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Vorteile durch Präqualifizierung VOL

25.09.2013

Die IHK Hannover bietet Unternehmen die Präqualifizierung VOL für Eignungsnachweise an. Damit sparen Unternehmen Zeit und Kosten bei der Beteiligung an öffentlichen Aufträgen und haben eine bessere Rechtssicherheit. Fast 1900 Unternehmen haben sich bundesweit im Bereich VOL präqualifizieren lassen und sind werbewirksam in der bundesweiten Präqualifizierungsdatenbank VOL gelistet.

Darum geht es:
Präqualifizierung ist die vorgelagerte und auftragsunabhängige Prüfung und Zertifizierung von Eignungsnachweisen nach den Vergabe- und Vertragsordnungen für Leistungen (VOL). Sie wurde im Rahmen der Modernisierung des Vergaberechts in das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen und in die Vergabe- und Vertragsordnung für Lieferungen aufgenommen. Auf der niedersächsischen Erlass- und Gesetzgebungsebene wurde sie verankert.
Unternehmen reichen einmal jährlich bei einer dezentralen Präqualifizierungsstelle die vorgesehen Nachweise, die Fachkunde, Leistungsfähigkeit, Gesetzestreue und Zuverlässigkeit dokumentieren sollen, ein und erhalten nach positiver Prüfung ein Zertifikat mit Zertifikatscode. Das Zertifikat ist ein Jahr gültig.

Die Präqualifizierung VOL ist ein Service der IHKs und Auftragsberatungsstellen in Deutschland.

Das sind Ihre Vorteile:

• Wenn Sie sich häufiger bei öffentlichen Ausschreibungen bewerben, sparen Sie Zeit und Kosten, da Sie bei jeder Angebotsabgabe nur noch das Zertifikat der Präqualifizierung als Kopie einreichen bzw. der Zertifikatscode angeben müssen.

• Durch die Präqualifizierung VOL haben Sie eine wesentlich höhere Rechtssicherheit als das Beibringen der Einzelnachweise, da ein formaler Ausschlussgrund entfällt.

• Wenn Vergabestellen beschränkt ausschreiben oder freihändig Aufträge vergeben wollen, haben sie die Möglichkeit, unter Verwendung der unterschiedlichsten Suchkriterien, wie CPV-Code oder Umkreissuche, nach geeigneten Unternehmen in der Präqualifizierungsdatenbank VOL zu suchen und schon eine Vorauswahl zu treffen.

Eignungsnachweise:
Als Eignungsnachweise müssen vorgelegt werden: Erklärung zur Zahlung der Beiträge zu Sozialabgaben und Steuern, Betriebshaftpflicht, Gewerbeanmeldung, entsprechend Handelsregisterauszug, Berufsregisterauszug, IHK- und/oder Handwerksrolleneintragung, Eigenerklärung zu nicht bestehender Insolvenz und nicht verübten Straftaten sowie Umsatznachweise der letzten drei Jahre, Anzahl der Beschäftigten und Referenzen für mindestens drei Einzelleistungen. Die vorgenannten Nachweise entsprechen den Auslegungen in der VOL (§ 6 Abs. 4 VOL/A 1. Abschnitt, § 7 Abs. 4, VOL/A-EG).

Darüber hinaus gibt es in jedem Bundesland Sonderregelungen, die über Erlasse oder Landesvergabegesetze geregelt werden, wie Tariftreue, Mindestlohn, Ausbildung etc. Diese Regelungen ändern sich bedauerlicherweise permanent. Üblicherweise gibt es bei Ausschreibungen eine Liste mit der Aufstellung aller geforderten Nachweise. Falls Unklarheiten auftauchen, hilft meistens ein kurzer Anruf bei der Vergabestelle. Des Weiteren kann es noch spezielle im direkten Zusammenhang mit der Vergabe stehende Nachweise geben, wie zum Beispiel eine spezielle fachliche Zertifizierung.

So bewerben Sie sich:
Wenn Ihr Unternehmen im Kammergebiet der IHK Hannover oder der IHK Braunschweig Ihren Hauptsitz hat oder als rechtlich selbstständige Niederlassung eingetragen ist, dann stellen Sie Ihren Präqualifizierungsantrag über uns, der regionalen Präqualifizierungsstelle Niedersächsische IHK-Arbeitsgemeinschaft Hannover-Braunschweig. Bei der Abwicklung kooperieren wir mit der Auftragsberatungsstelle Hessen e.V. Planen Sie für den Zertifizierungsprozess sechs bis acht Wochen ein. Weitere Hinweise erhalten Sie auf der Website der IHK Hannover.

Preis:
Die Präqualifizierung VOL kostet im ersten Jahr 215 Euro (inkl. USt.) und in allen Folgejahren 155 Euro (inkl. USt.)

PQ-VOL bundesweit:
Ebenso wie bei der IHK Hannover gibt es in bundesweit dezentrale Präqualifizierungsstellen, die entweder bei bestehenden Auftragsberatungsstellen der Bundesländer oder bei IHKs angesiedelt sind. Über die zentrale Präqualifizierungsdatenbank unter „www.pq-vol.de“ kommen Sie direkt zu der für Sie zuständigen regionalen Präqualifizierungsstelle und Ihren Ansprechpartnern vor Ort.

Weitere Präqualifizierungsverfahren:
Im Baubereich - nach der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen VOB - gibt es, unterstützt vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, eine eigene Zertifizierung. Diese wird über den Verein für die Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. durchgeführt. Bauunternehmen können sich auch über das Hessische Präqualifikationsregister (erheblich günstiger) präqualifizieren lassen. Die Erfahrungen mit der bundesweiten Akzeptanz sind gut.

• Hinweise zur Präqualifizierung VOL
www.hannover.ihk.de/ihk-themen/oeffentliche-auftraege/praequalifizierung.html

• bundesweite Datenbank PQ-VOL
www.pq-vol.de

• Verein für die Präqualifikation von Bauunternehmen e.V.
www.pq-verein.de

• Hessisches Präqualifikationsregister
www.hpqr.de


  Quelle: IHK Hannover, Sabine Hillmer, 9/2013


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