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DGB prangert erneut Lohndumping auf Flughafenbaustelle an

26.04.2012

Betreiber des Airports weisen Kritik zurück

Berlin/Schönefeld (dapd-lbg). Wenige Wochen vor der Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens hat der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) erneut die Ausbeutung von Arbeitern auf der Großbaustelle in Schönefeld beklagt. Acht polnische Männer seien von einer Eisenacher Firma um ihren Lohn geprellt worden, kritisierte die DGB-Bezirksvorsitzende Doro Zinke. Sie forderte die Regierungen in Berlin und Potsdam auf, "verlässliche Strukturen" gegen Lohndumping zu schaffen.

Auf dem Flughafen wäre es nicht der erste Fall von Ausbeutung. Im Januar waren bereits 40 ungarische Arbeiter von einer Firma aus Bad Reichenhall um ihren Lohn gebracht worden. Und auch Arbeiter aus Rumänien und Bulgarien hatten sich zuletzt in der DGB-Beratungsstelle über die Zahlungsmoral ihrer Arbeitgeber beklagt.

Die Flughafenbetreiber wiesen die Kritik zurück. "Wir haben getan, was wir konnten", sagte ein Sprecher. Grundsätzlich müssten die beschäftigten Unternehmen eine Tariftreueerklärung abgeben. Deren Einhaltung werde ständig kontrolliert. Erst am Mittwochvormittag habe der Zoll mit 200 Beamten die Baustelle überprüft. Dabei seien keine Auffälligkeiten festgestellt worden. Dass es trotzdem zu Lohndumping komme, wollte der Sprecher nicht grundsätzlich ausschließen. "Gegen die kriminelle Energie einzelner Firmen sind wir natürlich nicht hundertprozentig gefeit."

Derzeit sind zirka 6.000 Arbeiter auf der Baustelle beschäftigt. Der neue Airport soll am 3. Juni eröffnet werden.

 

  Quelle: dapd


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