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Trends im Miningsektor - Teil I

03.03.2016

Mining und Tunnelling sind bereits seit dem Jahr 2004 ein fester und immer wichtiger werdender Bestandteil der bauma. Auch zur kommenden Ausgabe der Weltleitmesse für Baumaschinen, Baustoffmaschinen, Bergbaumaschinen, Baufahrzeuge und Baugeräte, die von 11. bis 17. April in München stattfindet, bietet der Miningbereich zahlreiche Innovationen und Entwicklungen. Anlässlich des bauma Mediendialogs im Januar in München stellten die Unternehmen einige ihrer Trends schon mal vor.

Das neue Maschinenmonitoringsystem Certiq der Atlas Copco Rock Drills AB ist jetzt Standard bei den Bau- und Bergbaugeräten des Unternehmens. Das Certiq-System basiert auf Telematik, der kabellosen Datenübertragung. Es ermöglicht Eigentümern und Bedienern von zum Beispiel Über- oder Untertagebohrgeräten, die Leistung ihrer Maschinen jederzeit und von jedem Ort aus zu überwachen. Mit diesen zur Verfügung stehenden Echtzeitdaten können Eigentümer und Bediener der Ausrüstungen ihre Maschinen so optimieren, dass sie die bestmögliche Produktivität und Profitabilität erzielen. Die Certiq-Software sammelt und erfasst während des Maschinenbetriebs eine riesige Datenmenge. Diese Daten werden dann in leicht verständlichen grafischen Darstellungen auf einem speziellen Web-Portal sichtbar gemacht. Die Nutzer melden sich in diesem Portal einfach mit ihren spezifischen Login-Daten an, um eine einzelne Maschine oder eine ganze Flotte zu überwachen. Das System teilt den Nutzern mit, wie eine Maschine derzeit eingesetzt wird oder wie sie in der Vergangenheit eingesetzt wurde, aber auch Maschinenverfügbarkeitsraten, Wartungsanforderungen und vieles mehr werden sichtbar. Darüber hinaus erstellt das System automatisch Leistungsberichte und übermittelt sie per E-Mail an den Eigentümer oder Bediener der Maschine.

Mit insgesamt vier neuen Modellen komplettiert Bell Equipment zur bauma seine E-Serien-Generation knickgelenkter Muldenkipper. Mit den aktuellen Erdbau-Dumpern Bell B25E und B30E, den neuen mittleren Baureihen B35E und B40E sowie den neuen Großdumpern B45E und B50E hält Bell weiterhin an den „klassischen“ Abstufungen fest und bietet nach wie vor das weltweit größte 6x6-Programm. Dabei folgen die Modelle Bell B35E und B40E dem allgemeinen Markttrend mit deutlich höheren Nenn-Nutzlasten. Den Schritt zu EU4/Tier4 final vollzieht Bell Equipment mit neuen Reihensechszylindermotoren von Mercedes-Benz, die von MTU für den Offroad-Betrieb optimiert wurden. Für sichere Fahrt in der Bauindustrie sorgen Gummiraupenketten der Marke Trackman der Continental AG. Sie sind wie geschlossene Antriebsbänder mit Laufprofil, auf denen sich schwere Geräte und Zugmaschinen wie Transporter oder Straßenbaumaschinen fortbewegen. Dank neuer Armorlug-Technologie leisten die Gummiraupenketten nun noch mehr und sind langlebiger: Mehrere in den Antriebsstollen eingebettete Gewebeschichten verstärken das Material und erhöhen so die Widerstandsfähigkeit. Zuverlässig, wirtschaftlich und umweltschonend sind auch die Fördergurtlösungen für den effizienten Transport von Gütern.

