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Fehmarnbelt-Tunnel & Brenner Basistunnel:

26.09.2016

Der Fehmarnbelt-Tunnel zwischen Deutschland und Dänemark und der Brenner Basistunnel zwischen Österreich und Italien zählen zu Europas größten Verkehrsprojekten. Beide spielen deswegen eine entscheidende Rolle im transeuropäischen Verkehrsnetz.

Am Dienstag, den 20. September, unterzeichneten Vertreter der beiden Vorhabenträger sowie der mit der Regionalentwicklung im jeweiligen Verkehrskorridor beauftragten Organisationen, STRING und Brenner Corridor Platform, eine Kooperationsvereinbarung.

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Beide Infrastrukturprojekte werden von der EU-Kommission als prioritär eingestuft. Sie dienen der Beseitigung von Engpässen, die Handel, Wachstum und grenzübergreifende Zusammenarbeit derzeit noch erschweren. Nach ihrer Realisierung ermöglichen beide Projekte einen schnelleren, effizienteren und umweltfreundlicheren Personen- und Güterverkehr in Europa.

Die geographischen und technischen Herausforderungen am Fehmarnbelt und am Brenner – die Untertunnelung einer Meerenge und eines Gebirges – erscheinen auf den ersten Blick sehr unterschiedlich. Doch beide Infrastrukturprojekte haben viele ähnliche Herausforderungen zu meistern. Gute Beispiele sind zum Beispiel der Dialog mit den Anwohnern und die Erfüllung der unterschiedlichen Rechtsvorschriften in zwei europäischen Ländern.

Die Kooperation wird es den Projektbeteiligten ermöglichen, Erfahrungen auszutauschen und voneinander zu lernen. Die Zusammenarbeit soll sich auf technische und wissenschaftliche Innovationen, Kommunikationsinitiativen und gemeinsame Projekte der Mitarbeiter beider Vorhabenträger erstrecken, von denen beide Seiten profitieren können.

Durch die engere Zusammenarbeit zwischen den Projektträgern und den umliegenden Regionen, die durch STRING und die Brenner Corridor Platform vertreten werden, entsteht ein neues Forum, das es Behörden, Bürgern und Organisationen erleichtern soll, die Projekte zu verfolgen und die Vorteile zu nutzen, die durch die neue Infrastruktur entstehen.

„Grenzüberschreitende Verkehrsprojekte dieser Größenordnung sind enorm komplex. Natürlich ist jedes Projekt einzigartig, aber es gibt viele Bereiche, in denen eine Zusammenarbeit von gegenseitigem Nutzen ist. Wir freuen uns auf den Erfahrungsaustausch mit unseren Partnern vom Brenner Basistunnel", so Peter Frederiksen, Aufsichtsratsvorsitzender von Femern A/S, der staatlichen dänischen Projektgesellschaft, die mit der Planung und dem Bau des Fehmarnbelt-Tunnels betraut ist.

„Voneinander zu lernen, Wissen auszutauschen und wissenschaftlich-basierte Best Practice-Modelle zu entwickeln ist für Großprojekte unerlässlich. Es entspricht dem Geist einer zusammenwachsenden europäischen Zivilgesellschaft und deswegen wollen wir diesen positiven Austausch zusammen mit unseren Freunden entlang des Skandinavien-Mittelmeer-Korridors führen", so Prof. Konrad Bergmeister, Vorstand der BBT SE, die für die Planung und den Bau des Brenner Basistunnels verantwortlich ist.

„Der Fehmarnbelt-Tunnel und der Brenner Basistunnel beseitigen die gravierendsten grenzüberschreitenden Engpässe in Europa und genießen daher höchste Priorität im Rahmen des TEN-V-Programms. Diese wahrlich europäischen Projekte bringen einen Nutzen, der weit über die Grenzen derjenigen Mitgliedstaaten hinausgeht, die hinter ihrer Umsetzung stehen", so Pat Cox, Europäischer Koordinator für den Skandinavien-Mittelmeer-Verkehrskorridor.

Er fügt hinzu: „Die Kooperation passt zu unserer Philosophie der Korridore, mit der wir eine direkte Interaktion und Kommunikation sowie das Teilen von Wissen und Best Practices fördern wollen. Sie stellt zugleich einen Meilenstein dar – nicht nur im Sinne einer grenzübergreifenden, sondern auch einer projektübergreifenden Zusammenarbeit. Durch sie entsteht ein Stück europäische Wertschöpfung im Zuge unserer Arbeit für den Skandinavien-Mittelmeer-Verkehrskorridor."

„Große Infrastrukturprojekte sorgen für wegweisende Entwicklungen in den umliegenden Gemeinden und Gesellschaften. Die Umsetzung von Infrastrukturmaßnahmen zum Nutzen der Bevölkerung erfordert Dialog, Planung und politischen Willen. Durch die Projekte am Brenner und am Fehmarnbelt werden die umliegenden Gemeinden durch wirtschaftliches Wachstum, Arbeitsplätze und eine nachhaltige Entwicklung profitieren. Wir können voneinander lernen – und gemeinsam politische Entscheidungsprozesse beeinflussen, die weit über regionale und nationale Interessen hinausgehen", sagt Steen Bach Nielsen, Vorsitzender von STRING.

Brenner Femern map.jpg

Foto + Grafik: Femern A/S

Die Feste Fehmarnbeltquerung wird als 18 km langer Absenktunnel zwischen Puttgarden in Deutschland und Rødbyhavn in Dänemark gebaut. Es entsteht der längste Absenktunnel der Welt, bestehend aus einer zweigleisigen elektrifizierten Bahnstrecke sowie einer vierspurigen Autobahn. Das Gesamtprojekt beinhaltet auch den Ausbau der Bahn- und Straßenanbindungen zwischen Lübeck und Puttgarden in Deutschland und Ringsted und Rødby in Dänemark. Weitere Informationen sind hier verfügbar: http://femern.com/de

Der Brenner Basistunnel ist ein 64 km langer zweigleisiger Eisenbahntunnel durch den Brennerpass. Der BBT wird die längste unterirdische Eisenbahnverbindung der Welt. Er verläuft zwischen Innsbruck in Österreich und Fortezza in Italien und ersetzt die bisherige Bahnstrecke. Weitere Informationen sind hier verfügbar: https://www.bbt-se.com/

STRING ist eine grenzüberschreitende politische Partnerschaft zwischen Hamburg und Schleswig-Holstein in Deutschland, der Hauptstadtregion Kopenhagen, Region Sjælland und der Stadt Kopenhagen in Dänemark sowie der Region Skåne im Süden Schwedens. Die Partner kooperieren, um gemeinsam den Nutzen der neuen Infrastruktur zwischen Hamburg und Kopenhagen im Hinblick auf Wachstum, Arbeitsplätze und klimafreundliche Entwicklung zu optimieren. Weitere Informationen sind hier verfügbar: http://www.stringnetwork.org/

Die Brenner Corridor Platform (BCP) wurde 2007 vom Europakoordinator Karel van Miert ins Leben gerufen, um einen integrierten Entwicklungsansatz für den Brennerkorridor zwischen München und Verona zu gewährleisten. Zu den Mitgliedern der BCP gehören drei Mitgliedstaaten (Österreich, Deutschland und Italien), fünf Regionen (Bayern, Tirol, Südtirol, Trento, Verona), Eisenbahn- und Autobahnunternehmen sowie die Europäische Kommission. Weitere Informationen sind hier abrufbar: http://www.scandria-corridor.eu/index.php/en/

  Quelle: www.femern.de


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