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Trends im Miningsektor – Teil II

21.03.2016

Mining und Tunnelling sind bereits seit dem Jahr 2004 ein fester und immer wichtiger werdender Bestandteil der bauma. Auch zur kommenden Ausgabe der Weltleitmesse für Baumaschinen, Baustoffmaschinen, Bergbaumaschinen, Baufahrzeuge und Baugeräte, die von 11. bis 17. April in München stattfindet, bietet der Miningbereich zahlreiche Innovationen und Entwicklungen. Anlässlich des bauma Mediendialogs im Januar in München stellten die Unternehmen einige ihrer Trends schon mal vor.

Für den Einsatz im Bergbau und in der Kiesgewinnung bietet die MAN Truck & Bus AG in Märkten außerhalb Europas das robuste und tragfähige MAN TGS-Fahrgestell aus seiner WorldWide-Produktfamilie an. Branchengerecht erfolgen Optimierungen an den Fahrzeugen: Das Tandemachsaggregat an dem auf der Messe bauma ausgestellten MAN TGS 33.480 6x6 BB bekommt jetzt einen längeren Achsabstand von 1500 mm. Damit lassen sich großformatige Singlebereifungen vom Typ 16 R 20 montieren. Auch Reifen im Format 24 R 20,5 passen an den Kipper, wenn die Bodenbeschaffenheit diese Bereifung erforderlich macht. Damit prädestiniert sich der auf 33 t zulässiges Gesamtgewicht ausgelegte MAN TGS Muldenkipper als Alternative zu den in der Anschaffung erheblich kostenaufwändigeren Knicklenkern. Mit dem MAN TGS WorldWide hat der Münchner Nutzfahrzeughersteller einen Lastwagen konstruiert, der mit schwierigen Straßensituationen sowie extremen Klimabedingungen wie eisiger Kälte und Schnee oder mit großer Hitze zurechtkommt. In arktischen Klimaregionen und in frostigen Wintern bewährt sich die im Leerlauf aktive Warmhaltefunktion des Kühlwassers. Bis minus 40 Grad Celsius sichert sie die Einsatzfähigkeit des Fahrzeugs.

Mit den neuen Kippern P450 im Heavy-Duty-Segment belebt die F. X. Meiller Fahrzeug- und Maschinenfabrik GmbH & Co. KG die Diskussion „Kipper oder Dumper“ neu. Mit den Hinterkipper-Aufbauten werden die überschweren Kipper-Lkw noch leistungsfähiger. Der neue Hilfsrahmen und die bauchigere Muldenform senken den Fahrzeugschwerpunkt, gezielt wird die Stabilität erhöht. Mit echten 28 m³ haben diese Kipper gleiche Umlaufkapazitäten wie Dumper-Konzepte, je nach Fahrstrecke spielen die Lkw ihre Vorteile voll aus: Ihre Umlaufgeschwindigkeit ist höher. Leer und teilbeladen dürfen sie auf der Straße fahren, eine Verlegung des Einsatzortes vollzieht sich ohne Schwer- oder Sondertransport. Für die Ladungssicherung der Kipper sorgt die Fernsteuerung i.s.a.r.-control. Sie ersetzt die traditionelle Ventilsteuerung neben dem Fahrersitz und integriert sämtliche Nebenfunktionen des Kipperbetriebs in einem Bedienelement. So lässt sich die elektrische Schiebeplane sicher, bequem und ohne Zeitverlust öffnen und schließen. Neu sind die optionalen Folgesteuerungen, sie reduzieren die nötigen Handgriffe und schließen Fehlbedienungen praktisch aus.

MTG, Premià de Mar erweitert sein Produktangebot an Zähnen für Schaufelbagger mit dem neuen Design RSS und RSXX. Diese beiden Designformen ergänzen das Produktangebot an Zähnen MTG Systems Starmet für Schaufelbagger. Der Zahn RSS eignet sich für harte Anwendungen mit hoher Schlagwirkung und ist besonders für all jene Fälle gedacht, in denen die Möglichkeit besteht, dass der Zahn einer Überbeanspruchung aufgrund von Hebelwirkung unterliegt. Das Design RSXX ist durch üppigen Verschleißmaterialauftrag speziell verstärkt, was einen überaus widerstandsfähigen Zahn ergibt, der sich für sehr harte Anwendungen mit extrem starkem Abrieb und hoher Schlagwirkung eignet.

Die beiden Designformen kommen zu den bereits vorhandenen (RS, RSX und EX) hinzu, bilden zusammen mit den Zahnhaltern und Schutzelementen MTG Systems StarMet Rope Shovels eine Komplettlösung für den Schaufel-schutz von elektrischen Schaufelbaggern und erlauben die Verwendung der gebräuchlichen Messerkonfigurationen.

