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Per Helikopter in die Höllentalklamm:

20.04.2020

ZÜBLIN baut neue Brücke und Stege

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Bogenbrücke im Höllentalklamm um 1905.

Foto: © Sektion Garmisch-Partenkirchen des Deutscher Alpenverein e.V

Unzählige Wasserfälle, verschlungene Pfade und riesige Felsformationen: Vor dieser ganz besonderen Kulisse in der Höllentalklamm errichtet ZÜBLIN – in Kooperation mit der Sektion Garmisch-Partenkirchen des Deutschen Alpenverein (DAV) e.V., thyssenkrupp, Hilti, der lokalen Baufirma Florian Dörfler sowie weiteren Partnern – eine neue Bogenbrücke sowie zwei Stege. Die 1 km lange Klamm ist ein Publikumsmagnet auf dem Weg zur Zugspitze in der Nähe von Grainau, einer Gemeinde bei Garmisch-Partenkirchen. Die Klamm wird jährlich von bis zu 100.000 Touristinnen und Touristen besucht. 115 Jahre hatten die historische Brücke und die sich anschließenden Stege durch die Klamm dem Besucherstrom standgehalten, nun muss ein Neubau sie ersetzen.Das Projektteam errichtet Brücke und Stege im Rahmen eines Sponsorings. ZÜBLIN Stahlbau fertigt und montiert die Brückensegmente, der ZÜBLIN-Bereich Ingenieurbau/Bayern ist für die Gesamtorganisation und die Bauleitung zuständig und Auszubildende der STRABAG Konzern-Lehrwerkstatt in Bebra fertigen und montieren die Holzbeläge für die Stege. thyssenkrupp Materials Services liefert insgesamt knapp 7 t Stahl und Hilti beteiligt sich mit 100 Ankerstangen am Projekt.

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Helikopterflug in die Höllentalklamm.

Die Sektion Garmisch-Partenkirchen des DAV ist u. a. für die Logistik vor Ort verantwortlich, unterstützt bei der Montage und sorgt für die Unterkunft und Verpflegung der ZÜBLIN-Mitarbeiter. Heute wurden die vorgefertigten Stahl-Segmente und das Baugerüst – ebenfalls zerlegt in mehrere Teile – per Helikopter von Grainau bis zur Höllentaleingangshütte auf 1.045 m geflogen. Die ehrenamtlichen Helfer der DAV-Sektion Garmisch-Partenkirchen tragen die Materialien die restlichen 200 m zu Fuß bis zu ihrem Bestimmungsort. Um die Stahl-Elemente in der Klamm zu befestigen, muss sich das ZÜBLIN-Team vom Fels abseilen. „Ein solches Projekt hat man nicht alle Tage. Nicht nur die Vorfertigung der komplexen Stahlteile, auch der Einbau vor Ort sind außergewöhnlich. Als die Anfrage seitens des Alpenvereins kam, ob ZÜBLIN im Rahmen eines Sponsorings unterstützen kann, haben wir sehr gerne ja gesagt“, betont Philipp Schön, der für ZÜBLIN den Einbau vor Ort leitet. Tatkräftig unterstützt werden die ZÜBLIN-Monteure vom Team der in Grainau ansässigen Firma Florian Dörfler, die auf den Bau im alpinen Gelände spezialisiert ist, bei der Montage und Verankerung im Fels sowie organisatorischen Arbeiten vor Ort.

Ein Vorzeigeobjekt alter Ingenieurskunst
Um 1905 errichtet, haben die alte Brücke und die zwei Stege jährlich mehreren Zehntausend Personen auf dem Weg zur Zugspitze gute Dienste geleistet – und spektakuläre Ausblicke geliefert. Auch die neue Brücke folgt daher dem Vorbild dieser Bestandsbrücke, die als ein Vorzeigeobjekt alter Ingenieurskunst gilt.Das neue Bauwerk hat drei Abschnitte: die Bogenbrücke mit einer Spannweite von 7 m und zwei sich anschließende Stege. Die Brücke wiederum besteht aus drei Segmenten. Diese werden auf der alten Brücke zusammengebaut, mit oberhalb im Fels verankerten Greifzügen angehoben und nach der Demontage der alten Brücke anschließend auf die Sollhöhe und -lage abgelassen. Der erste Steg, zwischen dem Höllentalklamm-Museum und der Bogenbrücke, ist ca. 20 m lang.

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Fotos: Ed. Züblin AG, Angelika Warmuth

Der zweite Steg führt, auf einer Länge von ca. 23 m und einer Steigung von ca. 15 %, von der Bogenbrücke zu einem Tunnel. Die Stege bestehen aus einzelnen Tragwerken mit Felsverankerungen. Die Tragwerke können individuell positioniert und – im Falle einer Reparatur – einzeln ersetzt werden. Bevor die Segmente per Helikopter in die Klamm geflogen werden konnten, war einiges an Vorarbeit nötig: Im Werk von ZÜBLIN Stahlbau im brandenburgischen Hosena wurden die Stahlteile gefertigt. Das Vormaterial dazu lieferte thyssenkrupp Materials Services. Die Werkstoff-Experten erstellten auf Basis der benötigten Bauteile eine geeignete Stückliste und stellten maßgeschneidert Bleche, Stäbe und Rohre in mehr als 20 unterschiedlichen Ausführungen zur Verfügung. Diese Bauteile von bis zu 12.000 mm Länge und 20 mm Dicke kommen beim Brückenneubau als Träger, Stegblech, Pfosten oder Handlauf zum Einsatz. Für optimalen Korrosionsschutz nahmen die Segmente ein ca. 500 Grad heißes Zinkbad, bevor sie per Lkw zum Landeplatz des Helikopters gebracht wurden. Nach der Montage aller Stahlteile wird als letzter Arbeitsschritt der ebenfalls von ZÜBLIN bereit gestellte und bearbeitete Holzbelag auf den Stegen angebracht.

Es ist geplant, die neue Bogenbrücke und die zwei Stege am 9.5.2020 fertigzustellen.

  Quelle: www.zueblin.de


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