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Titan-Pumpen wehren Angriff ab

22.11.2019

Aggressives Schmutzwasser

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Aggressives Mischwasser kann die Wasserhaltung erschweren und die Pumpenkosten in die Höhe treiben.

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Wenn Pumpen vorschnell schlappmachen, liegt das nicht immer am körnigen Sediment im Schmutzwasser. Das schmirgelt zwar exponierte Teile wie das Laufrad förmlich ab. Doch oft ist der pH-Wert des Wassers das eigentliche Problem. Klar-, Schmutz- und Abwasserpumpen sind für die Förderung von Wasser ausgelegt, dessen pH-Wert in einem definierten Bereich liegt. Der streut bei reinem Wasser um das Mittel von sieben auf der ph-Skala, die von 0 bis 14 reicht. Der pH-Wert gibt an, ob eine wässerige Lösung sauer oder basisch ist. Dabei gilt: Je saurer das Wasser, umso aggressiver wirkt es auf andere Materialien. Auch oberhalb des Mittelwerts regiert die Oxidation: Freie Wasserstoffionen greifen Metalle an, Korrosion ist die Folge.

Rostschutz häufiger Irrtum
Selbst Edelstahl, dafür meist Pumpenmaterial der Wahl, ist nur bedingt gefeit: Ist die schützende Oxidschicht beschädigt, etwa durch Kerben, blüht bald der Rost. Bei Aluminium besteht ein Schutz nur im Kernbereich von 4,5 bis 8,5 auf der pH-Skala. Dass Alu also nicht rostet, ist ein (häufiger) Irrtum. Gusseisen hat viele Vorteile, bietet allerdings auch nur bedingten Schutz. Öfter als vielfach vermutet liegt der pH-Wert des Wassers im problematischen Bereich. Grobe Faustregel für Tief-, Spezialtief- und Rohstoffabbau: Je weiter es reingeht, umso potenziell problematischer.

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Die Pumpen der TM-Baureihe von Tsurumi sind aus Titan gefertigt, was sie leicht und widerstandsfähig in salz- und chloridhaltigen Flüssigkeiten macht.

Für Grubenwasser wurden bereits pH-Werte bis -3,6 gemessen. Meist ist Mischwasser der Grund, wie auch andernorts am Bau oft im Spiel. Speziell für diese Szenarien in Kombination mit hoher Mobilität (häufige Standortwechsel) hat der Pumpenhersteller Tsurumi seine neue TM-Baureihe entwickelt. Dabei handelt es sich um leichte Tauchmotorpumpen, bei denen alle Teile, die mit Flüssigkeit in Berührung kommen, aus Titan gefertigt sind. Sie wehren den chemischen Angriff salz- und chloridhaltiger Fördermedien wirksam ab.

Titan trotzt Salzwasser
Titan ist 45 Prozent leichter als Stahl und doppelt so fest wie Aluminium. Das Material bildet eine äußerst beständige oxidische Schutzschicht aus, die unempfindlicher gegenüber Dellen, Kratzer und Kerben sein kann. In vielen Anwendungen ist Titan der Materialfavorit. Die TM-Reihe umfasst derzeit drei Pumpentypen mit bis zu 350 Litern Fördermenge pro Minute einerseits, und 12 Metern Förderhöhe andererseits. Durch den Gewichtsvorteil der von Tsurumi verwendeten Titanlegierung wiegen die Pumpen trocken nur um sieben Kilogramm.

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Opferanode aus Aluminium oder Zink: Mit diesem galvanischen Trick verlängert sich die Standzeit von Pumpen in aggressiver Umgebung.

Fotos: Tsurumi

Neben Titan verbaut Tsurumi auch GFK bei sekundären Gehäuseteilen, und ultrahartes Siliziumkarbid etwa bei der Wellendichtung. Wie fast alle Pumpen im Sortiment, kommt auch die TM mit vergossenen elektrischen Leitern, doppelt innenliegender Gleitringdichtung und eingebautem Motorschutz. Übrigens lässt sich mit einem Trick die Anfälligkeit vieler Pumpen mindern: Außen angebrachte Anodenblöcke aus Aluminium oder Zink (Zubehörprogramm) leiten die galvanischen Ströme um, und damit den korrosiven Angriff weitgehend ab.

  Quelle: www.pressways.de


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