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Deutschland im Bauboom

23.03.2020

Kein Ende in Sicht:

Der Bau-Report 2019 des PropTech Startups Building Radar zeigt: Auf die Baubranche warten weiterhin rosige Zeiten. Die erhobenen Daten des Münchner Unternehmens bieten Einblicke in die Bauvorhaben deutschlandweit. Besonders stechen dabei drei Bundesländer und zwei Baukategorien hervor.

In vielen Branchen ist die Rede von einem Ende der Konjunktur sowie von wirtschaftlichen Schwankungen. Unbeeindruckt zeigt sich davon das Baugewerbe, wie deutsche Wirtschaftsinstitute vom Münchner Ifo bis zum Institut für Weltwirtschaft prognostizieren. Der kürzlich herausgegebene Bau-Report 2019 vom Münchner PropTech Building Radar bestätigt diese Einschätzung. Als große Treiber treten dabei die Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen sowie Bauprojekte im Bereich Infrastruktur und dem Bildungssektor hervor. Building Radar verfolgt die Aktivitäten des deutschen sowie des internationalen Baugewerbes und entwickelt automatisierte Technologien, um weltweit Informationen über Bauprojekte zu finden.

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Gründer Paul Indiger, Leopold Neuerburg und Raoul Friedrich.

Fotos: ©Building Radar

Die neuronalen Netze des Startups scannen täglich über eine Million Artikel und identifizieren tausende von Bauprojekten weltweit. Mit dem Bau-Report 2019 fasst das Unternehmen seine gesammelten Informationen zu Bauprojekten und ‑ausschreibungen innerhalb Deutschlands aus dem Jahr 2019 zusammen. Diese spiegelt und analysiert es nach verschiedenen Gesichtspunkten. Die Ergebnisse zeigen einen anhaltenden Bauboom im deutschen Markt: Denn anhand der gesammelten und untersuchten Daten zu Bauprojektinformationen im öffentlichen und privatwirtschaftlichen Sektor des Jahres 2019 lässt sich ein Anstieg von 28,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr feststellen.

Der Fokus liegt auf Süddeutschland und NRW
Ein deutliches Bild zeichnet dabei die regionale Verteilung der Projekte. Sowohl bei öffentlichen als auch privaten Ausschreibungen entfällt rund die Hälfte aller Projekte auf drei Bundesländer: Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen. Mit Blick auf Ausschreibungen nach Städten kristallisiert sich hingegen eine andere Boom-Region heraus. Berlin ist jeweils Spitzenreiter mit 8,0 Prozent aller öffentlichen und 3,3 Prozent aller privaten Bauvorhaben. Die Nummer zwei ist in beiden Fällen München, gefolgt von Hamburg (privat), beziehungsweise Frankfurt (öffentlich).

Vier Bau-Kategorien fördern die Wirtschaftskraft
Building Radar unterteilt alle Bauvorhaben in 14 Projekt-Kategorien. Gemäß dieser Kategorisierung werden die gefundenen Informationen untergliedert. Dabei zeigt sich deutlich, auf welche Bereiche der Großteil der Bauprojekte entfällt. Die großen Treiber sind Neubauten und Sanierungen in Infrastruktur sowie Bildung und Forschung. Darunter fallen Ausschreibungen für Flughäfen, Autobahnen oder den öffentlichen Nahverkehr beziehungsweise Schulbau und Forschungseinrichtungen. Bei den öffentlichen Ausschreibungen fällt jedes zweite Projekt in diese Kategorien – 26,5 Prozent Bildung und Forschung und 23,9 Prozent Infrastruktur. An dritter Stelle landet in diesem Vergleich die Kategorie Industrie mit 19,1 Prozent. Bei den privatwirtschaftlichen Ausschreibungen hingegen liegen Infrastruktur-Projekte klar an erster Stelle: Mit 30,4 Prozent fällt nahezu jedes dritte Bauvorhaben in diese Kategorie. Bildung und Forschung belegt hier den zweiten Platz, gefolgt vom Wohnbau.

Platzt 2020 die Baublase?
Die Ergebnisse zeigen: Für die öffentlich ausgeschriebenen Bauvorhaben ist ein deutlicher Anstieg von 35,9 Prozent im Vergleich zu 2018 zu verzeichnen. Die ausschreibungsstärksten Phasen waren gemäß den Daten von Building Radar die Sommermonate von Juli bis September. 28,2 Prozent aller öffentlichen Ausschreibungen fielen auf diesen Zeitraum. Im privatwirtschaftlichen Bereich hingegen wurden die meisten Projekte zum Jahresbeginn, im Februar und März, veröffentlicht. Die Daten und Fakten von Building Radar bestätigen das konstante Wachstum der deutschen Bauwirtschaft und sehen für 2020 keinen Einbruch voraus. Denn die steigenden Werte der von Building Radar analysierten Bauprojektinformationen deuten auch für die kommenden Monate nicht auf einen Rückgang hin. Zwar gab es im Bereich der privaten Ausschreibungen in der zweiten Jahreshälfte 2019 einen Rückgang zu verzeichnen. Doch insgesamt lassen sich die positiven Indikationen der Wirtschaftsinstitute bestätigen. Die Baubranche ist und bleibt auch 2020 die Konjunkturlokomotive.

Der vollständige Bau-Report 2019 steht unter http://bit.ly/38WDFuE zum Download zur Verfügung.

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  Quelle: www.startup-communication.de


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