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Lebendige Steinfassade

15.12.2014

Muschelkalk ist vielfältig einsetzbar

Die Fassade ist im wahrsten Sinne des Wortes das Kleid eines Bauwerks. Und das macht bekanntlich Leute oder einen guten Eindruck. Deshalb setzen Architekten bei der Planung von Gebäuden auf ganz unterschiedliche Materialien, um den Ausdruck des Objekts zu verstärken. Bei Großprojekten und Firmenkomplexen entscheiden sich immer mehr Planer für Naturstein. Muschelkalk beispielsweise besitzt eine unaufdringliche, edle Anmutung und wirkt dennoch charakterstark. Leichte Erzeinschlüsse geben dem Stein eine markante Melange. So verleiht es großen Flächen eine harmonische, aber abwechslungsreiche Ebene, die immer mehr Entscheidungsträger begeistert.

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Das Berliner Humboldtpalais liegt im Herzen der Stadt. Mit seiner Fassade aus Muschelkalk fügt es sich in die mondäne Umgebung perfekt ein.

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Die gräulichen Fassadenplatten geben dem Gebäude auch einen optischen Sockel.

Mitten in Berlin drängen sich spannende Bauprojekte. Das Humboldt Palais unweit des Hegelplatzes ist dennoch eine Ausnahme. Zwischen den Museumsinseln und der Friedrichstraße gelegen, liegt es im Herzen der Stadt. Schon wegen seiner mondänen Umgebung musste dieses Objekt eine ebenso edle Ausstrahlung besitzen. Urbane Noblesse ist Pflicht, wenn man in Berlin hochwertige Mieter anziehen möchte. Für die Außenfassade suchte sich das Berliner Architekturbüro BUWOG – Meermann Mooser Muschelkalk aus. Die hellgrauen, geschliffenen Platten bilden den optischen Sockel des Gebäudes. Rund 300 m² Fläche wurden mit der Steinauswahl belegt.

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Die Bewohner der Stadt Fulda sind begeistert: Das mit Muschelkalk verkleidete H&M Gebäude lockt die Kundschaft.

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Lebendig ohne aufdringlich zu wirken: Muschelkalk gibt der Fassade eine unaufdringliche und dennoch spannungsgeladene Anmutung.

Auch im hessischen Fulda setzte das Planungsbüro der schwedischen Modekette Hennes & Mauritz auf die Optik des Natursteins. Für die H&M-Filiale an der Bahnhofstraße wurde ein Muschelkalk aus der Kohlplattenregion verwendet. Dadurch erhält der Bau vor allem durch die Abwechslung von Fenster- und Natursteinfläche eine gewisse Spannung. Helles Grau begibt sich hier in ein Wechselspiel mit dem Dunkel der Fenster, das immer wieder durch Farbtupfer der ausgestellten Kleider und Waren unterbrochen wird. Ebenfalls im Spannungsfeld befinden sich die glatte Glasoberfläche und die fein gekordelte und dadurch grobporige Seite des Muschelkalks.

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Mediterranes Flair mitten in Osnabrück: In der Edinghäuserstraße sind moderne Stadtvillen geschaffen worden. Muschelkalk wurde hier ganz vielfältig eingesetzt.

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Gesimse, Fensterbänke und Abdeckplatten der Häuser wurden mit Muschelkalk gefertigt.

Fotos: TRACO

Der seltene Naturstein erfreut sich ebenso in Osnabrück besonderer Beliebtheit. So wurden an der Edinghäuserstraße Eigentumswohnungen geschaffen, die als Stadtvilla kaufkräftige Investoren oder Eigenheimkäufer ansprechen sollten. Auf den teuersten Grundstücken Osnabrücks gelegen entstand dabei ein Ensemble mit mediterranem Charakter. Das Architekturbüro Ohnesorge setze in seiner Planung den Naturstein nicht nur für die Fassade ein, sondern nutzte ihn auch für massive Gesimse, Fensterbänke und Abdeckplatten. Die Umgebung, die zuvor lange Zeit ungenutzt gewesen war – hier hatte früher die Osnabrücker Aktien Brauerei ihren Standort – wurde damit den Erwartungen der Immobilienexperten gerecht. Nahe am botanischen Garten gelegen können sich Eigentümer nun in insgesamt fünf Stadtvillen zurückziehen, ohne dabei die Nähe zum Zentrum, dem Städtischen zu verlieren.

Es gibt viele Argumente, die für Natursteine wie Muschelkalk sprechen. Im Außenbereich macht sich vor allem seine Witterungsresistenz bezahlt. Er ist korrosionsbeständig, frostfest und zeichnet sich durch hohe Druckfestigkeit aus. Zudem harmoniert Muschelkalk hervorragend mit Materialien wie Holz, Edelstahl oder Glas. Ein weiterer Vorteil der Natursteinprodukte ist der Preis. Im Vergleich zu möglichen anderen Fassadenmaterialien wie Metall oder Glas ist Naturstein vergleichsweise günstig. So kostet eine Metallfassade im Durchschnitt das Doppelte, wohingegen eine Glasfassade schnell mit den vierfachen Kosten zu Buche schlagen kann. Auch die Optik ist entscheidend: Während viele Baustoffe mit den Jahren immer unansehnlicher werden, gewinnen echte Steine durch natürliche Patina oft einen zusätzlichen Reiz. Darüber hinaus kann Muschelkalk gereinigt beziehungsweise abgeschliffen und so wieder in den Originalzustand gebracht werden.

  Quelle: www.schaal-trostner.de


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