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Elektronische Informationen zu allen Produkteigenschaften für den Arbeitsschutz

12.05.2014

Gefahrstoffe und Chemikalien am Bau

Hersteller und Lieferanten von Gefahrstoffen und Chemikalien sollen ihre Ab­nehmer aus Industrie und Gewerbe der Bauwirtschaft bis Ende 2015 mit elektro­nischen Sicherheitsdatenblättern (SDB) versorgen können, die alle wich­tigen Produkt-Eigen­schaften enthalten. "Ein gemeinsamer Standard wird jetzt mit dem Projekt SDBtransfer von einem Konsortium aus Industrie, Behörden und IT-Dienst­leistern umgesetzt." Das sagte Norbert Kluger, Leiter des Gefahrstoff-In­formationssystem GISBAU der Berufsge­nossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) und Ansprechpartner für das Verbundprojekt vor Vertre­tern aus Wirtschaft und Politik im Presse- und Besucher-Zentrum der Bundes­regie­rung.

"Dieser Service ist wichtig für alle Betei­lig­ten in der Lieferkette und setzt Maßstäbe für andere gewerbliche Branchen", betonte Kluger. Denn chemische- und Baustoffindust­rie produzieren in großem Umfang und mit steigender Tendenz Gemische wie Farben, Lacke, Klebstoffe, Mörtel oder Fliesenkleber für die Baubetriebe. Und das wich­tigste Instrument für die Kommunikation von Maßnahmen zum sicheren Um­gang mit diesen Produkten in der gesamten Lieferkette sei das Sicherheitsdatenblatt.

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Foto: BG Bau

Das Projekt SDBtransfer ist Teil der Förderinitiative "eStandards: Geschäftsprozesse stan­dardisieren, Erfolg sichern", die im Rahmen des Förderschwerpunkts "Mittelstand-Digital - IKT-Anwendungen in der Wirtschaft" vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wird. Anlass für den Start dieses von der BG BAU koor­dinierten Projektes sind Vorgaben der Europäi­schen Union zum Schutz der menschli­chen Gesundheit und der Umwelt vor den Risi­ken durch Chemikalien.

Bereits im März letzten Jahres hatten sich die Verbände der Hersteller, Händler und Arbeit­geber der Bauwirtschaft gemeinsam mit der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt so­wie Berufsgenossenschaften auf eine gemeinsame Branchenlösung "Ge­fahrstoff-Kommuni­kation in der Lieferkette" geeinigt. Seitdem wird für alle Akteure der Bauwirtschaft - Hersteller, Händler und Baubetriebe - ein zentraler Pool rechtlich not­wendiger Sicherheitsdaten­blätter aufgebaut. Zudem liefern ergänzende Infor­mationen der Berufsgenossenschaften leicht verständliche Hinweise, wie Produkte sicher zu verarbeiten sind. Bisher jedoch alles - für die Beteiligten wenig hilfreich - auf Papier oder als PDF-Datei.

"Mit dem Projekt SDBtransfer wird nun erstmals ein durchgängiger Prozess für den elektronischen Aus­tausch von sicherheitsrelevanten Daten in der Lieferkette der Bau­wirtschaft entwickelt", so Kluger. Wenn die Projektziele umgesetzt sind, haben die rund 400 Her­steller und Liefe­ranten, zirka 2.500 Baustoff-Fachhändler und über 460.000 ausführen­den Be­triebe der Bau­wirtschaft einen gemeinsamen elektronischen Standard in struk­turierter Form für die not­wendigen Daten sowie Informationen aus den Sicher­heitsda­tenblät­tern. Viele Angaben aus diesen Blättern werden von den Unter­nehmen benötigt, um not­wendige Maßnahmen zum Arbeits- und Umweltschutz in den Betrie­ben umset­zen zu können. Auch Informationen über Veränderungen von Produk­ten werden künf­tig schneller und rechtssicher weitergegeben. Künftig müssen diese Infor­mationen nicht mehr mühsam aus den Papier- oder PDF-Vorlagen übertragen werden. Das spart Kosten, Verwal­tungsaufwand und ent­lastet die Umwelt. Nähere In­formatio­nen unter www.bgbau.de.

  Quelle: BG Bau


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