie folgt umgesetzt wurde:

Nach gründlicher Reinigung der Fahrbahn wurden unmittelbar vor dem Einbau der ersten Lage, dem Vorprofil, ca. 200-300 g /m2 einer Spezial-Bitumenemulsion vorgespritzt. Dadurch wurde die vorhandene, ausgemagerte Asphaltdecke an der Oberfläche optimal mit Bindemittel angereichert. Dieses führte außerdem zu einem wesentlich besseren Schichtenverbund zwischen der vorhandenen Oberfläche und der DSK-Lage.

Dank neuester Maschinentechnik ist diese Technologie des Vorspritzens von Emulsion vor dem Verteilerkasten während des DSK-Verlegens seit relativ kurzer Zeit erst möglich geworden. Die hier von Fa. VSI GmbH eingesetzte neue DSK-Maschine mit integriertem Spritzbalken stammt aus dem Hause Schäfer-technic GmbH in Fellbach, die auf diese Technologie Patentrechte haben.

Der elementare Vorteil dieses Systems liegt darin, dass die Bitumenemulsion auch in geringen Mengen und bei geringsten Arbeitsgeschwindigkeiten fein dosiert aufgesprüht werden kann. Da im System ein äußerst geringer, konstanter Spritzdruck vorherrscht, lassen sich die Vorspritzarbeiten bei minimaler Vernebelung und Verschmutzung durchführen

Abschließend wurde auf gleiche Art und Weise - wie oben angegeben - eine max. 1 cm dicke DSK-Verschleißschicht aufgetragen, die nicht nur beste Griffigkeitswerte erreicht – die Nutzungsdauer dieser hierdurch instandgesetzten Straße wird auch wesentlich verlängert! Und das ist wiederum auch ein nicht zu unterschätzender Beitrag zur Entlastung der öffentlichen Kassen!

Entsprechend gute Erfahrungen mit dieser Sanierungsmethode hatte der Auftraggeber, der Landesbetrieb für Mobilität in Kaiserslautern, bereits sammeln können.

  Quelle: www.prewe.com


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