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Verzehr der Auftragspolster der Bauwirtschaft in M-V setzt sich im August fort

04.11.2020

Zwar ist der baugewerbliche Umsatz in der Bauwirtschaft von Januar bis August immer noch um 2,1 Prozent höher als vor Jahresfrist – der Verzehr der guten Auftragspolster in den einzelnen Bausparten setzt sich aber auch im August mit einem Umsatzminus von insgesamt 6,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat fort.

„Wir sehen unsere Befürchtungen bestätigt, dass wir das gute Auftragspolster leichtfertig verspielen und es einfach zu lange dauert, Investitionen zeitnahe auf den Markt zu bringen. In unruhigen Zeiten ist es erforderlich, kontinuierlich zu planen und zu genehmigen. Andernfalls nutzen die guten Ansätze, die Konjunktur zu beleben, wenig“, dies sagte der Hauptgeschäftsführer des Bauverbandes M-V e.V., Dipl.-Ing. (FH) Jörg Schnell, anlässlich der Vorstellung der monatlichen Eckdaten des Baugewerbes für Mecklenburg-Vorpommern per 31.08.2020, die vom Statistischen Amt M-V und dem Statistischen Bundesamt herausgegeben wurden.

Umsatz
Die Gesamtumsätze der Bauwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern sind zwar im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um immerhin 2,1 Prozent gestiegen, in den einzelnen Bausparten bewegt sich aber nur der Wirtschaftsbau mit 10,2 Prozent über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Die Umsätze im Wohnungsbau sind um 0,7 Prozent zurückgegangen und der Öffentliche Bau sogar um 3,7 Prozent. Auch wenn die avisierten Aufträge und die Anzahl der erteilten Baugenehmigungen Hoffnung geben, dass hier gegengesteuert wird, ist diese Entwicklung trotzdem besorgniserregend.

Auftragseingänge
Die Auftragseingänge im Zeitraum Januar bis August sind mit 22,1 Prozent Steigerung zum Vorjahreszeitraum erfreulich und geben für die Zukunft Hoffnung. Es ist allerdings auch besorgniserregend, dass der Wohnungsbau mit einem Minus von 4,4 Prozent zum Vorjahreszeitraum zu Buche steht – obwohl Wohnungen dringend benötigt werden!

Die Wirtschaft und die Öffentliche Hand haben den Weckruf der Bauwirtschaft offenbar verstanden und haben die Aufträge um 11,00 Prozent bzw. sogar um 52,7 Prozent gesteigert. Eine erfreuliche Entwicklung.

Beschäftigung
Die Anzahl der Beschäftigten ist nach wie vor um 5 Prozent niedriger als vor Jahresfrist.

  Quelle: Statistisches Bundesamt, Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern


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