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Wo der Wein zu Hause ist

18.04.2019

Zukunftsweisende Bautechnik für innovative Winzer

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Rund 75 ha Eigenfläche in den besten Lagen Andaus machen das Weingut zu einem der größeren im Burgenland. Eine positive Lebenseinstellung in Kombination mit Freude am Tun schaffen ein einzigartiges Umfeld, das einen Besuch zum Erlebnis macht.

Mit einer Eigenanbaufläche von knapp 75 Hektar und einer Produktionsmenge von rund einer Million Flaschen pro Jahrgang zählt das Weingut Scheiblhofer in Andau zu den größten Weingütern des Burgenlandes. Ebenso wie bei der Weinherstellung kommt auch bei der Errichtung neuer Anbauten innovative Technik zum Einsatz. So sorgt der Schöck Isolink Typ TA-H für die Verbundwirkung der dreischaligen, wärmedämmenden Sandwichelemente der neuen Lagerhalle. Die vielfach preisgekrönten Weine reifen hier in einem der modernsten und nachhaltigsten Winzereibetriebe Österreichs, der sich unter anderem durch seine energieautarke Produktion auszeichnet. Opulente, körperreiche und vollmundige Weine sind das Markenzeichen von Erich Scheiblhofer, der in zweiter Generation im Jahr 2000 den Weinbaubetrieb von seinem Vater übernommen hat.

Wein-Erlebniswelt
Erich Scheiblhofer hat mit der Übernahme des Weinguts auch mit dem weitreichenden Umbau der Gebäude begonnen. Die Architektur ist inspiriert von den großen Weingütern in Übersee. Damals entstanden bereits die ersten Eventräume. Mit steigendem Absatz der mehrfach ausgezeichneten Weine ging auch die laufende bauliche Erweiterung einher: 2011 wurde der Verkaufsbereich neu errichtet, dessen beleuchtete Konturen in Anlehnung an den Familien- und Firmennamen in den Abend- und Nachtstunden ein rotes „S“ über die pannonische Tiefebene strahlen. Edle Materialien wie Eichenholz und Granit oder die aufeinander gestapelten Barriquefässer als tragende Säulen für den überbauten, offenen Eingangsbereich schaffen dabei den Ausgleich zur modernen Stahlbetonkonstruktion mit Glasfassade.

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Nicht nur bei der Weinherstellung selbst, sondern auch bei den dafür benötigten Gebäuden, kommt innovative Technik zum Einsatz: Die einzelnen Schichten der Sandwichelemente mit innerer und äußerer Sichtbetonschale und zehn Zentimeter starkem Dämmkern werden bereits werksseitig durch den Schöck Isolink verbunden.

Im Jahr 2014 folgte die Errichtung der „Hall of Legends“. „Ursprünglich vorrangig als Lagerhalle für die heute über 3.000 Barriquefässer gedacht, haben wir das Gebäude noch während des Baus zur Multifunktionshalle umgeplant und erweitert“, erklärt der Architekt und Generalunternehmer Werner Thell. So dass heute auf einer Fläche von rund 1.200 m² samt 14 m langer Bar auch ausreichend Platz für große Events zur Verfügung steht. Der „Hall of Legends“ folgten die „Black Box“ sowie das „City Center“ als zusätzliche Erweiterungsbauten im zeitgenössischen Design. In erster Linie ein Produktionsbetrieb, freut sich Erich Scheiblhofer über jeden Besucher seines Weingutes: „Unsere Kunden sollen sehen, wo der Wein herkommt, wo er gewachsen ist und wie er produziert wird“, so der Winzer mit Faible für moderne Architektur.

Innovative Bautechnik
Aktuell jüngstes Projekt in der Riege der Neubauvorhaben am Weingut ist eine weitere Lagerhalle, die auf dem schmalen Handtuchgrundstück rückseitig an den Bestand andockt. Bis zu 20 m breit und über 200 m lang stehen hier nun weitere 3.600 m² zur Lagerung und Reifung hochwertiger Rotweine in französischen Eichenfässern zur Verfügung.

