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Klimaschutz vom Keller bis zum Dach

23.03.2016

Ingenieurgeschichten:

Man könnte es fast übersehen: Das neue Gebäude der DBU (Deutsche Bundesstiftung Umwelt) in Osnabrück gibt sich auf den ersten Blick zurückhaltend. Die Form und Konturen folgen einem klaren Konzept. Ziel, Sinn und Zweck: ein sparsamerer Umgang mit Ressourcen und Energie. Hinter dem Energiekonzept des Projekts steckt der Ingenieur Markus Pfeil. Mit seinem Ingenieurbüro entwickelt er ganzheitliche Energielösungen für Bauten jeder Art. Das Ergebnis seiner Arbeit in Osnabrück: Mit 15 kWh/m² jährlich (entspricht 1,5 l Heizöl) wird nur noch ein Bruchteil der Heizenergie vergleichbarer Gebäude benötigt. Dank einer Reihe weiterer Maßnahmen wird sogar mehr Energie erzeugt als selbst verbraucht. Das Prinzip nennt sich Plusenergiehaus. Der VDI stellt Markus Pfeils Geschichte als Fotoreportage in seiner Kampagne Ingenieurgeschichten vor.

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Fotos: Fabian Stürtz / VDI

Es gehört zum Selbstverständnis einer Umwelt-Organisation wie der DBU, selbst mit gutem Beispiel voranzugehen. Entsprechend entwickelte Markus Pfeil das Energiekonzept mit einem hohen ökologischen Anspruch. Das beginnt bei der vorbildlichen Nutzung von Baumaterialien, wie Holz für die Rahmenkonstruktion und recycelbarem Hanf für die Wärmedämmung. Große Fensterflächen mit regelbarem Licht- und Wärmeeintrag sorgen für viel Tageslicht und vermeiden Überhitzungen. Deckenstrahlplatten regeln ganzjährlich die Temperatur: Sie kühlen im Sommer und heizen im Winter. Ein hocheffizientes Blockheizkraftwerk liefert die Wärme und eine große Photovoltaikanlage auf dem Dach liefert zusätzlich Strom. Energiezukunft an allen Ecken und Enden.

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Die Begeisterung für Technik reicht bei Markus Pfeil weit zurück: „Bauen, Löten und Schweißen wurden mir quasi in die Wiege gelegt.” Als Sohn eines Mechanikers hatte er von Kindesbeinen an Kontakt zu Technik und schraubte bereits mit zehn Jahren am ersten eigenen Auto herum. „An meinem Vater ist auf jeden Fall ein Ingenieur verloren gegangen”, sagt Markus Pfeil. Für den Sohn war der Weg zum Maschinenbau-Studium vorgezeichnet. Doch im Studium stellte sich schnell heraus, dass seine eigentliche Liebe der Energietechnik galt. Gerade die Photovoltaik war Mitte der 1990er ein neues, spannendes und gleichzeitig wichtiges Feld. Aus der Berufung wurde bald ein Beruf und schließlich ein eigenes Ingenieurbüro, das er mit seinem Kollegen Holger Koch 1997 gründete. „Es geht um ganzheitliche Energiekonzepte: von der energieeffizienten Gebäudehülle bis zu innovativen Techniken wie Geothermie, Biomasse und Solarenergie”, sagt Markus Pfeil.

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Das Thema spielt inzwischen auch in seinem Leben eine ganzheitliche Rolle. Als Professor der Münster School of Architecture vermittelt er angehenden Architekten sein Wissen. Markus Pfeil gönnt sich nur ein Hobby, das sich nicht an neuesten Klimastandards orientiert, welches er dafür aber umso nachhaltiger pflegt. In seiner Freizeit schraubt er mit viel Leidenschaft an seinem Mercedes Benz, Baujahr 1966, den er seit über 25 Jahren straßentauglich hält.

  Quelle: www.vdi.de


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