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So viele Jobs wie seit 10 Jahren nicht mehr

21.03.2014

Bauindustrie:

Minister Meyer übergibt Förderbescheid im Ausbildungszentrum Ahrensbök

Vor dem Hintergrund dringender Infrastrukturmaßnahmen im Norden scheint der Nachwuchs im Bauhauptgewerbe auch in der Zukunft allerbeste Berufsaussichten zu haben. Reinhard Meyer, der Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie in Schleswig-Holstein ließ es sich jedenfalls nicht nehmen, persönlich nach Ahrensbök zu kommen, um dort den Förderbescheid für die Modernisierung des Ausbildungszentrums - immerhin eine Summe von 361.000,- Euro - zu übergeben.

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Übergabe Förderbescheid: (von links nach rechts: Hans-Werner Blöcker, Andreas Ketzner, Reinhard Meyer, Dr. Friedrich W. Oeser , Fotograf: Peer Ole Hellmann).

Die Baumaßnahme wird aus Zuschüssen durch das Bundesinstitut für Berufsbildung Bonn und das Land Schleswig-Holstein gefördert. Ausgebildet werden in Ahrensbök Straßenbauer sowie Beton- und Kanalbauer für die Bereiche Industrie und Handwerk. Trotz eines leichten Rückganges im 1. Ausbildungsjahr, sind die Mitgliedsfirmen des Bauindustrieverbandes Hamburg Schleswig-Holstein e. V. (BIV) optimistisch gestimmt, die hohe Auslastung des Ausbildungszentrums auch in den kommenden Jahren gewährleisten zu können. Dazu Dr.-Ing. Friedrich W. Oeser, Vorstandsvorsitzender des BIV: „Im Hinblick auf die demografische Entwicklung und den enormen Baubedarf haben die Auszubildenden am Bau derzeit hervorragende Berufsaussichten. Es gibt so viele Jobs wie seit zehn Jahren nicht mehr. Hinzukommt, dass die Ausbildungsvergütungen im Bauhauptgewerbe überdurchschnittlich hoch sind“.

Allerdings musste sich der Wirtschaftsminister bei seinem Besuch auch kritische Fragen der Presse und des BIV gefallen lassen. Denn seit vielen Jahren wird für den Erhalt und den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur im Norden zu wenig getan, so geht es aus dem (vorläufigen) Bericht zum Zustand der Landesstraßen hervor, in dem zugleich ein Finanzierungsbedarf von 30 Millionen Euro pro Jahr festgestellt worden ist. Doch das bisher festgelegte Sondervermögen für Schleswig-Holsteins Infrastruktur liegt gerade mal bei 24 Mio. Euro bis ins Jahr 2017. Wie passt das zusammen mit dem geplanten Personalabbau beim Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr in Schleswig-Holstein? „Die Bauwirtschaft bildet hervorragend aus und hält Kapazitäten vor, aber wie kommt das Geld angesichts der schwindenden Bauherrenkompetenz auf die Straße?“, fragt Frerich Ibelings, Hauptgeschäftsführer des BIV.

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Ausbildung live 2: (von links nach rechts: Hans-Werner Blöcker, Reinhard Meyer, Andreas Niedergesäss, Andreas Ketzner, vorn: StudiLe Joe-Immo Reinhardt, Fotograf: Peer Ole Hellmann).

Fotos: www.biv-hh-sh.de

Nach Einschätzung des BIV wird es lange dauern, viel Geld kosten sowie die Kompetenz der Verwaltung und der Wirtschaft fordern, die über Jahrzehnte aufgelaufenen Schäden im Land zu beseitigen. „Dieser Weg ist alternativlos. Jedes weitere Zögern führt zu ungleich höheren Folgeschäden“, so Dipl.-Ing. Bernd Schäfsmeier, Vorsitzender des Fachausschusses Straßenbau und Gussasphalt.

Für Reinhard Meyer alles wichtige Aufgaben für die Zukunft. „Das Land Schleswig-Holstein und die Bauwirtschaft sind gemeinsam in der Verantwortung“, so Meyer. Lösungen lassen sich nur im Dialog finden, insofern begrüßte Meyer auch das anschließende Treffen mit dem Fachausschuss Straßenbau und Gussasphalt.

  Quelle: www.biv-hh-sh.de


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