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Schicht im Abwasserschacht

16.04.2020

Ausgediente Haltungen fachgerecht stilllegen

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Das Verdämmen stellt eine effiziente Methode dar, ausgediente Kanäle und Leitungen langfristig zu sichern.

Neben der Sanierung und dem Neubau von Kanälen und Leitungen ist oftmals auch das Verfüllen nicht mehr benötigter Haltungen gefragt. Stilllegungsmaßnahmen sind eine besonders anspruchsvolle Aufgabe, da hierbei viele Parameter – wie zum Beispiel die Lage und mögliche Undichtigkeiten – berücksichtigt werden müssen. Daher gilt es, abgestimmte Materialien sowie Verfahren zu wählen, die eine sichere Ausführung und die langfristige Stabilität des verfüllten Kanals gewährleisten. Alle Leistungen rund um das Verdämmen von Kanälen – von der TV-Untersuchung bis hin zu den anfallenden Tiefbauarbeiten – bietet die Sanierungstechnik Dommel GmbH aus einer Hand an. Dabei greift der Kanalsanierungsspezialist aus Hamm auf langjährige Erfahrung und modernste Technik zurück.

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Um sich ein möglichst genaues Bild des zu verfüllenden Kanals zu machen, führt Dommel zunächst eine Kamerabefahrung durch. Für verzweigte Netze kommt hier die „Sehende Nordseedüse“ zum Einsatz.

Was tun mit ausgedienten Kanälen und Leitungen unter der Erde? Sie einfach sich selbst zu überlassen ist keine Option. Denn mit fortschreitendem Verfall der Bausubstanz gehen Gefahren wie zum Beispiel das Eindringen von verunreinigtem Wasser in das Erdreich oder Grundwasser einher. Auch können Verformungen des Kanals eine Reduzierung des Querschnitts zur Folge haben und dadurch Setzungen des Bodens auslösen. In besonders schwerwiegenden Fällen besteht außerdem ein akutes Einsturzrisiko.

Beschaffenheit des Dämmers
Um solche Risiken auszuschließen, müssen die in der Erde verlaufenden Leitungen und Kanäle fachgerecht stillgelegt werden. Dies kann, alternativ zum Abbruch, durch das Verfüllen der Haltung erfolgen. Dabei setzt die Sanierungstechnik Dommel GmbH auf einen umweltgerechten Dämmer, der auch in den Wasserschutzzonen I und II zugelassen ist. Die passende Mischung des Dämmers für die jeweiligen Anforderungen sollte schon in der Planungsphase festgelegt werden. Der als Sack oder lose Siloware angelieferte Baustoff ergibt eine fließfähige Zementsuspension, die eine möglichst hohlraumfreie Verfüllung gewährleistet und die entsprechenden Druckfestigkeiten erreicht. Mittels Additiven lässt sich nach Bedarf die Dichte des Materials beeinflussen. Beim Einfüllen des Dämmers in die Altleitungen ist eine entsprechende Entlüftung sicherzustellen. Diese erfolgt in der Regel am oberen Schacht des Verfüllabschnittes und kann durch das Einbringen von zusätzlichen Entlüftungsrohren in den Bestandskanal unterstützt werden.

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Der Dämmer auf Basis einer fließfähigen Zementsuspension wird über Befüllleitungen in den jeweiligen Kanalabschnitt gepumpt.

Haltungen und Ringräume mit einem Volumen von bis zu 370 Kubikmeter konnte der Kanalsanierungsspezialist bisher erfolgreich „in einem Rutsch“ verdämmen. Längere Strecken müssen in der Regel abschnittsweise erfolgen. Erschwert wird das Verdämmen, wenn sich der Einsatzort fernab befestigter oder anfahrbarer Flächen befindet. Denn bei der Zusammensetzung der Zementsuspension kommt es auch darauf an, wie weit das Material gepumpt werden muss. Dies war etwa bei einer Stilllegungsmaßnahme in Dortmund im Jahr 2019 der Fall. Hier musste der Dämmer bis zu 1.000 Meter bis zu seinem Bestimmungsort zurücklegen – eine zusätzliche Herausforderung bestand darin zu gewährleisten, dass die Wärmeentwicklung nicht zu hoch ausfällt und zum Abbinden des Materials im Zuleitungsrohr führt. Trotz der anspruchsvollen Rahmenbedingungen konnten hier 2.800 Meter Ei-Kanal 900/1350 innerhalb von wenigen Wochen fachgerecht verfüllt werden.

