zurück

Chef über Bord

27.11.2014

Knapp 70 % der Firmen haben beim Thema Notfallvorsorge Handlungsbedarf. Abhilfe schafft das „Notfall-Handbuch für Unternehmen“, das unsere Handelskammer 2014 gemeinsam mit weiteren deutschen IHKs entwickelt hat. Es lotst Inhaber Schritt für Schritt durch den Planungsprozess und stellt sicher, dass nichts Wichtiges in Vergessenheit gerät – seien es betriebliche oder private Aspekte. Das Notfall-Handbuch geht dabei auf Themen wie Vollmachten, Vertretungsplan, Dokumentation von wichtigen Kontakten, Bankverbindungen und Passwörtern sowie auf das Unternehmertestament ein. Es soll Anregung, Orientierung und Werkzeug zugleich sein, um die wichtigsten Regelungen konkret umzusetzen. Das Handbuch gibt es als Print- und Digitalversion, Hintergrundinfos sind über Links und QR-Codes, die zu einer eigens eingerichteten Internetseite führen.

Notfall-Handbuch-data.jpg

Auf den plötzlichen Ausfall des Chefs sind zahlreiche Hamburger Unternehmen noch nicht angemessen vorbereitet. Nur jeder dritte Firmenchef (33 %) hat sich intensiver mit der Frage auseinander gesetzt, was mit seinem Unternehmen geschieht, wenn er durch Krankheit oder Tod ausfallen würde. 67 % haben sich hierüber allerdings nur ansatzweise oder gar keine Gedanken gemacht, so das Ergebnis einer von unserer Handelskammer durchgeführten Befragung. Das Fehlen einer Notfallplanung hat im Wesentlichen drei Gründe: Das Thema wurde bisher nicht wahrgenommen, Betroffene wissen nicht, wie sie das Thema angehen sollen, oder sie antworteten schlicht, dafür keine Zeit zu haben. Aus unserer Beratungspraxis wissen wir, dass das Umgehen mit der eigenen Erkrankung oder sogar dem eigenen Tod vielen Unternehmern nicht leicht fällt, dabei ist dies aber erforderlich im Interesse der Firmenweiterführung und der damit in Zusammenhang stehenden Verantwortung für die Mitarbeiter und deren Familien.

Insbesondere für viele jüngere Unternehmer ist die Notfallplanung offensichtlich noch kein Thema. Knapp 95 % in der Altersgruppe zwischen 30 und 39 haben sich noch nicht damit auseinandergesetzt. Sie sind entweder nicht hinreichend sensibilisiert oder sehen aufgrund ihrer Lebenssituation bzw. ihres Lebensalters keinen Handlungsbedarf. Auch gegenüber möglichen Kreditgebern zeugt die Implementierung von Vorsorgemaßnahmen von einer sorgfältigen Planung und von Unternehmertum mit Weitblick und wird bei einer etwaigen Bonitätsbewertung positiv berücksichtigt. Ohne eine vernünftige Notfallplanung riskieren Chefs, dass ihr Unternehmen führungslos ist und sehr schnell in eine existenzgefährdende Situation gerät. Wenn die Stellvertretung nicht geregelt ist oder gar kein anderer über das Firmenkonto verfügen kann, droht der Stillstand des Unternehmens oder noch schlimmer die Insolvenz. 

  Quelle: www.hk24.de/notfallhandbuch


Gratis Gastzugang

Submissions-Anzeiger | Tageszeitung-Ad

SUPPLY Magazin

SUPPLY - Das Magazin rund um das Thema Vergabe

Aktuelles
Seminarangebot

Baurecht- und Vergabeseminare
Diese Seite teilen? Twitter Facebook Google+ LinkedIn Xing