Den schnellen Baufortschritt bei der Errichtung der Lagerhalle mit ihren beeindruckenden Dimensionen garantiert der Einsatz von Fertigteilen. Insgesamt 3.500 m² fixfertige Wandelemente wurden mittels Tieflader antransportiert und in lediglich vier Wochen vollständig zusammengebaut. Ebenso wie bei der Weinherstellung kommt auch bei der Produktion der Fertigteile innovative Technik zum Einsatz. Um eine ausreichende Wärmedämmung für die Lagerung und Nutzung der Halle sicherzustellen, wurden die einzelnen Wandteile als Sandwichelemente mit innerer und äußerer Sichtbetonschale und zehn Zentimeter starkem Dämmkern gefertigt. Für die Verbundwirkung der dreischaligen Konstruktion sorgt ein vergleichsweise unauffälliges Bauelement, das sich durch extreme Leistungsfähigkeit auszeichnet: der Schöck Isolink Typ TA-H. Mit einem Durchmesser von 12 mm können Element- und Sandwichwände mit aufstehenden oder freihängenden Vorsatzschalen und Wärmedämmstärken bis zu 35 cm realisiert werden. Dabei werden die äußere und innere Schale wärmebrückenfrei miteinander verbunden.

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Der Einsatz von Fertigteilen beschleunigt den Baufortschritt bei der Errichtung der Lagerhalle. Insgesamt wurden 3.500 m² Wandelemente in nur vier Wochen vollständig zusammengebaut.

Fotos: Schöck/GEOPHO

„Möglich ist das dank der Verwendung von Glasfaserverbundwerkstoff, der eine äußerst geringe Wärmeleitfähigkeit aufweist“, erklärt Kurt Jocham, Produktingenieur bei Schöck. Damit werden die Wärmedurchgangswerte von kerngedämmten Wänden im Vergleich zum Einsatz von Edelstahl- oder Betonstahlankern deutlich verbessert. Ein weiterer Vorteil ist die hohe Wirtschaftlichkeit, denn mit den Lösungen von Schöck werden weniger Anker (in der Regel fünf pro Quadratmeter) und keine Abstandshalter benötigt. Den Grund dafür erklärt Jocham wie folgt: „Der Schöck Isolink ist an beiden Enden um 30 Grad abgeschrägt, das bedeutet, dass er bei der Produktion im Fertigteilwerk bis zur Aufstandsfläche eingesetzt werden kann – man benötigt keine Abstandshalter, womit sich die Anker sehr schnell und simpel verarbeiten lassen. Da keine Betonüberdeckung erforderlich ist, wird ein deutlich besserer Verbund erzielt und dank der Abschrägung zeichnet sich der Anker auch nicht an der Fassade ab.“ Ein weiterer Vorteil beim Einsatz von Glasfaser ist die Korrosionsbeständigkeit. Während beim Einsatz von Stahl durch das Eindringen von Chloriden in die Wand und das Nachlassen der Schutzwirkung des Betons mitunter die Betondeckung abplatzen kann, ist man mit dem Schöck Isolink auf der sicheren Seite.

Energieautark
Nicht weniger innovativ als der Einsatz von Glasfasern zur wärmebrückenfreien Fertigung der Wandscheiben ist die gesamte Gebäudetechnik des Ensembles. So sorgt beispielsweise die Bodenplatte der neuen Lagerhalle mit ihrer Betonkernaktivierung für den Ausgleich von Temperaturspitzen, im Sommer ebenso wie im Winter. Die benötigte Energie stellt die hauseigene Photovoltaikanlage zur Verfügung, die auf den Dächern der einzelnen Gebäude installiert ist. Mit der Installation der zusätzlichen Photovoltaikpaneele auf dem Dach der neuen Lagerhalle wird die Leistung auf insgesamt 268 KW peak erhöht und damit mehr Strom generiert, als für die Produktion und den Betrieb der Gebäude verbraucht wird.

  Quelle: www.schoeck.de


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