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Schimmel in Gebäuden auf den Grund gehen

11.10.2017

TÜV Rheinland:

Schimmel in Haus oder Wohnung ist nicht bloß ein Schönheitsfehler, sondern extrem gesundheitsschädlich. Nach einer Studie der Berliner Humboldt-Universität waren 41 Prozent der Bevölkerung in ihrem Zuhause schon einmal von Schimmel betroffen. Die wirtschaftlichen Folgen können für den Vermieter erheblich sein: Mietminderung, Schadensersatz oder gar der Umzug in Ersatzwohnungen kommen teuer zu stehen. Die Klärung des Sachverhalts ist oft langwierig.

Denn mitunter müssen dafür Gutachter, Bauunternehmen, Juristen, Behörden und andere eingeschaltet werden. Auslöser des Problems ist nicht selten der Wille zum Energiesparen, wenn ohne Fachkenntnisse halbherzig wärmesaniert wird.

Expertentreff und Netzwerk der Baupraxis
Bei den TÜV Rheinland-Schimmelpilz-Konferenzen in Nürnberg (19. - 20.10.2017) und Köln (30.11. – 01.12 2017) beschäftigen sich Gutachter, Juristen, Energieberater, Bauexperten, Behördenvertreter und Vertreter von Sanierungs- und Baustoffunternehmen mit den unterschiedlichen Ursachen und Problemen. Ein bedeutendes Thema ist unter anderem das neue Haftungsrecht, das sich aus einem aktuellen Urteil des Europäischen Gerichtshofs ergibt. Hier wird die Haftung der Hersteller von Baumaterialien deutlich ausgeweitet: Waren sie früher nur zum Materialersatz verpflichtet, müssen sie heute im Schadensfall auch die Arbeitskosten für den Austausch bezahlen. Ein weiterer Schwerpunkt der beiden Konferenzen ist der vom Umweltbundesamt kürzlich veröffentlichte, aber jetzt schon kontrovers diskutierte neue Leitfaden über Schimmelpilz. Weitere Konferenzthemen sind das für Schimmelpilz relevante Baurecht und das Problem der richtigen Innendämmung.

Digital verknüpfte Gewerke erhöhen Qualität
Die Zukunft der gesamten Bauwirtschaft wird maßgeblich von BIM (Building Information Modeling) beeinflusst. Als wichtiges Digitalisierungsthema der Branche gehört es selbstverständlich zum Programm, aber es wird sicherlich auch in den Pausengesprächen ein bestimmendes Thema der Konferenzen sein. BIM hält als kooperative Arbeitsmethodik die digitalen Modelle eines Bauwerks und alle dazugehörigen Informationen vor. Die dadurch ermöglichte Abstimmung und Kommunikation zwischen den Gewerken wird gerade bei komplizierten bauphysiologischen Vorgängen, wie zum Beispiel bei Dampfsperren, erheblich erleichtert.

Ein Highlight der Kölner Schimmelpilz-Konferenz ist auch das Referat von Richter und Fachbuchautor Dr. Mark Seibel über den Begriff der „anerkannten Regeln der Technik“. Er beleuchtet diesen unbestimmten Rechtsbegriff mit all seinen Schattierungen und Unschärfen.

Die Schimmelpilz-Konferenzen in Nürnberg und Köln richten sich an Architekten, Bauingenieure, Bausachverständige und Baugutachter, Gebäudeenergieberater, Führungskräfte von Baustoffherstellern und Baustoffhandel, sowie an Geschäftsführer und Verantwortliche in ausführenden Fachbetrieben, an Juristen, Behördenvertreter sowie Fach- und Führungskräfte der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft.

Die Fakten
Nürnberger Schimmelpilz-Konferenz: 19./20. Oktober in der TÜV Rheinland Akademie, Tillystr. 2, 90431 Nürnberg. Kölner Schimmelpilz-Konferenz, 30.11./01.12 in der TÜV Rheinland Akademie, Am Grauen Stein, 51105 Köln.

  Quelle: www.tuv.com/schimmelpilz


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