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Die Festigkeit des Füllmaterials sorgt für eine dauerhafte Stabilität des außer Betrieb genommenen Abschnitts.

Voruntersuchung klärt Schadensbild
Überdies ist es häufig schwierig vorauszusehen, wo der Dämmer hinfließt. „Durch undichte Rohrwandungen und unbekannte Anschlussleitungen kann Füllmaterial leicht an ungewünschte Stellen gelangen“, erklärt Benedikt Stentrup, Geschäftsführer der Sanierungstechnik Dommel GmbH. „Um dies zu verhindern, führen wir zunächst eine Kamerabefahrung des maroden Kanals und aller Anschlussleitungen durch.“ Mit zwei neuen TV-Fahrzeugen, die über Fahrwagen-, Schiebe- und Satellitenkameras verfügen, ist der Kanalsanierungsspezialist hier besonders gut aufgestellt.

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Neben dem eigentlichen Verdämmen der Rohre bietet die Sanierungstechnik Dommel GmbH auch alle weiteren notwendigen Tiefbauarbeiten wie zum Beispiel den Rückbau nicht mehr benötigter Schächte mit an.

Für besonders verzweigte Leitungsnetze verschaffen sich die Kanalprofis aus Hamm zuerst mit der „sehenden Nordseedüse“, einer steuerbaren Spüldüse mit integrierter Kamera, einen Überblick. Hochauflösende Bilder geben Aufschluss, in welchem Zustand sich das Kanalinnere befindet. Die Geo-Sense-Funktion der Kanalinspektionsfahrzeuge dient zudem der dreidimensionalen Verlaufsmessung von Anschlussleitungen. Ist keine TV-Befahrung durchführbar, weil die Bausubstanz zu zerstört ist, muss beim Verfüllen besonders vorsichtig vorgegangen werden. Gegebenenfalls sind punktuelle Maßnahmen wie beispielsweise Suchschachtungen vorzunehmen.

Alle Maßnahmen aus einer Hand
Neben dem eigentlichen Verfüllen der Kanäle sind oftmals zahlreiche weitere Maßnahmen notwendig. Sofern der Kanal oder die Leitung noch Abwasser transportiert, müssen die Anschlussleitungen auf einen anderen intakten oder neu erstellten Kanal umgebunden werden. Beim Verschließen alter Anschlussanbindungen setzt der Kanalsanierungsspezialist auf Robotertechnik oder in begehbaren Profilen auf das Abmauern mit Kanalklinkern und PCC-Mörtel.

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Gängige Praxis ist auch das Verfüllen nicht mehr benötigter Schächte.

Müssen zusätzlich Schachtabdeckungen abgebrochen und Schächte verfüllt werden, sind abschließend alle Oberflächen wieder instand zu setzen. Hierbei können auch Straßenbauarbeiten – wie zum Beispiel das Aufnehmen, Lagern und Wiedereinbauen von Pflastersteinen – anfallen. Für öffentliche Auftraggeber ist es demnach von Vorteil, wenn alle Maßnahmen aus einer Hand kommen. So bietet Dommel neben dem Verfüllen von ausgedienten Kanälen und Leitungen auch gleich alle weiteren notwendigen Tiefbauarbeiten direkt mit an. Dies spart allen Beteiligten Zeit und Kosten.

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Beim Verschließen alter Anschlussanbindungen setzt der Kanalsanierungsspezialist auf Robotertechnik oder in begehbaren Profilen auf den Rohrverschluss in händischer Arbeit.

Das Verdämmen ausgedienter Haltungen stellt eine effiziente Methode dar, Kanäle und Leitungen langfristig zu sichern und Gefahren für Umwelt, Mensch und Tier auszuschließen. Eine genaue und umfassende Voruntersuchung der gegebenen Bestandssituation ist bei einer solchen Maßnahme obligatorisch, um mit den abgestimmten Materialien und Verfahren ein bestmögliches Ergebnis zu erzielen.

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Von stark beschädigten Leitungen und Kanälen gehen Gefahren wie Umweltverschmutzungen und Setzungen aus.

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Eine besondere Herausforderung besteht, wenn sich der Einsatzort fernab befestigter oder anfahrbarer Flächen befindet. In diesem Fall muss der Dämmer entsprechend weit gepumpt werden.

Foto: Sanierungstechnik Dommel GmbH

  Quelle: www.kommunikation2b.de


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