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Deutsche Wirtschaft hielt sich 2022 relativ stabil

06.02.2023

Und das trotz Energiekrise, steigender Preise, Lieferengpässen und Pandemie

Krieg, Inflation, Pandemie: 2022 assoziieren die Allermeisten mit hässlichen Ereignissen. Und auch, wenn es sich nicht so anfühlt, nahm das Bruttoinlandsprodukt für Deutschland um 1,9 Prozent zu. Damit übertraf das BIP wieder das Vor-Corona-Niveau des Jahres 2019. In vielen Prognosen war man von einem Rückgang des BIPs ausgegangen. Ein Grund war die knappe und teurer gewordene Versorgung mit Erdgas, das in vielen Wirtschaftsbereichen, v. a. in der Industrie, einen zentralen Produktionsfaktor darstellt.

Gasverbrauch gesunken, Produktion nicht

Tatsächlich hat sich der Gasverbrauch in der deutschen Industrie im Jahr 2022 deutlich verringert. Zuletzt lag er fast 30 Prozent unter dem Durchschnitt der vorangegangenen drei Jahre, die Industrieproduktion blieb aber leicht über dem Durchschnitt.
Mit neuen Technologien könnte auch künftig die gleiche Produktionsleistung mit weniger Energie gelingen. Die deutsche Wirtschaft hat sich, nicht nur in Q4, als robust erwiesen, schnell an die neuen Bedingungen angepasst und damit die Folgen der Krise mildern können.

Wettbewerbsnachteil durch höhere Energiepreise

Gleichzeitig dürfte aber langfristig ein Wettbewerbsnachteil der europäischen und deutschen Industrie auf Grund der wohl höheren Energiepreise bestehen bleiben, z. B. gegenüber den USA und China. Der Spielraum für weitere Einsparungen ohne Produktionsrückgang ist wohl zunehmend ausgereizt.

  Quelle: https://www.gdv.de/gdv/themen/wirtschaft/rezession-der-deutschen-wirtschaft-im-winterhalbjahr-unwahrscheinlicher-127484


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