Die SBM Mineral Processing GmbH deckt einen großen Teil der Aufbereitungskette ab: Brechen, Klassieren, Fördern, Lagern, Waschen und Entwässern. Der Backenbrecher STE 100.60 wurde für das Brechen von Kalkstein, Granit, Bauschutt, aber auch Schlacke neu entwickelt. Das neue Überlastschutzsystem Gap Release Control vermeidet Beschädigungen am Brecher und damit unnötige Reparatur- und Stillstandzeiten. So wird verhindert, dass „unbrechbare“ Teile den Brecher beschädigen oder blockieren. Durch die automatische Spaltverstellung wird der Brechspalt geöffnet, und das unbrechbare (Metall-) Teil kann den Brecher gefahrlos verlassen. Anschließend begibt sich die bewegliche Brechbacke wieder in die vordefinierte Grundstellung, und der Brechprozess wird ohne weitere Verzögerung fortgesetzt.

Neben Lkw und Motoren präsentiert die Scania CV AB den Geschäftsbereich Mining. Mehr als ein Drittel der Betriebskosten im Berg- und Tagebau entfällt auf den Transport. Deshalb will der Hersteller dazu beitragen, die Betriebsergebnisse der Kunden positiv zu verändern. Die Bergbau-Branche sieht sich neuen und schwierigen Herausforderungen gegenüber, die eine noch stärkere Ausrichtung auf kosteneffiziente Lösungen und Optimierung der Betriebsabläufe bedeuten. Das Hauptaugenmerk von Scania liegt darauf, Kunden aus der Bergbaubranche bei der Verbesserung der Produktivität, Senkung der Kosten und effektiverer Steuerung der Risiken zu unterstützen, um bessere Geschäftsergebnisse zu erwirtschaften.

Die Schäffer Maschinenfabrik GmbH erweitert ihr Baumaschinenprogramm um vier leistungsstarke Radlader mit Z-Kinematik, deren Motorleistungen zwischen 37 und 75 kW liegen. Einer von ihnen ist der neue 5650 Z, der mit einem Schaufelinhalt von 0,8 m³ und einem Einsatzgewicht von 4,5 t für hohe Anforderungen konstruiert wurde. Dieser ist mit einem 37 kW starken Kubota-Motor mit 2,6 l Hubraum und Vierventiltechnik ausgestattet. Erstmalig kommt in dieser Maschine eine elektrische Antriebssteuerung zum Einsatz, die zu einer deutlichen Effizienzsteigerung führt. Die Motorleistung wird durch die elektronische Unterstützung optimal ausgenutzt und in Schubkraft umgesetzt, Vorteil dabei ist der reduzierte Kraftstoffverbrauch. Zudem ermöglicht die elektronische Steuerung mehrere neue Sicherheitsfunktionen, z.B. einen Überhitzungsschutz, die das Arbeiten mit dem 5650 Z sicherer und zuverlässiger machen. Die maximale Hubhöhe des neuen Radladers beträgt 3,40 m. Mit bis zu 2,5 t liegt auch die Kipplast auf sehr hohem Niveau. Das Einsatzgebiet des 5650 Z lässt sich durch die optionale Zulassung als Zugmaschine bis 6 t Anhängelast und den optionalen Schnellgang bis 30 km/h deutlich erweitern.

Technologie der Schauenburg Maschinen- und Anlagen-Bau GmbH ist überall dort im Einsatz, wo unterirdisch neue Wege gebahnt, Verbindungen geschaffen, Rohstoffe gewonnen oder neue Energiequellen erschlossen werden. Zum Leistungsspektrum gehören Maschinen und Anlagen für die Bereiche Tunnel- und Spezialtiefbau sowie Bergbau. Den Schwerpunkt bilden Anlagen zur Spülungsaufbereitung: Effiziente Separationsanlagen sind die Grundlage für einen erfolgreichen Einsatz flüssigkeitsgestützter Abbauverfahren für Tunnelling, Microtunnelling, HDD und Schlitzwandbau. Für den Bergbau entwickelt Schauenburg hydromechanische Nass-Aufbereitungsanlagen als Vorstufe zur Erschließung der Erze. Das Erzgestein wird gewaschen, klassiert und nach spezifischem Gewicht sortiert. Dadurch werden die Betriebskosten in den nachfolgenden Prozessstufen wesentlich reduziert.

Siemens bietet Bergbauunternehmen ein getriebeloses Antriebssystem für SAG-Mühlen mit einem Rohrdurchmesser von 42 Fuß an. Damit lässt sich im Vergleich zu den bisher verbreitet eingesetzten 38-Fuß-Mühlen der Durchsatz nahezu verdoppeln. Das Unternehmen antwortet mit dieser Innovation auf die steigende Nachfrage nach größeren und leistungsfähigeren Antrieben im Bergbau. Hauptkomponente des Antriebssystems ist ein Ringmotor mit einer Breite von 25 m und einer Höhe von 20 m. Der 42-Fuß-Ringmotor ist das Herzstück des getriebelosen Antriebs und umschließt die Rohrmühle vollständig. Da mit steigendem Rohrdurchmesser auch die Masse des zu vermahlenden Erzes und damit die Belastung von Strukturelementen und Motor stark anwachsen, wurden bei dessen Auslegung alle Komponenten einer umfassenden und detaillierten Risikoanalyse unterworfen.

