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Nachträgliche Wärmedämmung zweischaliger Außenwände

08.10.2012

Gebäudedämmung – Material wird eingeblasen

In Norddeutschland wurden früher die Außenwände der meisten Wohngebäude und Siedlungshäuser zweischalig mit Luftschicht errichtet. Heizenergie war preiswert und die Luftschicht zwischen den Wänden würde es schon richten. Untersuchungen bestätigen, dass sich bis zu 25 % des Wärmeverbrauches durch zusätzlich gedämmte Außenwände einsparen lassen. Auf elegante und praktisch nicht sichtbare Weise lassen sich solche Gebäude nachträglich und zusätzlich dämmen, indem die Luftschicht mit speziellem Dämmmaterial aufgefüllt wird. Seit über 35 Jahren führt die Lammers GmbH Dämmarbeiten an solchen Gebäudetypen durch. Als anerkannter Fachbetrieb für nachträgliche Kerndämmung verwendet das in Ganderkesee ansässige Unternehmen Perlite von Knauf. Das Naturprodukt liegt als Granulat vor und wird in die Hohlschicht mit Druckluft eingeblasen. Firma Lammers hat sich dazu eine spezielle Arbeitsmaschine gebaut. Auf einem Anhänger sind ein Druckluftkessel, ein C 25 CompAir Kompressor und ein Vorratskessel für Dämmstoff installiert. Vergleichbar dem Sandstrahlen reißt die in die Förderleitung eingeblasene Druckluft Dämmstoffgranulat aus dem Vorratskessel und bläst über eine Förderleitung den Dämmstoff an die Einbaustelle.

„Als es mit Hyperdämm losging hatte man uns als Druckluftlieferanten elektrisch betriebene Kompressoren empfohlen. Besonders bei mehrgeschossigen Gebäuden erwiesen sich die Maschinen als viel zu leistungsschwach, um den Dämmstoff zu fördern. Peter Gay Baumaschinen in Bremen empfahl uns einen dieselbetriebene leistungsstarken Kompressor“, erzählt Björn Lammers und ergänzt: „Wichtiger Bestandteil einer guten und nachhaltigen Dämmung ist eine gründliche Voruntersuchung des Bauzustandes“.

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Foto: CompAir Drucklufttechnik, Simmern, D

Auf dem Anhänger sind alle Arbeitsgeräte einschließlich Kompressor untergebracht. Über Leitungen wird der Dämmstoff eingeblasen.

Mittels Endoskop untersucht Björn Lammers vorher die Wandhohlräume. Dazu sind nur sehr kleine Bohrungen an den Außenwänden nötig. Sobald die Planung und Kalkulation abgeschlossen ist kann mit der Wärmedämmung begonnen werden. Dabei wird das Hausgrundstück nicht, wie bei anderen Dämmungen, in eine Baustelle verwandelt. In versetzter Anordnung werden durch 50 mm große Bohrungen bei einem Putzbau bzw. bei einer Ziegelfassade durch die Entnahme von Verblendstein Öffnungen geschaffen, über die die Mineralkörnung in den Hohlraum eingeblasen wird.

Tritt beim Einblasen nun Material an der obersten Öffnung der Außenfassade aus und ist entsprechend viel Dämmmaterial verbraucht worden, dann ist die Dämmung erfolgreich ausgeführt. Sämtliche Öffnungen werden fachmännisch wieder verschlossen, einschließlich optischer Anpassung an die Umgebung.

Hyperdämm ist ein Produkt von Knauf-Perlite. Es ist ein leichtes körniges Naturmaterial. Rohstoff ist das Vulkangestein Perlit, das fein gebrochen und dann bei ca. 1000°C expandiert wird. Es ist naturrein, nicht brennbar, unverrottbar, ungeziefersicher und schrumpft nicht. Zudem ist es durch eine spezielle Behandlung des Herstellers wasserabweisend, aber dampfdurchlässig und bildet im Mauerwerk eine fugenlose Dämmschicht. Der Dämmstoff wurde laufend verbessert und aktuell in einer Körnung von 1 mm lieferbar. Als Rechenwert der Wärmeleitfähigkeit gibt der Hersteller 0,040W(m=K) an

  Quelle: www.prewe.com


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