Messebesucher können sich unter anderem über die neuesten Produktlösungen bezüglich Steilförderung, geschlossener Gurtsysteme, hitzebeständiger Fördergurte, energieoptimiertem Transport oder leichter PVC-Gurte informieren. Cummins Inc., Columbus, Indiana, USA, stellt die nächste Generation ultrasauberer Motoren vor, welche die 2019 in Kraft tretenden Stage V-Emissionsvorschriften der EU für Baumaschinen, Bergbau- und Materialhandhabungsgeräte erfüllen. Diese Motoren umspannen einen breiten Leistungsbereich von 55 bis 300 kW und genügen nicht nur der Vorgabe „Emissionswerte nahe null“ der Stage-V-Vorschriften, sondern bringen zudem eine Steigerung von Leistung und Drehmoment um bis zu zehn Prozent mit sich. Die Optimierungen der Motorleistung für Stage V werden durch einen innovativen Ansatz in Bezug auf Verbrennung, Luftstrom und Kraftstoffeinspritzsysteme erreicht, der es Cummins ermöglicht, das volle Potenzial der Vierzylinder QSF3.8 und QSB4.5 sowie der Sechszylinder QSB6.7 und QSL9 auszuschöpfen - ohne Hubraumvergrößerung.

Zetros ist eine LKW-Baureihe der Marke Mercedes-Benz der Daimler AG, die hauptsächlich für den schweren Geländeeinsatz konstruiert ist. Die Konzeption als Haubenfahrzeug führt zu sehr guten Fahreigenschaften im Gelände und zu einer geringen Fahrzeughöhe. Der Motor ist ohne Kippen des Fahrerhauses schnell für Wartungsarbeiten zugänglich. Der Zetros ist ein Langhauber und ausschließlich mit einem permanenten Allradantrieb erhältlich. Die Wattiefe beträgt 800 mm, optional sind 1190 mm möglich. Der Zetros wird mit dem Reihensechszylinder-Dieselmotor OM 926 LA mit 7,2 l Hubraum und 240 kW ausgeliefert. Es sind Motoren mit Abgasgrenzwerten nach Euro3 und Euro5 verfügbar. Der Antriebsstrang hat permanenten Allradantrieb sowie ein Verteilergetriebe mit Geländeübersetzung 1:1,69. Der Zetros wird serienmäßig mit einem neun-Gang-Handschaltgetriebe gebaut. Wahlweise wird er aber auch mit einem Vollautomatgetriebe der Marke Allison gefertigt.

Baumaschinen, -fahrzeuge und -geräte sowie Bergbaumaschinen stellen die größte Zielgruppe für Motoren der Deutz AG dar. So präsentiert der Hersteller erstmals seinen neuentwickelten TCD 2.2 Diesel- und Gasmotor sowie den bewährten TCD 2.9 als Gasvariante. Der TCD 2.2 wird mit bis 55 kW Leistung besonders für Anwendungen im Bereich Material Handling und kompakte Baumaschinen eine weitere Option darstellen. Das Besondere: Der Motor wird sowohl in einer Diesel- als auch in einer Flüssiggasversion (LPG oder Treibgas) an den Start gehen. Die Gasvariante wird dabei bis 42 kW leisten und ist zudem ein Novum innerhalb der sonst mit Dieselkraftstoff betriebenen Deutz-Produktpalette. Der TCD 2.2 wird 2019 rechtzeitig zur ab dann geltenden Abgasnorm EU Stufe V in Serienproduktion gehen. Bei allen TCD 2.2 und 2.9 Varianten handelt es sich um dieselbe Motorenplattform, wodurch der Kunde umfangreiche Synergieeffekte bei der Integration, unter anderem hinsichtlich der Anschlüsse oder der Ersatzteilversorgung, nutzen kann.

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Foto: Messe München GmbH

Mit dem LF-21H bringt die GHH Fahrzeuge GmbH einen leistungsstarken Fahrlader mit 21 t Nutzlast auf den Markt. Der Antrieb, das so genannte Efficient Drive System (EDS), wurde speziell für den Bergbau optimiert. Der umweltfreundliche Deutz-Motor erfüllt die höchste Abgasnorm EU Stage IV, sodass der Bewetterungsbedarf unter Tage minimiert wird. Der Lader wird neben der Standardversion in unterschiedlichen Kabinen-Varianten angeboten, um auch in geringen Streckenhöhen von 2,5 m eingesetzt werden zu können. Eine für den Erzbergbau ausgelegte Z-Kinematik ermöglicht höchste Reißkräfte und ist für die Beladung von entsprechenden Muldenkippern ausgelegt.

