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Transparenz auf höchstem Level

07.02.2020

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Die von Glas umhüllten Bauten schwingen wellenartig vom Turm – ein harmonisches Ensemble.

Europas höchstes Gebäude thront im Norden von St. Petersburg, direkt an der Newabucht. Während aus der Ferne schon die schiere Größe des Lakhta-Towers die Exzellenz des Bauwerks ausstrahlt, betten unmittelbar am Fuße zwei gläserne Multifunktions-Bauten und eine lang gezogene, geschwungene Lobby den 462 m hohen Turm in ein harmonisch bewegtes Ensemble und geben ihm architektonischen Rückhalt. Die gigantischen Ausmaße greifen die Eingangsbereiche dieser Multifunktionsgebäude auf. Mit insgesamt 326 Glasfins im Nord- und Südblock sowie 78 Glasfins im Eingangsbogen hat sedak (Gersthofen) das strukturelle Gerüst für die großflächigen Glasfassaden geliefert. Darunter die aktuell längsten verbauten Laminate der Welt.

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Im Gesamtkomplex wirkt der Eingangsbereich auf der Ecke fast klein. Tatsächlich reicht schon dieser Gebäudeteil nahezu bis zur Hochhausgrenze.

Während im Lakhta-Tower vornehmlich Büroflächen und ein Panorama-Restaurant Platz finden, erweitern die angrenzenden Gebäude das neue Viertel funktional. Östlich liegt die Eingangslobby, die sich langgezogen an den Koloss schmiegt. Auch hier ist die gläserne Linie der Architekten deutlich erkennbar. Eine große Glasfassade öffnet das neue Viertel zur Stadt hin. Mit insgesamt 78 Glasfins wurde diese realisiert, um die Transparenz auf das höchste Level zu heben.

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Glas ist Architektur: Zur Größe des Lakhta-Towers passen die beeindruckende Glasfassade und die riesigen Scheiben mit einem Tragwerk aus Glasfins mit Höhen bis über 17 Metern.

Fotos: Laktha Center

Die 7-fach Laminate aus 12 mm dicken Gläsern wurden dafür mit Edelstahlschuhen versehen und von sedak werksseitig mit Stahlelementen ausgerüstet. So entsteht ein bündiger Abschluss der einen dezenten und dadurch ästhetischen Anschluss der Fassadenscheiben ermöglicht. Dieses perfekte Zusammenspiel trägt die architektonische Vision mit, die mit organischen Formen die Kraft des Wassers und den Fluss des Raums mit einer Offenheit und Leichtigkeit verknüpfen will.

Rekord-Glas: In der Spitze 17,2 Meter
Als Heimat für ein vielfältiges öffentliches Angebot kreierten die Planer zwei großflächige Gebäude westlich des neuen Wahrzeichens von St. Petersburg. Die komplett von Glas umhüllten Bauten schwingen sich wellenartig vom Turm weg, steigen Richtung Wasser steil an. Sie beherbergen neben einem Kino, Planetarium und Wissenschaftszentrum zum Beispiel auch Cafes, Einzelhandel und ein Spa. Um diese Offenheit für alle nach außen zu tragen, heben sich die zurückgesetzten Ecken im Nord- und Südwest-Teil signifikant und dadurch einladend vom übrigen Gebäude ab. Insgesamt 326 Glasfins tragen die Fassaden, die der Außenlinie der Bauten folgend nach oben hin spitz zulaufen. Dabei stechen die 17,2 Meter langen Fins heraus, die an den höchsten Stellen die Fassade tragen. Sie sind die aktuell längsten in einem Gebäude verbauten Glasfins.

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Die Glasfins wurden hochpräzise bearbeitet, um die Glasfassaden an ihnen sicher befestigten zu können.

„Das ist ein Meilenstein, auf den wir stolz sind. Aber die Grenzen sind noch nicht ausgereizt“, sagt sedak-Prokurist Ulrich Theisen im Rückblick auf das Projekt, an dem über ein Jahr gearbeitet wurde. Um die aus der Geometrie resultierenden Glasflächen der Fassaden mit ihren verschiedenen Lasten tragen zu können, fertigte sedak die Glasfins in mehreren Ausführungen. Die Hauptlast tragen die zahlreichen Dreifach-Laminate – in drei verschiedenen Breiten wurden insgesamt 237 Glasfins in den beiden Nebengebäuden verbaut. Dazu kommen 58 Achtfach-Laminate (8 x 12 mm), die mit Edelstahlschuhen ausgerüstet wurden, 14 Siebenfach-Laminate (5 x 12 mm und 2 x 15 mm) sowie 17 Sechsfach-Laminate (6 x 12 mm). Auf letztere wurden gläserne Brackets laminiert, in denen die Stahlelemente für einen optischen nahtlosen Übergang zu den Fassadenteilen verlaufen. Über die gesamte Höhe der verschiedenen Fins bohrte sedak passgenau die Aufnahme für die Fassadengläser: insgesamt 3316 Bohrungen mit einem Durchmesser zwischen 32 bis 60 mm. Und das mit höchster Passgenauigkeit. Bei der nachfolgenden Lamination musste alles perfekt laufen. „Das war eine große Herausforderung, weil es schlichtweg keine Toleranzen geben durfte“, erklärt Theisen.

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sedak produzierte für die verschiedenen Anforderungen maßgeschneiderte Glasfins. Darunter auch 14 Siebenfach-Laminate.

Fotos: sedak

  Quelle: www.pr-nord.de


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