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Berliner Straßenbau vorübergehend lahmgelegt?

17.04.2012

Rückgang der Aufträge im Straßenbau / Werteverzehr schreitet voran / 500 Beschäftigten in Berlin droht Kurzarbeit

Berlin. Der Auftragseingang für den Straßenbau in der Region Berlin-Brandenburg ist stark rückläufig. Im Vergleich zum Vorjahr verzeichneten die Unternehmen im Januar laut einer Umfrage 15 Prozent weniger Neuaufträge. Besonders betroffen ist Berlin. Während der Werteverzehr der Straßen voranschreitet, wird die Lage durch den nicht beschlossenen Haushalt des Landes Berlin erschwert. Baumaßnahmen werden somit weder erteilt noch ausgeschrieben. „Die Situation ist unbefriedigend. Gerade jetzt, wo der Zustand der Straßen in Berlin einen Investitionsaufschub kaum noch zulässt, gehen die Aufträge immer weiter zurück“, sagte Reinhold Dellmann, Hauptgeschäftsführer der Fachgemeinschaft Bau.

Für die betroffenen Unternehmen ist die Lage ernst. Um den Personalzustand zu halten, benötigen die Straßenbaufirmen Aufträge dringender denn je. Andernfalls droht 500 von 2.500 im Straßenbau beschäftigten Mitarbeitern in Berlin Kurzarbeit. Jeder vierte Straßenbauer würde demnach freigesetzt werden. „Erst mit dem Haushaltsbeschluss im Juni 2012 oder vorzeitig freigegebenen Mitteln ändert sich die Situation für unsere Unternehmen“, so Reinhold Dellmann. „Die Straßeninfrastruktur wird in jedem Fall einen noch größer gewordenen Instandhaltungsrückstand vor sich hertragen, da mit dem dann verabschiedeten Haushalt erst einmal die liegengebliebenen Projekte in Angriff genommen werden.“

Aus Sicht der Fachgemeinschaft Bau ist seitens der Berliner Verkehrsverwaltung und den bezirklichen Tiefbauämtern pragmatisches Handeln gefordert. Eine Auftragsauslösung erst im Juli/August führt zum bekannten und berüchtigten Herbst- und Frühwinter-Auftragsstau bei Straßenbaumaßnahmen.

Die Fachgemeinschaft Bau Berlin und Brandenburg e.V. vertritt die Interessen der mittelständischen Bauwirtschaft in Berlin und Brandenburg. Mit ihren rund 900 Mitgliedern ist sie der größte Bauarbeitgeber- und Bauwirtschaftsverband in der Region. Als Mitglied ist die Fachgemeinschaft Bau zudem im Zweckverbund Ostdeutscher Bauverbände (ZVOB) organisiert, der mit seinen ca. 2.600 Mitgliedern als größter ostdeutscher Spitzenverband die Anliegen der ostdeutschen Bauwirtschaft gegenüber Bundes- und Landespolitik vertritt.

Quelle: www.fg-bau.de

  Quelle: www.fg-bau.de


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