Die Hazemag Group entwickelt und fertigt Maschinen und Anlagen für die Bauindustrie und den Bergbau. Die Produkte und Anlagen werden sowohl zum Aufbereiten und Veredeln von Rohstoffen in der Bauindustrie verwendet, als auch im Untertage-Bergbau zum Auffahren von Strecken zur Gewinnung von Rohstoffen wie Kohle, Salz, Kali, Erze, Platin, Diamanten. Die Lehigh Cement Company (Heidelberg Cement Group) hat bei Hazemag eine semi-mobile Kalkstein Brechanlage für ihr Werk Union Bridge bestellt. Die Anlage wird bis zu 2.500 t/h Kalkstein mit einer Aufgabestückgröße bis 2.000 mm Kantenlänge verarbeiten. Das Material wird mit einem Plattenband HAF 25160 aus einem 400 t Aufgabebunker abgezogen. Im Aufgabematerial enthaltenes Feingut wird auf einem Rollenrost HRS 2638 bei 100 mm abgesiebt.

Die Herrenknecht AG liefert für alle Geologien weltweit Tunnelbohrmaschinen in Durchmessern von 0,10 bis 19 m. Außerdem stellt das Unternehmen Tiefbohranlagen sowie Bohranlagen für Vertikal- und Schrägschächte her. Als Innovation wird auf der bauma ein Slant Directional Drilling (SDD) Rig vorgestellt. Für die Erschließung erdnaher, konventioneller oder unkonventioneller Öl- und Gasvorkommen wurde mit Slant Directional Drilling ein alternatives Bohrverfahren entwickelt. Es handelt sich um eine Symbiose aus Horizontal (HDD) und Vertical Directional Drilling (VDD). Während der Eintrittswinkel bei HDD zwischen acht und 18 Grad liegt, beträgt er bei VDD 90 Grad zur Erdoberfläche. Vorkommen in geringen Tiefen können beispielsweise bei 30 Grad schnell erreicht werden, der Winkel ermöglicht eine horizontale Ablenkung für die Weiterbohrung.

Keestrack N.V. stellt den neuen raupenmobilen Kegelbrecher H4 (Transportgewicht 35 bis 50 t) vor. Herzstück des für die hochwertige Sekundär- oder Tertiärproduktion im Leistungsbereich von 120 bis 200 t/h konzipierten Modells ist die bewährte Kegelbrecher-Technologie, die in enger Zusammenarbeit für den Mobileinsatz optimiert wurde. Wegweisend sind dabei laut Keestrack fortschrittliche Lösungen in Brechersteuerung und -überwachung, die direkt Ausstoßleistung und Produktqualität beeinflussen. Als Nachfolger der Galleon-Baureihe erhielt der Keestrack H4 ein komplett neues Rahmen-Design, das neben der Ausrüstung mit leistungsfähiger Vor- und Nachabsiebung vor allem die Nutzung innovativer Antriebstechnologien ermöglicht. So bietet der Keestrack H4 als weltweit erster Mobil-Kegelbrecher ein hocheffizientes Dreideck-Nachsiebmodul mit Überkornrückführung zur Herstellung von drei hochwertigen Endprodukten in einem Durchgang. Beim Antrieb lässt Keestrack die Wahl zwischen zwei wirtschaftlichen Kombinationen: Diesel-Direktantrieb des Brechers mit elektrischer bzw. elektro-hydraulischer Peripherie (Bänder, Siebe etc.) oder die Vollhybrid-/„Plug-In“-Variante mit dann ebenfalls elektrischem Brecherantrieb via Onboard-Dieselgenerator bzw. Netzstrom.