Bei der Gewinnung von Eisenerzen oder anderen Materialien im Hartgesteinstagebau werden riesige Trucks eingesetzt. Die Anschaffungskosten, aber auch der Kraftstoffverbrauch und die damit verbundenen CO2-Emissionen sind immens. Mit dem Integrated Skip Conveying and Crushing System bietet ThyssenKrupp Resource Technologies eine nachhaltige und wirtschaftliche Alternative: Anders als beim Trucktransport, bei dem neben der Nutzlast immer auch das Leergewicht eines Trucks bewegt werden muss, wird im Integrated Skip Conveying and Crushing System lediglich die Energie zum Transport der Nutzlast aufgewendet. Der Grund hierfür liegt im speziellen Anlagendesign, durch das sich die Eigengewichte der Skips gegenseitig ausgleichen. Hierzu werden zwei Skips über einen gemeinsamen Seilscheibenantrieb miteinander verbunden und können dann den Transport kompletter Lkw-Ladungen – von der Ladestation bis zur Brechanlage am oberen Rand des Tagebaus – schienengeführt übernehmen. Hierbei kann der kürzeste Weg – Steigungen bis zu 75° sind möglich – gewählt werden. Der weitere Transport des Materials vom Brecher zum Bestimmungsort kann anschließend vorteilhaft mittels Bandanlagen realisiert werden.

Mit dem neuen A60H mit einer Lademenge von 55 t kommt Volvo Construction Equipment (Volvo CE) der gestiegenen Kundennachfrage nach knickgelenkten Dumpern mit höherer Ladekapazität entgegen. Mehr als die Hälfte der weltweit von allen Herstellern verkauften knickgelenkten Dumper gehören der A40-Klasse an. Die Ladekapazität des Volvo A60H liegt um 40 Prozent höher als die A40er-Baureihe, was die Kosten für die Dumper-Kunden je Tonne reduziert. Die neue Größe ist auch auf weichen, unebenen und steilen Straßen eine echte Alternative zu Starrrahmenkippern und schweren Baustellenfahrzeugen, weil sich damit eine vergleichbare Menge an Material in kürzeren Zyklen transportieren lässt. Bei den extrem geländegängigen, knickgelenkten Dumpern ist auch weniger Instandhaltung der Transportstrecke erforderlich, was die Wirtschaftlichkeit weiter erhöht. Für herausragende Stabilität, viel Komfort und ein hohes Fahrtempo sorgen der perfekt abgestimmte Antriebsstrang, die automatische Traktionskontrolle (inklusive 100-Prozent-Differentialsperren), das wartungsfreie Drehgelenk, die hydromechanische Lenkung und die aktive Federung des Vorderrahmens.

Der Zeppelin-Konzern übernahm im Dezember 2013 den Vertrieb und Service von Bergbaumaschinen von Caterpillar Global Mining. Steinkohle wird unter Tage im Strebbau gewonnen. Zur Strebausrüstung gehören der Schildausbau, die Gewinnungsmaschine sowie der Kettenkratzerförderer zum Abtransport der gelösten Kohle. Bei der schneidenden Gewinnung kommen Walzenlader mit zwei Schneidwalzen zum Einsatz. Bei geringeren Flözmächtigkeiten wird die Kohle schälend mit Reißhaken- oder Gleithobeln gelöst. Geführt werden die Gewinnungsmaschinen am Strebförderer, dem so genannten Armored Face Conveyer. Damit der Strebraum offen und der Arbeitsplatz der Bergleute sicher bleibt, werden Ausbauschilde eingesetzt. Auf der bauma stellt Zeppelin die Gleithobelanlage GH 800 vor. Diese wird zusammen mit drei Einheiten Schildausbau von der RAG Anthrazit Ibbenbüren zur Verfügung gestellt. Der Cat-Tunnelbagger 328DLCR der Zeppelin Baumaschinen GmbH verfügt über speziell für den Tunnelbau konstruierte Ausleger und einen Heckschwenkradius von nur 1,90 m. Mit dem für europäische Tunnelprofile ausgelegten und für niedrige Arbeitshöhen optimierten Ausleger erreicht der Bagger schon bei 5,50 m Arbeitshöhe einen Vorschub von 2,30 m. Damit ist er der einzige 43-t-Tunnelbaggger, der mit dem Platz eines 27-t-Geräts auskommt, aber durch die höhere Leistung deutlich schneller vordringt. Durch den geringeren Platzbedarf kann außerdem das Profil verkleinert werden, was das Materialvolumen reduziert und eine leichtere Tunnelkonstruktion erlaubt.

  Quelle: www.messe-muenchen.de


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