Mit dem mobilen Kegelbrecher Mobicone MCO 11 PRO läutet die Kleemann GmbH, ein Unternehmen der Wirtgen-Gruppe, den Beginn seiner neu entwickelten PRO-Line ein. Diese bietet dem Steinbruch-Betreiber besonders robuste Anlagen für den leistungsstarken Einsatz. Angetrieben wird die Anlage von einem kraftvollen und verbrauchsarmen Diesel-Elektroantrieb, der den Betrieb mit externer Stromeinspeisung ermöglicht. Der Kegelbrecher mit einer maximalen Aufgabeleistung von bis zu 470 t/h ist mit dem innovativen Continuous Feed System (CFS) ausgestattet, das für eine produktive Brecherauslastung sorgt. Auch für den Betrieb in verketteten Anlagenkombinationen eignet sich die MCO 11 PRO bestens. Darüber hinaus ist die Anlage in einem Stück transportierbar und lässt sich dank hydraulisch bewegbaren Maschinenkomponenten schnell in Betriebsstellung bringen.

Die Kögel Trailer GmbH & Co. KG stellt den neuen Kögel Multi vor. Dieser universell einsetzbare Trailer eignet sich besonders für Baustoff-Transporte sowie für witterungsresistente Frachten. Der Sattelpritschenauflieger hat für die erhöhte Beanspruchung im Baubereich ein verstärktes Chassis und eine Sattellast von 15 t. Die Aluminiumbordwände lassen sich je nach Einsatzzweck aushängen. Damit ist der Multi für den Transport von unterschiedlichen Baustoffen prädestiniert.

Basierend auf den von Kunden definierten Anforderungen nahm Komatsu Mining die Entwicklung des neuen PC7000 in Angriff. Die 677 t schwere Maschine wurde mit dem Ziel konzipiert, den sichersten und leistungsstärksten Großhydraulikbagger in dieser Klasse zu schaffen. Der PC7000 wird durch zwei Dieselmotoren mit jeweils 1250 kW angetrieben, optional ist auch der Antrieb mit Elektromotoren verfügbar. Ausgestattet mit einem 36 m³ fassenden Hoch- oder Tieflöffel ist der PC7000 für unterschiedliche Einsatzgegebenheiten konzipiert. Der PC7000 ist auf die 240- bis 290-t-Muldenkipper 830E und 860E von Komatsu abgestimmt. Fahrern wird die verbesserte Steuerung der Maschine auffallen, denn Komatsu hat sowohl die Löffelausführung als auch das Hydrauliksystem verbessert. Dadurch schwenkt die Maschine schneller, und die Schaufel dringt leichter in das Material ein.

Zur bauma startet die Liebherr-International Deutschland GmbH den Verkauf der Liebherr PR 776, der ersten stufenlos hydrostatisch angetriebenen Planierraupe der 70-t-Klasse. Diese ist für härteste Mining- und Gewinnungseinsätze ausgelegt. Sie wird von einem Liebherr-Zwölfzylinder-Dieselmotor mit einer Maximalleistung von 565 kW angetrieben. Das Einsatzgewicht der PR 776 beträgt bis zu 74 t, und es können Schilde mit einer Kapazität von 18 m³ (Semi-U-Schild) bzw. 22 m³ (U-Schild) angebaut werden. Durch das moderne Antriebskonzept der PR 776 können Kunden die neue Planierraupe äußerst wirtschaftlich betreiben. Ein Novum in dieser Maschinenklasse stellt der stufenlose hydrostatische Fahrantrieb dar, der bei allen Planierraupen von Liebherr eingesetzt wird. Ein weiterer Bestandteil des modernen Antriebskonzepts ist die bedarfsgesteuerte Speisedruckversorgung. Wird zum Beispiel im Fahrbetrieb nicht die volle Speisedruckversorgung benötigt, wird diese automatisch zurückgefahren.

Weitere Informationen unter www.bauma.de

  Quelle: www.messe-muenchen.de


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